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Bürgermeister soll aus eigenen Reihen kommen

Neuwahl in Brück Bürgermeister soll aus eigenen Reihen kommen

Die Stadtverordneten in Brück (Potsdam-Mittelmark) haben sich entschieden: Ihr Bürgermeister soll einer aus den eigenen Reihen werden. Wer sich zur Wahl stellen wird, ist derzeit noch unklar. Zunächst sollen die Fraktionen sich intern über geeignete Kandidaten austauschen. Der amtierende Bürgermeister, Michael Klenke (SPD), ist optimistisch, dass die Wahl im Mai läuft.

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Die Amtsverwaltung in Brück.

Quelle: René Gaffron

Brück. Die Wahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Stadt Brück soll aus den eigenen Reihen erfolgen. Das haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Die Entscheidung über das Verfahren war bei der letzten Sitzung 2016 vertagt worden. Nötig wird die Wahl innerhalb der Legislaturperiode wegen des Todes des Amtsinhabers Karl-Heinz Borgmann (parteilos) im vorigen Jahr.

Die Wahl aus den eigenen Reihen sei sinnvoll, weil derjenige mehr Vorwissen zu den aktuellen Themen der Stadt mitbringe, hieß es von den Stadtverordneten. Matthias Schimanowski (Pro Brück) sagte, es sei wichtig, dass sich die Fraktionsvorsitzenden noch einmal zusammensetzen, um über Kandidaten zu sprechen. Eine Neuwahl sollte schnellstmöglich laufen, so Schimanowski.

Freier Platz in der SVV

Bei der Suche nach einem neuen Bürgermeister hätten die Stadtverordneten sich auch dafür entscheiden können, das Verfahren nach außen hin zu öffnen und den Posten öffentlich auszuschreiben.

Die dritte Möglichkeit wäre gewesen, dass sich die Stadtverordneten ohne Ausschreibung auf einen externen Kandidaten einigen.

Wählt man den Bürgermeister aus den eigenen Reihen, wird ein Sitz in der SVV frei. Dieser kann von einem Mitglied der Fraktion des neuen Bürgermeisters besetzt werden. Ist kein Nachrücker mehr vorhanden oder lehnen die Nachfolger ab, bleibt der Platz in der SVV bis zur neuen Kommunalwahl Anfang 2019 unbesetzt.

Die Bedenken, dass die Neuwahl beschlossen, dann aber kein Kandidat gefunden werde, räumte der amtierende Bürgermeister, Michael Klenke (SPD), aus: „Ich bin mir sicher, es gibt genug fähige Leute unter uns und wir finden jemanden“, sagte er. „Ich habe schon mit mehreren Leuten gesprochen, weil ich auch Vorstellungen hatte, wer das Amt übernehmen könnte“, ergänzte Klenke am Tag nach der Stadtverordnetenversammlung (SVV) auf Nachfrage der MAZ. „Es gibt auf jeden Fall geeignete Kandidaten, die sich bereit erklärt haben, den Posten zu übernehmen.“ Namen nannte Klenke noch nicht.

Michael Klenke (SPD) ist zuversichtlich, dass die Wahl im Mai läuft

Michael Klenke (SPD) ist zuversichtlich, dass die Wahl im Mai läuft.

Quelle: Andreas Koska

Wie ist es um seine persönlichen Ambitionen bestellt? „Grundsätzlich gerne, klar, mir liegt das Wohl meiner Heimatstadt natürlich am Herzen – gerade bei den aktuellen Themen“, sagte Klenke. Er spielt damit auch auf die Debatte zum neuen Schulcampus und zur Errichtung einer Gesamtschule in Brück oder Treuenbrietzen an.

Dennoch sehe er auch die Verantwortung des Postens und die gegenüber den Mitarbeitern seiner Firma. „Meine Mitarbeiter sind mir sehr wichtig und ich kann meine Firma nicht für ein Ehrenamt aufgeben“, sagte der Brücker Tiefbauplaner. Auch sitze er als zweiter Vorsitzender im Kreistag – eine weitere Aufgabe, die Zeit in Anspruch nehme. „Ich merke ja jetzt schon, dass ich für diese Aufgaben viel Zeit opfere und bin immer dankbar für die Unterstützung aus der SVV“, sagte Klenke. „Es ist zurzeit auch das erste Mal seit zwei Jahren, dass wir alle an einem Strang ziehen.“

Ein genauer Termin für die Neuwahl des Bürgermeisters könne momentan noch nicht genannt werden. Die nächste Stadtverordnetenversammlung, in der die Wahl laufen könnte, wäre im Mai. „Und ich denke auch, dass wir das Problem dann gelöst bekommen“, sagte Klenke. Aber es würden bis dahin noch einige Gespräche anstehen – besonders innerhalb der Fraktionen.

Matthias Schimanowski bekräftigte, dass er keine Kampfabstimmung wolle, sondern jemanden, der mit breiter Mehrheit aus der Mitte der SVV heraus gewählt werde. „Und wir brauchen keinen Bürgermeister, der beispielsweise morgens nach Berlin zur Arbeit fährt und abends spät nach Hause kommt“, sagte Schimanowski weiter. „Man muss bedenken, dass dieses Ehrenamt mehr Zeit in Anspruch nimmt, und dann sollte der neue Bürgermeister auch vor Ort sein und Zeit haben, um neben seinem Beruf Termine wahrzunehmen.“

Lothar Koch (SPD), einst Landrat und heute Brücker Stadtverordneter, sagte der MAZ, dass auch er mehrfach dazu befragt worden sei, ob er das Amt des Bürgermeisters bekleiden wolle. Er habe jedoch von Anfang an erklärt, dass er für eine Wahl nicht zur Verfügung stehe.

Von Josephine Mühln

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