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Potsdam-Mittelmark Bürgerbündnis kämpft für Grundversorgung
Lokales Potsdam-Mittelmark Bürgerbündnis kämpft für Grundversorgung
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19:31 25.07.2016
Skepsis bleibt weiter bei den Eltern – auch nach der Gesundheitskonferenz: Bianca Tänzer mit Kind. Quelle: Michaela Riedel
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Bad Belzig

Das Bürgerbündnis fordert ein definiertes Bekenntnis zum Erhalt der Grundversorgung mit Innerer Medizin und Chirurgie über das Jahr 2020 hinaus. Die Notaufnahme im Krankenhaus der Kur- und Kreisstadt soll demnach primäre Anlaufstelle für alle Patienten bleiben. Das geht aus einem am Wochenende verbreiteten Schreiben der Gruppe hervor.

Sie hatte sich gebildet, als zu Beginn des vergangenen Jahres die Schließung der Entbindungsstation in Bad Belzig durchgesetzt worden ist. Neben Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) gehören ihr Frauenarzt Peter Ledwon, Kinderarzt Burkhard Kroll, Pro-Familia-Beraterin Angela Hauer, Bianca Tänzer von der Evangelischen Gemeinde St. Marien Belzig/Hoher Fläming sowie Beatrix Lichter-Spatzier vom Kinderförderverein „Wir“ an.

Sie sind keineswegs mit den Ergebnissen der Gesundheitskonferenz vor einer Woche in der Stein-Therme zufrieden. Vor allem, was die Erfahrungen und Perspektiven für den hiesigen Standort des Ernst-von-Bergmann-Klinikums angeht. „Ohne valide dokumentierte Notwendigkeit wurden dort die für die medizinische Versorgung von Familien wichtigen Kinder- und Frauenheilkunde sowie Geburtshilfe geschlossen.“ Jetzt sei klar geworden, dass das noch nicht das Ende der Planungen sei.

„Primärziel bleibt der Ausbau der Geriatrie, für alles andere aber wird sich – und da zeigten sich Landrat, Ministerium und Klinikum einig – nicht eingesetzt“, schätzt die sechsköpfige Initiativgruppe ein. Weiter heißt es: „Ein ’Wir werden sehen’ oder ’stehen an Ihrer Seite’ genügt nicht.“ Für das Bürgerbündnis sei es nicht akzeptabel, dass weiter auf Basis der Unruhe im und um das Krankenhaus sowie der Unzufriedenheit von Personal und Patienten die Strukturen der Grundversorgung herunter gefahren werden.

Verlangt wird nunmehr eine Krankenhausplanung mit differenzierter Betrachtung städtischer und ländlicher Infrastruktur; ein Katalog diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen, die in Bad Belzig vorzuhalten sind. Obendrein wird darauf verwiesen, dass entgegen der vermuteten Entwicklung sich immer mehr Menschen im Hohen Fläming niederlassen. „Da macht es sich gut, ein organisiertes Spektrum für alle Generationen vorzuhalten“, wiederholt Burkhard Kroll und schätzt ein, dass die ambulante Versorgung gut aufgestellt sei; Reha-Klinik „Hoher Fläming“ und Thermalbetrieb würden zudem das Angebot noch breiter ausfallen lassen. Umso mehr scheint dem Mediziner ein überregionales Gesundheitsnetzwerk erforderlich, um sachlich alle Möglichkeiten und Notwendigkeiten zu definieren.

Von René Gaffron

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