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Bundeswehr hilft Familien der Soldaten

Beelitz Bundeswehr hilft Familien der Soldaten

Die Familienbetreuungsstelle des Logistikbataillons 172 in Beelitz betreut die Angehörigen der Soldaten, die sich im Auslandseinsatz befinden. Sie ist eine der 50 Anlaufpunkte in der Bundeswehr für die Familien. Mindestens die Hälfte aller Soldaten in Beelitz, die erstmals ins Ausland gehen, nehmen dieses Angebot an, sagt Leiter Hauptmann Kristian Berndt.

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Hauptmann Kristian Berndt (r.) und Oberfeldwebel Philipp Schuhmann leiten die Familienbetreuungsstelle des Logistikbataillons der Bundeswehr in Beelitz.

Quelle: Heinz Helwig

Beelitz. Etwa 90 Rekruten aus dem Logistikbataillon in Beelitz, dem Wachbataillon in Berlin und einem Bataillon aus Storkow legten am Donnerstagnachmittag auf dem Platz vor der Stadtpfarrkirche in Beelitz ihr Gelöbnis für den Dienst in der Bundeswehr ab. Für sie und ihre Angehörigen hatte die Familienbetreuungsstelle der Bundeswehr in Beelitz in der Hans-Joachim-von-Zieten-Kaserne einen Familientag organisiert. Die Angehörigen der Rekruten, von denen 26 Soldaten und Soldatinnen in Beelitz dienen werden, lernten den militärischen Alltag und die Ausstattung der Armee kennen. Die Familienbetreuungsstelle informierte dabei auch über ihre eigene Arbeit mit Angehörigen, deren Familienmitglied im Auslandseinsatz sind.

„An den Einsatzorten sollen sich die Soldaten uneingeschränkt auf ihre Aufgaben konzentrieren können, ohne sich um ihre Angehörigen sorgen zu müssen“, sagt Hauptmann Kristian Berndt. Gemeinsam mit dem Oberfeldwebel Philipp Schuhmann und weiteren drei Soldaten kümmert sich Berndt derzeit um 177 Familien. Mindestens die Hälfte aller Soldaten, die erstmals ins Ausland gehen, nehmen das freiwillige Angebot der Bundeswehr gern an. Nach wiederholten Einsätzen gäbe es kaum noch Betreuungsbedarf. „Bei Fragen können die Angehörigen aber jederzeit mit uns in Kontakt treten“, versichert Berndt.

Die etwa einjährige Betreuung beginnt acht Wochen vor dem geplanten Einsatz mit einem Schreiben an die Familie und endet in der Regel acht Wochen nach der Rückkehr des Soldaten. Dabei muss die Familie einen konkreten Ansprechpartner benennen. Ausschließlich er erhält eine Mappe mit Unterlagen der Betreuungsstelle und später alle Informationen über den Verwandten im Ausland. Kommt dieser aus einem anderen Bundesland, kann seine Familie auch dort durch die örtliche Betreuungsstelle oder das übergeordnete Familienbetreuungszentrum der Bundeswehr betreut werden. „Der Bedarf hat in den vergangenen zwei Jahren zugenommen“, meint Berndt.

Mindestens einmal im Monat lädt Oberfeldwebel Schuhmann die Familien an einem Wochenende zu einer gemeinsamen Veranstaltung oder einem Ausflug ein. Die Treffen beginnen stets mit einer kurzen Vorstellung der Familienbetreuungsstelle und Infos über die Einsatzländer. „Wir haben auch schon Skype-Schaltungen zu Familienangehörigen in den Einsatzorten ermöglicht“, sagt Schuhmann. Einen „Tag der Bundeswehr“ wird es am 10. Juni in Storkow geben, und im August ein Kinderwochenend-Camp ohne Eltern in der Kaserne in Beelitz. Im September steht ein Ausflug zur Bundeswehr in Warnemünde auf dem Programm.

„Gerade junge Lebenspartner, die keine weiteren Angehörigen in der Nähe haben, sind über die Gemeinschaft froh“, so Schuhmann. Viele würden sich nach dem Kennenlernen auch untereinander helfen. Zuweilen unterstützt die Bundeswehr mit Soldaten die Familien, beispielsweise bei einem Umzug.

Der Wunsch nach einer Betreuung der Angehörigen war 1993 von Soldaten geäußert worden, die in den ersten Somalia-Einsatz gegangen waren. Darauf hin waren 2001 professionelle Familienbetreuungszentren aufgebaut worden.

Das leitende Familienbetreuungszentrum befindet sich in Geltow

Bundesweit gibt es derzeit 31 Familienbetreuungszentren und etwa 50 Familienbetreuungsstellen der Bundeswehr.

Das leitende Zentrum befindet sich am Standort des Einsatzführungskommandos in der Henning-von-Tresckow-Kaserne im Geltower Siedlungsteil Wildpark-West.

Schirmherrin der Familienbetreuung ist Martina de Maizière.

Von Heinz Helwig

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