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Bundeswehr räumt Kaserne für Flüchtlinge

Flüchtlingsheim statt Truppenlager Bundeswehr räumt Kaserne für Flüchtlinge

Die Welle von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Trainingsbetrieb der Bundeswehr. Wie das? Die Kaserne auf dem Truppenübungsplatz Klietz fällt als Truppenlager weg. Dafür wird das Gebäudeensemble für die Aufnahme von 700 Menschen hergerichtet. Erste Verbände weichen für Übungen nach Altengrabow aus.

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Die Bundeswehr bereitet sich in Klietz auf die Ankunft von 700 Flüchtlingen vor.

Quelle: Anke Schleusner-Reinfeldt

Altengrabow. Die anhaltende Welle von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Trainingsbetrieb der Bundeswehr. Wie das? Die gerade erst sanierte Kaserne auf dem Truppenübungsplatz Klietz fällt ab sofort als Truppenlager weg. Dafür wird das Gebäudeensemble für die Aufnahme von 700 Menschen hergerichtet. Der Bund folgt mit dieser Entscheidung einem Amtshilfeersuchen des Landes Sachsen-Anhalt. Im Rahmen eines so genannten Mitnutzungsvertrages soll die Kaserne zunächst für zwei Jahre als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt werden.

Der Altengrabower Platzkommandant Eugen Poch spricht vor Bürgermeistern der Nachbarkommunen

Der Altengrabower Platzkommandant Eugen Poch spricht vor Bürgermeistern der Nachbarkommunen.

Quelle: Piotr Varanko

Der Übungsbetrieb selbst soll in Klietz weitergehen. Allerdings müssen anreisende Truppenteile für die Quartiermachung auf den Biwakplatz bei Großwudicke ausweichen. Eine Lösung, die offenbar nicht für alle Verbände in Frage kommt. „Es gibt erste Umbuchungen nach Altengrabow“, sagte der dortige Platzkommandant Eugen Poch der MAZ.

Vier Plätze im Verbund

Klietz und Altengrabow gehören zusammen mit Lehnin und Oberlausitz zur Truppenübungsplatzkommandantur Ost. Auch deren Kommandeur Michael Vormwald geht davon aus, das vorerst nicht mehr so viele Einheiten nach Klietz kommen werden. Vormwald nahm den 200 Zivilbeschäftigten die Sorge, dass sie womöglich nicht mehr gebraucht oder versetzt werden.

In Altengrabow informierte Platzkommandant Poch die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden im Jerichower Land und in Potsdam-Mittelmark beim jüngsten Nachbarschaftstreffen über die Entwicklung in Klietz. Dazu gehörte eine Klarstellung des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, wonach entgegen anfänglicher Meldungen in verschiedenen Medien nicht an eine Aufgabe des Klietzer Übungsplatzes gedacht ist. Ob der Flüchtlingsstrom Auswirkungen auf weitere Objekte im Rahmen des Platzverbundes haben könnte, ist derzeit unklar. Oberstleutnant Poch hält jähe Wendungen nicht für ausgeschlossen. „Klietz ist wohl nicht das Ende der Fahnenstange. Bekommen wir neue Aufgaben gestellt, werden wir uns ihnen auch in Altengrabow stellen müssen.“

Mit großem Kaliber

Vorerst jedoch konzentriert sich die Bundeswehr auf die Umsetzung eines 30-Millionen-Euro schweren Investitionsprogramms für den Truppenübungsplatz, der sich zu einem Drittel über Potsdam-Mittelmark erstreckt. Die Unterbringungskapazität für die übende Truppe wird von 550 auf 900 Betten aufgestockt. Für Wache und Feuerwehr gibt es Neubauten. Die neue Zufahrtsstraße ist fertig. Ab 2016 soll in Altengrabow noch häufiger mit größerem Kaliber geschossen werden.

Von Frank Bürstenbinder

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