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Bürgerservice: Amtsstube direkt vor der Tür

Bobile Verwaltung in Brück Bürgerservice: Amtsstube direkt vor der Tür

Die Außensprechstunden der Brücker Amtsverwaltung werden gut angenommen. Seit einem Jahr finden sie als Mobiler Bürgerservice in Borkheide und Golzow statt. Nutzer loben den kurzen Weg, auf dem sich einige Dienstleistungen direkt vor der Haustür erledigen lassen.

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Mobile Amtsstube: Anette Cerull meldet bei René Hadlich in Borkheide ihren neuen Wohnsitz an.

Quelle: Claudia Hobohm

Brück. Nach einem Jahr mobilem Bürgerservice sieht die Amtsverwaltung Brück jetzt eine positive Bilanz. „Die Außensprechstunden in Borkheide und Golzow werden gut angenommen“, berichtet Claudia Hobohm. Das Jahr über nutzten Bürger in insgesamt 280 Angelegenheiten das Angebot direkt vor ihrer Haustür, teilte die Sprecherin der Amtsverwaltung auf MAZ-Nachfrage mit. In den meisten Fällen ging es um Anträge und die Ausgabe von Personalausweisen und Reisepässen sowie um Ummeldungen des Wohnsitzes. Derzeit nutzen viele Bürger auch die Möglichkeit in laufenden Volksbegehren Position zu beziehen. So wie Chris Helmhold bei einer Sprechstunde in Borkheide.

Jeden Mittwoch geht René Hadlich vom Brücker Amtsgebäude aus auf Landpartie. Im Gebäck hat der Mitarbeiter des Ordnungsamtes seinen mobilen Technikkoffer und Formulare. Laptop, Fingerabdruck-Scanner und Tablett-Computer für elektronische Unterschriften sind sogleich auf dem Behelfschreibtisch im Domizil der Borheider Feuerwehr am Kirchanger aufgebaut. Die ersten Bürger sind an diesem Mittwoch bereits da, um ihren Behördengang zu erledigen.

Zwei Ortstermine am Mittwoch

Im mobilen Bürgerbüro entfielen von 280 Fällen im ersten Jahr 163 auf Personalausweise, 28 auf Reisepässe, 29 auf Ummeldungen, neun auf Führungszeugnisse und Gewerberegisterauszüge, sechs auf Beglaubigungen sowie zwölf auf Meldungen von Hundehaltern.

Die Sprechzeiten in Borkheide sind mittwochs von 9 bis 11 Uhr in der Feuerwehr Borkheide, Kirchanger 4, und ab Mai im neuen Gemeindehaus.

In Golzow findet die Sprechstunde mittwochs von 13 bis 15 Uhr im Kindergarten „Kleine Strolche“, Lehniner Straße 11, statt.

Neue Reisepässe sollen es für Dietmar Baar und seine Frau sein. Die beiden kamen aus Borkwalde. „Ich habe in der Amtsverwaltung von diesem Service erfahren“, erzählt Baar. „Ist eine tolle Sache – zumindest, wenn die Technik mitmacht“, sagt der Nutzer. Klaus-Peter Wagner ist gekommen, um seinen Personalausweis abzuholen. „Als Paket ist das eine gute Sache, gerade für ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen. So muss ich nicht extra nach Brück fahren“, sagt der Borkheider.

Gestartet war der Mobile Bürgerservice vor einem Jahr als gefördertes Modellprojekt. Das Land Brandenburg hatte die Neuerung mit 15 000 Euro gefördert. Nach der Stadt Wittstock war Brück die zweite Kommune im Land mit einem solchen mobilen Büro. Es muss besondere Anforderungen zur Sicherheit für die elektronische Datenübertragung erfüllen.

Eine zunächst erwogene Aufstockung des Angebotes stehe derzeit nicht zur Debatte. „Es wird bei den zwei Anlaufpunkten und den Servicezeiten bleiben“, sagt Claudia Hobohm. Derzeit ist der Andrang in Borkheide größer als in Golzow, wo René Hadlich am Nachmittag sein mobiles Büro im Kindergarten aufbaut. Die Altersstruktur der Nutzer sei gemischt. Doch kommen in Borheide eher ältere, in Golzow indes ausgewogen ältere und jüngere Bürger, erzählt Hadlich. „Vielleicht liegt das an der Sprechstunde in der Kita“, vermutet der mobile Verwaltungsmitarbeiter. Bei ihm können Bürger auch einen Hund an- oder abmelden, Formulare erhalten oder sich generell bei Antragsfragen Hilfe holen. Per Mobiltelefon steht bei Bedarf der direkt Kontakt zu Kollegen am Hauptsitz der Verwaltung.

Andrang in Borkheide größer als in Golzow

Stark nachgefragt sind Ummeldungen des Wohnsitzes. Ganz neu nach Borkheide gezogen ist Anette Cerull. Gerade hat sie sich ein Häuschen in der Waldgemeinde gekauft. „Ich habe seit mehr als 20 Jahren in Berlin gewohnt, jetzt zieht es mich ins Grüne“, erzählt sie. „Auch meinem Sohn wird es hier gefallen. Hier leben ja zahlreiche Familien und die Verkehrsanbindung nach Berlin ist optimal“, sagt die Zuzüglerin. Sie ist beeindruckt vom Mobilen Bürgerservice, „für den man nicht mal einen Termin braucht, so wie in den Berliner Bürgerämtern“. Zur Begrüßung erhält sie von René Hadlich gleich noch die Informationsbroschüre über das Amt Brück, um sich über ihre neue Heimat zu informieren.

Dann heißt es, „der Nächste bitte“. Einige Bürger nutzen das Angebot des Amtes Brück an dem Tag zum ersten Mal. Andere sind bereits Wiederholungstäter. „Ich komme öfter her, um mir eine Unterschrift zu holen oder ein Schreiben beglaubigen zu lassen“, erzählt Wilfried Seewald. „Das ist praktischer für mich und ich spare Spritgeld“, erzählt der Borkheider.

Von Thomas Wachs

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