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Potsdam-Mittelmark Bürgermeister will in die Verlängerung
Lokales Potsdam-Mittelmark Bürgermeister will in die Verlängerung
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20:38 07.03.2018
Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis Beelitz) will in die Verlängerung gehen und Beelitz in den nächsten acht Jahren noch einmal führen. Quelle: Stadtverwaltung
Beelitz

Ist es lediglich ein formales Zettelfalten oder doch der bewusste Auftrag an den amtierenden Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis Beelitz), die Spargelstadt wie in den vergangenen acht Jahren weiter erfolgreich voranzubringen? Das müssen die rund 10 400 wahlberechtigte Beelitzer jeweils für sich bewerten, wenn sie am Sonntag in 19 Stimmlokalen in der Stadt und den Ortsteilen wieder einen Bürgermeister wählen. In beiden Fällen kommt es allerdings wohl auf dasselber heraus: Denn auf dem Wahlschein steht nur ein einziger Name – der des Amtsinhabers.

Kein aufsehenerregender Wahlkampf, keine Plakatschlacht in den Straßen von Beelitz. Die anderen Parteien und Wahlbündnisse haben offenbar keinen ebenbürtigen Herausforderer gefunden oder von vornherein darauf verzichtet. „Bernhard Knuth hat in seiner Amtszeit einiges auf den Weg gebracht. Wir wollen ihm die Chance geben. das Begonnene zu vollenden. Ein anderer könnte vielleicht andere Vorstellungen von der künftigen Entwicklung unserer Stadt haben“, sagt Sabine Biermaier (SPD). Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Dieter Riese hatte Beelitz „noch nie einen besseren Bürgermeister“. Knuth sei bei den Beelitzern sehr beliebt. „Im Wahlkampf 2010 hatten wir ihn sogar mit nominiert“ erinnert Riese.

Damals ging es um einen Politikwechsel

Auch die Linken unterstützen die Politik des Bürgermeisters. „Ich wüsste niemanden, der dieses Amt jetzt übernehmen könnte. Ich hätte jedenfalls keine Ambitionen“, meint Fraktionschef Peter Koppenhagen. Die Mitglieder seiner Partei seien aufgerufen, auf jeden Fall am Sonntag zur Wahl zu gehen. Stadtverordnetenvorsteherin Kathrin Wiencek (Unabhängiges Kommunalbündnis) möchte ebenfalls nicht mehr Bürgermeisterin werden. Vor acht Jahren trat sie gegen Knuth an, musste sich aber mit 188 Stimmen (3,4 Prozent) begnügen. „Damals ging es um einen Politikwechsel. Mit Bernhard Knuth hat sich eine sehr gute vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den Stadtverordneten entwickelt. Unsere Fraktion hat seine Wiederwahl selbst vorgeschlagen“, erklärt Wiencek heute.

Keine andere Fraktion wie die GFT (Grüne/FDP/Einzelbewerber Gerhard Thiele) hat die Vorschläge und Entscheidungen des Bürgermeisters so oft kritisiert. Die Neuwahl des Stadtoberhauptes wäre für sie jetzt eine Gelegenheit gewesen, Veränderungen herbeizuführen. Doch auch die GFT hat diese Chance nicht genutzt und einen Bewerber ins Rennen geschickt. Zu den Gründen will sich Fraktionsmitglied Elke Seidel (Bündnis 90/Grüne) nicht äußern.

Mehr als elf Millionen Euro in die Bildungsstruktur investiert

In der Tat hat Beelitz mit Bernhard Knuth einen kräftigen Entwicklungsschub erhalten. Sein Wahlversprechen, das Eingangstor zur Stadt an der Kreuzung Berliner-/Clara-Zetkin-Straße zu einem attraktiven Empfangsportal zu machen, ist fast eingelöst. Das ehemalige Hotel Wehner präsentiert sich jetzt mit schmucker Fassade, im Haus gegenüber hat sich ein Fahrradhändler eingerichtet. Der ehemalige Blumen-Pavillon an der Kreuzung hat sich in ein Genuss-Eck verwandelt. Am früheren Deutschen Haus wird fleißig gearbeitet. Es soll ein kultureller Treffpunkt der Beelitzer werden.

Als Bernhard Knuth Bürgermeister wurde, bangte die Solar-Oberschule in Beelitz gerade um ihre Existenz. Mehr als elf Millionen Euro hat die Stadt in den vergangenen acht Jahren in die Bildungsstruktur investiert. Heute sind die vier Schulstandorte in Beelitz und Fichtenwalde nicht nur gesichert. Die Stadt muss weitere Schulen und Kitas bauen lassen, um den künftigen Bedarf infolge des anhaltenden Zuzugs decken zu können. „Das Allerwichtigste für mich ist, dass sich unsere Menschen in Beelitz wohlfühlen und gern in ihrer Stadt leben“, sagt der Bürgermeister. Das ist auch sein Anspruch an den Bauherrn in Beelitz-Heilstätten, der in dem letzten, noch weitestgehend ungenutzten Teil des ehemaligen Klinikgeländes einen ganzen Stadtteil neu errichten wird. Zur Krönung seiner ersten Amtszeit holte Bernhard Knuth die Landesgartenschau für 2022 in die Ackerbürgerstadt, die als solche heute kaum noch zu erkennen ist.

Für Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis Beelitz) ist es das Wichtigste, dass die Beelitzer gern in ihrer Stadt und den Ortsteilen leben und sich darin wohlfühlen. Quelle: dpa

Kritiken, der Bürgermeister würde sich überwiegend seinem Lieblingsthema Kultur widmen und andere Bereiche vernachlässigen, weist der 55-Jährige zurück. „Wenn das so wäre, hätten mich längst andere Leute aus dem politischen Raum ablösen wollen. Ich weiß schon ganz genau, wohin ich mit Beelitz will“, versichert der Verwaltungschef. Die Kunst, eine Stadt zu führen, bestünde unter anderem auch darin, trotz eines festen Leitbildes auf aktuelle Ereignisse und Entwicklungen fördernd zu reagieren.

Die folgenden acht Jahre werden sich die Parteien und Wahlbündnisse allerdings einen würdigen Nachfolger heranziehen müssen. Schon jetzt weiß Bernhard Knuth, dass er danach in die zweite Reihe treten und sich ehrenamtlich für die Stadt engagieren will. „Irgendwann muss man in sich gehen und sich eingestehen, dass die Stadt dann frischen Wind braucht.“

Trotz einziger Kandidatur sieht Knuth dem Sonntag gespannt entgegen. „Ich wünsche mir nur, dass die Beelitzer zur Wahl gehen und ich das Ergebnis von 2010 noch einmal erreichen kann – knapp 64 Prozent.“

Von Heinz Helwig

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