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Potsdam-Mittelmark Bunte Bilderbücher auf der Leinwand
Lokales Potsdam-Mittelmark Bunte Bilderbücher auf der Leinwand
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16:47 16.02.2016
Kino-Fans Elen Wolschke aus Borkheide mit ihrer Tochter Pia-Jolie und Judith Hecht aus Borkwalde mit ihrer Tochter Maria (von links). Quelle: Johanna Uminski
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Borkwalde

Gespannt schauen Maria, Dominik, Johannes und Maja auf die Leinwand in der Borkwalder Bibliothek. In der Geschichte „Pippilothek?“ von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer hat es der Fuchs nämlich auf die kleine Maus abgesehen. „Jetzt habe ich dich“, zischt der Fuchs. Rechtzeitig kann das Nagetier durch ein offenes Fenster verschwinden und sich vor dem listigen Fuchs in Sicherheit bringen. Doch so schnell lässt sich der Rotfuchs nicht abwimmeln und zwängt sich durch das Fenster hinunter in den Keller des Gebäudes. Am Ende landen beide in einer Bibliothek. Im Laufe der Geschichte wird den kleinen Zuhörern klar, dass der Fuchs nicht lesen kann. Dafür aber die kleine Maus. Es entsteht eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Tieren.

Lieben Bücher (von links hinten): Marlen Haseloff aus Brück (Mutter von Maria und Johannes), Maria (3 Jahre), Pia-Jolie (4 Jahre), Elen Wolschke aus Borkheide (Mutter von Pia-Jolie), (von links vorne) Maria (5 Jahre), Dominik (7 Jahre), Johannes (5 Jahre) und Maja (6 Jahre). Quelle: Johanna Uminski

Auf spielerische Art und Weise lernen die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren an zwei Nachmittagen im Monat durch das Bilderbuchkino, was eine Bibliothek ist. Am Dienstag war es wieder so weit. Auch Fragen rund um die Ausleihe stehen dabei immer im Mittelpunkt. Dass dieses Konzept seine Wirkung nicht verfehlt, sieht man nicht nur an den strahlenden Augen der Kinder.

Kinder kommen gerne wieder

„Ich fand den Fuchs cool, weil er so viele Bücher auf dem Kopf hatte“, sagt Johannes (5). Auch der dreijährigen Maria hat die Geschichte sehr gut gefallen. „Ich fand die Geschichte sehr lustig und die Maus so niedlich“, betont Dominik (7). Die kleinen Besucher sind bereits zum zweiten Mal dabei und erhalten am Ende auch diesmal wieder Stempel auf ihren Bibliotheksausweis. Tolle Geschenke gibt es obendrein: einen Becher, ein kleines Buch und eine kleine Leselampe.

Nächstes Bilderbuchkino im April

Gestartet ist das Bilderbuchkino bereits im September 2014. Zunächst fand das Projekt nur in Brück statt, später dann aber auch in Borkwalde.

120 Kinder besuchten seitdem das besondere Angebot.

Nadine Wilke vom Familienzentrum, Bibliothekarin Heike Brück und Jugendkoordinatorin Wenke Hanack begleiten die Aktion, die vom Bundesprojekt Kultur macht stark des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt wird.

Die Borkwalder Bibliothek in der Lehniner Straße 22 öffnet ihre Türen jeden Dienstag in der Zeit von 17 bis 19 Uhr.

Das Bilderbuchkino kommt wieder im April nach Borkwalde. Los geht es dann an zwei Dienstagen jeweils um 16 Uhr. Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine Voranmeldung gebeten. Dazu ist Nadine Wilke zu erreichen unter 0176/10 04 98 25.

Macher sind mit Resonanz des Bilderbuchkinos zufrieden

Dass Lesen besonders für Kinder sehr wichtig ist, weiß Marlen Haseloff, Mutter von Maria und Johannes. „Lesen bildet und hier werden die Kinder an die Bibliothek herangeführt“, sagt die Brückerin. Bei Familie Hecht aus Borkwalde wird zu Hause auch sehr viel gelesen. Oft sei es so, dass man ein gekauftes Buch nur einmal lese. Daher befürwortet die Mutter, Bücher auszuleihen. „Hier entdecken die Kinder den Spaß an Büchern“, sagt die 32-Jährige.

Finden die Bibliothek ganz klasse (von links): Johannes (5 Jahre) und Maria (3 Jahre) aus Brück. Quelle: Johanna Uminski

Mit der Resonanz auf das Bilderbuchkino-Projekt zeigt sich auch Wenke Hanack zufrieden. „Das Besondere am Bilderbuchkino ist, dass man direkt mit den Kindern in der Altersgruppe arbeitet“, betont die Jugendkoordinatorin des Amtes Brück , die bereits seit zwei Jahren in Brück das Projekt begleitet. Neben dem Bilderbuchkino, zuletzt am gestrigen Dienstag, können die kleinen Bibliotheksgäste auch basteln, lesen und spielen. „Das Besondere ist das Bilderbuchkino an sich“, sagt die Bibliothekarin Heike Brück, die den Kindern die Geschichte parallel zu den projizierten Bildern vorliest.

Von Johanna Uminski

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