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Potsdam-Mittelmark Bürgerentscheid am 10. Juli in Päwesin
Lokales Potsdam-Mittelmark Bürgerentscheid am 10. Juli in Päwesin
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00:17 30.05.2016
Der Eingang des Kiez Bollmannsruh. Ob das Bungalowdorf für 770 000 Euro an die Humanisten verkauft wird, entscheiden nun die Bürger. Quelle: C. Nack
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Päwesin

Über die Zukunft des Kinder- und Erholungszentrums Bollmannsruh (Kiez) entscheiden am 10. Juli die wahlberechtigten Päwesiner. Dem Bürgerentscheid haben auf der turbulenten Gemeinderatssitzung am Donnerstag am Ende alle neun Volksvertreter zugestimmt. Doch diese Einigkeit trügt. Die Bürger können sich nun für oder gegen den Verkauf des Feriencamps an den Humanistischen Regionalverband Brandenburg (HRV) entscheiden, der es seit fast sechs Jahren in Pacht betreibt. Die Päwesiner, die in die Begegnungsstätte geströmt waren, sind offensichtlich nicht dessen Anhänger.

Für anderthalb Stunden hatten die Humanisten nach einem Eklat quasi schon den Zuschlag. Denn nachdem die fünf Volksvertreter, die für den Verkauf an die inzwischen abgesprungene Investorengruppe Falkenau & Schmale votierten, demonstrativ den Saal verlassen hatten, erklärten die vier verbliebenen Kiez-Fürsprecher um Bürgermeister Hubertus Kühne das von ihnen eingeleitete Bürgerbegehren mit 211 Unterschriften (davon 112 gültige) für zulässig. Dem wurde stattgegeben, das Bungalowdorf an die Humanisten zu verkaufen. Der halbe Saal war aus dem Häuschen: „eine Farce, „Wo bleibt da die Demokratie?“ Ehemalige Mitarbeiter kritisieren den Investitionsstau im Kiez.

Der Versammlungsraum war bis auf den letzten Platz besetzt. Quelle: C Nack

Zuvor hatte man den Ausmarsch mit Applaus begleitet. Auslöser war ein Antrag von Joachim Pelz, den anwesenden HRV-Chef Axel Krause als „unerwünschte Person der Gemeindevertretung zu erklären und in bis auf Widerruf des Hauses zu verweisen“. Mit dem vom Kiez verfassten und in der April-Sitzung verteilten „Heiteren Päwesiner Prominentenraten“ würden die Abgeordneten beleidigt und diffamiert“, erklärte Pelz.

Beetzsee-Amtschef Guido Müller schmetterte diesen Antrag ab, da er gegen den Öffentlichkeitsgrundsatz verstoße. „Ein Ausschluss ist nur möglich, wenn eine Person den Ablauf der Sitzung stört.“ Da sich auch Bürgermeister Kühne als „Hausherr“ von Pelz nicht unter Druck setzen ließ, nahm der stille Protest seinen Lauf. Unterdessen versuchte Kühne den Einwohnern zu erklären, dass man den knappen Beschluss für Falkenau & Schmale akzeptiert habe, aber von vielen Kiez-Befürwortern angesprochen worden sei und sich daher zur Unterschriftensammlung entschieden habe. Offenbar gab es auch Missverständnisse.

Nach 25 Minuten war der Volksvertretertisch wieder vollzählig, beide Seiten legten sich mit Zahlen und Vorwürfen ins Zeug, Bürger forderten den Entscheid und Einsicht in die Konzepte. Erbaupacht-Verfechter Frank Brademann zitierte Schmale, dass man bei negativen Ausgang fürs Kiez wieder einsteigen würde. Um des „lieben Friedens willen“ und „um keine dreckige Wäsche zu waschen, hob man auf Kühnes Antrag die zuvor gefassten Beschlüsse wieder auf und stimmte erneut ab.

Ein fassungsloser Axel Krause, kann mit dem Bürgerentscheid leben, hätte sich wegen der Planung für nächste Saison aber eine frühere Entscheidung gewünscht. Das als Denkanstoß gedachte „Prominentenraten“ mit Aussprüchen tue ihm leid. „Wir haben nicht bedacht, dass es so missverstanden werden kann“, sagte er zur MAZ.

Von Claudia Nack

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