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Bürgermeister soll Gespräche zu Kirchenkauf führen

Immobiliendebatte in Kleinmachnow entfacht Bürgermeister soll Gespräche zu Kirchenkauf führen

Die evangelische Auferstehungsgemeinde muss sich von ihrem Grundstück Jagenstieg 2 trennen, weil sie das Geld für den Bau des neuen, größeren Gemeindezentrums am Zehlendorfer Damm benötigt.

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Wer wird einmal die alte Kirche im Jägerstieg besitzen?

Quelle: MAZ/Archiv

Kleinmachnow. Grundsätzlich sind sich die Gemeindevertreter Kleinmachnows einig, dass die Kommune keine weiteren eigenen Flächen verkaufen sollte. Im Gegenteil, wo sich die Gelegenheit bietet, sollten noch welche dazu gekauft werden.

Das hat Bürgermeister Michael Grubert (SPD) nun vor. Er plädiert für den Kauf der Immobilie Jägerstieg 2, die im Besitz der Evangelischen Auferstehungsgemeinde ist. Ziel sei es, den Verkauf der Auferstehungskirche, mit der sich Generationen von Kleinmachnowern verbunden fühlen, an einen Investor zu verhindern, um sie auch künftig für gemeindliche Zwecke nutzen zu können. Vor allem in Zusammenhang mit dem Areal des Bauhofs, der in zwei Jahren aus dem Bannwald wegziehen soll, hält der Bürgermeister den Immobilienkauf für „sinnvoll“. Außerdem bötet er schöne Optionen etwa für einen späteren Kulturcampus im Bannwald, wo eine Wohnbebauung unzulässig ist. Wie berichtet, muss sich die Kirche von dem Grundstück trennen, weil sie das Geld für den Bau des neuen, größeren Gemeindezentrums am Zehlendorfer Damm benötigt.

„Normalerweise bräuchte ich keinen Beschluss, ob ich Gespräche führen darf“, aber weil es ein so wichtiges Thema sei, hätte er gern ein „Unterstützungs-Bild“ für das Vorhaben. „Ich plädiere dafür“, sagte Grubert – sichtlich entschlossen – am Donnerstagabend in der Sitzung der Gemeindevertretung (GV). Das sahen jedoch nicht alle so im Saal. Grubert schob nach, dass man dafür die Immobilie Meiereifeld 33, in dem die Kunst- und Kulturwerkstatt arbeitet, verkaufen sollte, was auf deutliches Missfallen stieß. Leistbar wäre wohl beides. Die einen wollten zunächst Kosten für Kauf und Renovierung der Kirche – 890 000 Euro standen schon mal im Raum – und ein Nutzungskonzept geklärt haben. Außerdem erschließt sich nicht allen GV-Mitgliedern der Bedarf für zusätzliche Grundstücke zur kulturellen Nutzung. Wieder andere sehen in dem Kauf des Grundstücks eine Subvention des Kirchenneubaus. Dennoch stimmte eine große Mehrheit dem Antrag zu, dass Grubert Gespräche mit der Kirche zum Kauf führen soll. Für Thomas Singer ist „der Druck, den Grubert macht, verdächtig“, sagte der Linke später zur MAZ.

Dem Vernehmen nach soll es für das Meiereifeld 33 bereits Wohnungsbau-Investoren geben. Das Grundstück dort wäre vermarktbar, der Jägerstieg 2 ist es nicht.

Von Claudia Krause

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