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Potsdam-Mittelmark Bürgermeister-Wahlkampf ist angelaufen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bürgermeister-Wahlkampf ist angelaufen
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11:25 21.10.2016
Friedlich nebeneinander: Die Kandidaten auf Großplakaten an der Kreuzung Stolper Weg/Hohe Kiefer.   Quelle: Heinz Helwig
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Kleinmachnow

 Jetzt geht’s los – der Wahlkampf in Kleinmachnow ist eröffnet. Die beiden Bürgermeisterkandidaten platzieren ihre Plakate. Immerhin scheinen beide auf Blau zu stehen. Auch bei der Wahl der Kulissen verlassen sich Amtsinhaber Michael Grubert (SPD) und Herausforderin Uda Bastians (CDU) gleichsam auf ein wahres Kleinmachnower Urgestein: Die 110-jährige Schleuse haben beide auf Großplakaten im Rücken.

Bei zwei Kandidaten fällt die Plakatschlacht vergleichsweise bescheiden aus im Gegensatz zu Stahnsdorf, wo fünf Kandidaten im Frühjahr um die Gunst der Wähler buhlten. Michael Grubert – „unser Bürgermeister“ überall lächelnd mit großflächigem Konterfei auf den Plakaten – hat 200 Stück bestellt und wird sie bis zum Wochenende vollständig verteilt haben. „Die Plakate habe ich zusammen mit meiner Familie und Freunden persönlich aufgehängt. Immer am Freitag und Sonnabend. Für das Aufhängen und für das spätere Entfernen wurde und wird keine Firma beauftragt“, sagte er auf Nachfrage der MAZ. 200 Plakate „bedeuten lediglich 100 Laternen in ganz Kleinmachnow“, so Grubert. In Summe kosten sie nach seinen Angaben „1200 Euro brutto“ . Dazu kommen sieben Großplakate, die eine Agentur aufstellt. Heute Nachmittag will er die letzten Plakate aufhängen. Ansonsten ist der Amtsinhaber auch auf dem Rathausmarkt präsent. Dort hat er am vorigen Wochenende mit seinen Bürgergesprächen begonnen und wolle das regelmäßig bis zur Wahl fortsetzen. Stoffbeutel verteilt er, um die Leute von der unsäglichen Plastetüte abzubringen. „Direkte Hausbesuche wird es in diesem Wahlkampf von mir nicht geben“, so Grubert, Bürgernähe wolle er dennoch praktizieren, so wie „ in den vergangenen acht Jahren“. Außerdem treffe er auf Facebook viele Bürger, sagte er.

Die sozialen Netzwerke nutzt auch Uda Bastians für sich und kommt über Facebook mit den Bürgern in Kontakt. Den direkten Draht lässt sie deshalb nicht schmoren. „Ich habe schon einige Gespräche verabredet“, so die Frau mit der blonden Wuschelmähne, die selbst kreierte Flyer an Haustüren und Info-Ständen, „dort, wo die Menschen sind“, verteilt. Bürgernähe verspricht sie auf ihren Werbepostern: Auf den großflächigen ist sie klein, aber stets im Gespräch mit Leuten abgebildet – am Teltowkanal und vor der Seeberg-Grundschule. Von vielen kleinen Plakaten knallt in Rot „Uda!“ entgegen, in Weiß steht „Hört zu. Setzt um.“ darunter.

 Die Herausforderin ist zwar in der Kommunalpolitik keine Unbekannte mehr, denn sie sitzt in der Gemeindevertretung, zunächst als sachkundige Einwohnerin und seit 2014 als gewählte Vertreterin der CDU. Doch der Bekanntheitsbonus des Amtsinhabers fehlt ihr freilich. Drum legt sie eine Schippe drauf bei der Werbung. Sie hat acht Großaufsteller, die eine Agentur installiert, und von den 1000 gedruckten Plakaten sollen „bis zu 800 an bis zu 400 Laternen“ befestigt werden, wie Wolf Osthaus der MAZ sagte. Er ist der Ehemann der Kandidatin und unterstützt mit vielen anderen Helfern den Wahlkampf von Uda Bastians. 1800 Euro waren für die Laternen-Plakate zu zahlen, so Osthaus.

Gewählt wird am 27. November

Die Bürgermeisterwahl in Kleinmachnow findet am 27. November statt. Die Wahlbenachrichtigungskarten dafür erhalten die rund 16 400 Wahlberechtigten bis zum 6. November.

Sollte eine Stichwahl nötig werden, ist sie am 11. Dezember 2016.

Als Kandidaten sind zugelassen: Dr. Uda Bastians-Osthaus, Jahrgang 1972, Volljuristin, Referentin beim Deutschen Städtetag, verheiratet, zwei Kinder. Sie wurde von der CDU und der FDP nominiert. Amtsinhaber Michael Grubert, Jahrgang 1959, Jurist, verheiratet, vier Kinder. Er wurde von der SPD nominiert.

Die Amtszeit von Bürgermeister Michael Grubert läuft am 6. April 2017 aus. Die Wahl muss fünf Monate vorher stattfinden. Grubert hatte vor acht Jahren fünf Mitbewerber aus anderen Parteien und siegte in der Stichwahl gegen Klaus-Jürgen Warnick (Die Linke).

Von Claudia Krause

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