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Bürgermeister Brückner sucht eine rechte Hand

Kloster Lehnin Bürgermeister Brückner sucht eine rechte Hand

Uwe Brückner (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Kloster Lehnin, sucht schnellstmöglich einen persönlichen Assistenten. Eine solche Stelle ist wohl einmalig in der Region bei Verwaltungen dieser Größenordnung. Die Gemeinde Kloster Lehnin ist für 11.000 Einwohner in 14 Ortsteilen zuständig.

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Bürgermeister Uwe Brückner lässt die Verwaltungsstrukturen überprüfen. Zunächst sucht er einen Assistenten.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Kloster Lehnin. Uwe Brückner (SPD) , Bürgermeister der Gemeinde Kloster Lehnin, sucht schnellstmöglich einen persönlichen Assistenten. Eine solche Stelle ist wohl einmalig in der Region bei Verwaltungen dieser Größenordnung. Die Gemeinde Kloster Lehnin ist für 11 000 Einwohner in 14 Ortsteilen zuständig.

Die Stellenausschreibung ist jetzt im Amtsblatt erschienen. Voraussetzungen für die Bewerbung sind neben einer abgeschlossenen Verwaltungs- oder vergleichbaren Ausbildung laut Stellenbeschreibung „Loyalität und absolute Diskretion“. Zu den Aufgaben wird auch das Führen von Korrespondenz zählen. Nach Angaben Brückners ist die Position auch nötig aufgrund der wachsenden Einwohnerzahl der Gemeinde.

„Zu einer modernen Gemeinde, die Kloster Lehnin sein möchte, gehört auch, dass sich eine Verwaltung neuen Aufgaben stellt. Dafür muss sie mit entsprechendem Personal ausgestattet sein. Bereits im Dezember hat die Gemeindevertretung den Stellenplan 2017 einstimmig beschlossen, das heißt, dass diese Entwicklung durch die Volksvertreter befürwortet wird.“ Eine „größere Legitimation“ könne es nicht geben, so Brückner zur MAZ.

Büro prüft Organisationsstruktur der Verwaltung

Die Verwaltung soll personell und von der Aufgabenzuteilung her möglicherweise umstrukturiert werden. Dafür hat das Rathaus ein externes bundesweit agierendes Büro damit beauftragt, die Organisation in der Verwaltung zu untersuchen. Zuletzt sei eine solche Organisationsprüfung vor mehr als zehn Jahren erfolgt, so der Bürgermeister. Ob sich daraus ein weiterer Stellenaufwuchs oder eine Reduzierung ergebe, stehe nicht fest. Wie viel die Untersuchung den Steuerzahler kostet, darüber glaubt Brückner eigenen Angaben nach keine Auskunft geben zu müssen. Das seien Vertragsangelegenheiten. „Es ist schon eine deutliche Summe.“

Derzeit wird die Zahl der Stellen erhöht. So ist auch die eines Sachbearbeiters für Kosten- und Leistungsrechnung ausgeschrieben. „Die Gemeinde stellt sich insgesamt auf modernere Steuerungsinstrumente ein“, dazu gehöre auch eine schnellere und bessere Öffentlichkeitsarbeit, so Brückner. Tatsächlich ist die interne und externe Kommunikation laut Ausschreibung eine der Aufgaben des Assistenten.

Vier Mitarbeiter verlassen die Verwaltung

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Andreas Kuhnert (SPD), zeigte sich am Dienstag überrascht von der Stellenausschreibung: „Ich habe das jetzt auch erst dem Amtsblatt entnommen.“ Er hoffe, dass Brückner sich dazu in der kommenden Gemeinderatsitzung äußern. „Ich werde jedenfalls nachfragen.“

Seit Brückners Amtsantritt haben nach dessen Angaben vier der rund 40 Mitarbeiter gekündigt. Die Rede ist einem schärferen Wind in der Verwaltung nach dem Wechsel des bisherigen Amtsinhabers Bernd Kreykenbohm. Nicole Näther, Vorsitzende des Personalrates, lehnte dazu eine Stellungnahme gegenüber der MAZ ab.

Tatsächlich sind die Aufgaben der Verwaltung laut Brückner gestiegen: Das Damsdorfer Mammut-Projekt der Entwicklung des Gewerbegebietes, die Millionen-Sanierung des Renaissance-Baus in Reckahn, die geplante Auflösung des Trink- und Abwasserzweckverbandes Freies Havelbruch, all das sind Großaufgaben, die die Verwaltung stemmen muss, wie Brückner in der Vergangenheit mehrmals betont hat. Das Arbeitspensum soll nicht zu den Kündigungen geführt haben. Brückner selbst sagte, es seien teils Aufhebungsverträge geschlossen worden, auch aus familiären Gründen.

Von Marion von Imhoff

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