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Potsdam-Mittelmark Bürgerbeteiligung: Die Jugend macht sich rar
Lokales Potsdam-Mittelmark Bürgerbeteiligung: Die Jugend macht sich rar
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16:38 21.03.2018
Zwischenbilanz gezogen: Franziska Brocksch koordiniert das Projekt zu mehr Bürgerbeteiligung in der Stadt Treuenbrietzen.   Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Die Treuenbrietzener Bürger haben viele Wünsche, jedoch zu wenig Elan, um sich auch für deren Erfüllung zu engagieren. Das geht aus einer Zwischenbilanz zum Bürgerbeteiligungsprojekt „Kommunen innovativ – Transformbar“ hervor. Diese hat Franziska Brocksch jetzt in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses präsentiert.

Seit 2016 ist Brocksch – zunächst befristetet bis Mai 2019 – eigens für dieses Projekt bei der Stadtverwaltung angestellt. Ziel des bundesweiten Forschungsprojektes ist es, gemeinsam mit Wissenschaftlern und weiteren Modellorten kommunale Beteiligungskonzepte zu erproben und zu verbreiten.

Bürgermeister fordert feste Stelle

Bürgermeister Michael Knape (parteilos) geht nun davon aus, dass diese geförderte Stelle auch nach Auslaufen des Projektes fortgeführt werden sollte. „Wir brauchen dieses hauptamtliche Bindeglied zwischen Verwaltung und engagierten Bürgern“. Bis zur Sommerpause der Stadtpolitik sollte eine Entscheidung fallen. Auch SPD-Fraktionschef Frank Ernicke geht davon aus, dass „diese Aufgaben ohne Personal nicht möglich sein werden“. Peter Gronemeier, Fraktionschef des TBV, hofft auf „aktive Leitfiguren“, die sich für bestimmte Projekte engagieren.

Beim „Marktplatz der Ideen“ kamen im Mai 2017 viele Ideen zur Sprache. Quelle: Thomas Wachs

Die Resonanz dazu ist sehr unterschiedlich, hat Franziska Brocksch festgestellt. Aus dem sehr gut besuchten „Markt der Ideen“ im Mai 2017 waren vier Arbeitschwerpunkte hervorgegangen. Diese betreffen die Themen Innenstadtbelebung, Mobilität, Jugendtreff sowie Regionalladen. In Kooperation mit Klimaschutzmanager Stefan Them gab es zu Mobilitätskonzepten zwei gut besuchte Treffen dieser Arbeitsgruppe. Aktuell läuft noch bis Ende des Monats eine Umfrage per Fragebogen. „Der Rücklauf ist aber noch gering“, so Brocksch.

Das Problem sei insgesamt, „dass es viele unterschiedliche Vorstellungen zur Form der Bürgerbeteiligung gibt“, sagt der Rathauschef. Bei der öffentlichen Sozialraumkonferenz am 20. März soll daher mit einer elektronischen TED-Umfrage geklärt werden, wie die Beteiligung aussehen soll. „Eine fachliche Begleitung aus dem Rathaus bleibt sicher immer sinnvoll“, sagt Franziska Brocksch. „Die Frage ist jedoch, wie wir die Bürger erreichen“, so die Koordinatorin.

Soziale Medien führen nicht zum Erfolg

Zumindest bei der Jugend habe sich gezeigt, dass selbst aktuelle Kontaktmöglichkeiten über soziale Medien nicht zum Erfolg führen. Das Interesse für einen Jugendtreff war sehr groß. „Wir haben dutzende Handynummern von Akteuren, die mitwirken wollten“, berichtet Franziska Brocksch. „Doch zu einer Besichtigungstour zu möglichen Standorten kam dann niemand“, sagt die Koordinatorin. Dennoch gebe es gute Erfolge über die direkte, mobile Jugendarbeit von Anja Strobel. Zum Beispiel in den Ortsteilen Frohnsdorf und Bardenitz, wo neuer Schwung herrsche.

Auch für einen Regionalladen interessieren sich viele potenzielle Kunden. Doch fürchten Geschäftsleute, die sich in die AG eingebracht haben, das wirtschaftliche Risiko. Die Belebung der Innenstadt indes soll möglichst schon zum Jahresende erste Erfolge zeigen. Dann könnte ein Teil des „Sozialen Marktplatzes“ im früheren Aldi-Markt an der Großstraße öffnen. Dafür läuft jetzt die Namenssuche.

Insgesamt wünscht sich Michael Knape, „dass die Bürger nach dem Ruf für mehr Einbindung jetzt auch den zweiten Schritt gehen und sich selbst einbringen“.

Von Thomas Wachs

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