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Bunte Exponate in Niemegker Kneipensaal

Einmaliges Lego-Museum Bunte Exponate in Niemegker Kneipensaal

Millionen bunter Steine ziehen im Saal des früheren Gasthauses „Lindenhof“ zu Niemegk jetzt die Blicke großer und kleiner Ausstellungsbesucher an. Der einzige zertifizierte Lego-Baumeister Deutschlands, René Hoffmeister, und sein Firmenpartnern Axel Al-Rubaie zeigen dort jetzt dauerhaft eine Ausstellung großer und einmaliger Exponate aus Lego-Bausteinen.

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René Hoffmeister (re.) und Axel Al-Rubaie präsentieren und reparieren im Kneipensaal ihre Lego-Modelle.

Quelle: Thomas Wachs

Niemegk . Im Kneipensaal auf eine bunte Weltreise gehen können Einheimische und Besucher jetzt in Niemegk. Dort verfügt das Fläming-Städtchen ab sofort unter anderem über einen großen Leuchtturm. René Hoffmeister und sein Firmenpartner Axel Al-Rubaie präsentieren in einer bislang einmaligen Ausstellung im Saal des einstigen Gasthauses „Lindenhof“ zudem das Brandenburger Tor, das Burj Al Arab als größtes Hotel der Welt, die New Yorker Freiheitstatue, den Parthenon-Tempel aus Athen und andere Sehenswürdigkeit aus der ganzen Welt. Allesamt entstanden als Unikate komplett aus tausenden Spielzeugbausteinen. Eine Ecke weiter laden bunte Ritterwelten, Piratenschiffe und Marterpfahl zu Abenteuern ein. Auch die Kunst kommt nicht zu kurz. Wie alles im Raum sind auch „Gemälde“ der alten Meister aus Lego-Steinen gefertigt worden.

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Eine Ausstellung großer und einmaliger Exponate aus Lego-Bausteinen ist ab sofort im Saal des früheren Gasthauses „Lindenhof“ in Niemegk zu sehen. Der einzige zertifizierte Lego-Baumeister Deutschlands, René Hoffmeister, und sein Firmenpartnern Axel Al-Rubaie zeigen dauerhaft ihre wechselnden Arbeiten aus Millionen bunter Plastiksteine.

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Die bunten Ausstellungsstücke sind Exponate, die die Lego-Experten der Niemegker Firma „Stein in Design“ für verschiedene Anlässe und Auftraggeber gefertigt haben. „Bislang standen sie immer irgendwie gestapelt in unserem Lager, das aus allen Näthen platzt“, erzählt Axel Al-Rubaie. „Hier im Saal haben wir nun auch viel Platz, um mal etwas zu reparieren“, sagt der Mitinhaber der 2009 gegründeten Firma. Sie wächst seither stetig. Inzwischen sind sechs Personen beschäftigt. Sie haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und basteln täglich an neuen Lego-Aufträgen. „Spannend für mich ist dabei auch schon immer die Recherche zu den immer wieder neuen Themen“, erzählt Axel Al-Rubaie. „Es macht Spaß, dazuzulernen. Das wollen wir auch den Kindern mit unseren Modellen vermitteln. Kleine Tafel beschreiben daher die Objekte und ihren Hintergrund“, sagt der Lego-Experte. Als gelernter Maschinenbauer mag er besonders die Architekturaufträge. Auf Wunsch seines Sohnes hat er unter anderem die Holländer-Windmühle aus Berlin-Britz mannshoch detailgetreu nachgebaut. Allein für ein kleines Fenster wurden dabei 130 Bausteine verwendet. Auch Portraits sind seine Spezialität. Vier bis fünf Tage reine Arbeitszeit gehen dabei dafür drauf, die rund 13 000 Steine pro Gemälde zu verbauen, erzählt der Bastler.

Einziger zertifizierter Lego-Baumeister Deutschlands

René Hoffmeister, der einzige offiziell von dem Spielzeughersteller zertifizierte deutsche Lego-Modellbauer ist indes für die Fantasie-Projekte mit verspielten Details zuständig. Aus den bunten Plastiksteinen machbar ist für das Team so gut wie alles. So haben die Tüftler kürzlich zum berühmten 24-Stunden-Autorennen von Le Mans aus 380 000 Steinen die Hälfte eines Porsche-Rennwagens gestaltet (die MAZ berichtete). Der imposante Flitzer geht nun mit dem Rennzirkus um die Welt. In das neue Niemegker Lego-Museum wird das Prachtstück jedoch nie zurückkehren. Es ist verkauft und bekommt später seinen Platz im Porsche-Museum in Zuffenhausen bei Stuttgart.

Neue Großaufträge am Haken

In Niemegk tüfteln die Legobauer unterdessen bereits auch an einem neuen Auto im Maßstab 1:2. „Ein Hersteller hat es für die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main bestellt“, verrät René Hoffmeister. Im alten Bahnhof von Niemegk, den die Tüftler zum Firmensitz ausbauen, fehlt längst der Platz für die immer umfangreicher werdenden Aufträge. Das Angebot von Fleischermeister Christopher Zimmermann aus Görzke, der das Gasthaus „Lindenhof“ in Niemegk jetzt als Fleischereigeschäft mit Imbiss-Lokal betreibt, kam den Lego-Tüftlern deshalb gelegen. Sie beleben den an den meisten Tagen des Jahres zuletzt ungenutzten Saal mit der nach ihren Angaben europaweit einmaligen Ausstellung.

Ausschließlich Unikate zu sehen

Der Niemegker René Hoffmeister ist einer von weltweit zwölf vom Spielzeughersteller „Lego“ offiziell zertifizierte professionelle Lego-Bauer.

Das Hobby zum Beruf gemacht hatte er im Jahr 2000. Sech Jahre später 2006 kam Axel Al-Rubaie dazu. Beide gründeten 2009 gleichberechtigt die Firma „Stein in Design“.

Im Niemegker Lego-Museum sind ausschließlich Unikate zu sehen. Sie werden derzeit in 35 Vitrinen gezeigt. Hinzu kommen 20 Großmodelle sowie 30 von insgesamt 50 verfügbaren Nachbildungen von Gemälden.

Verbaut wurden für die Ausstellungsstücke rund drei Millionen, ausschließlich originale Bausteine aus dem Lego-Sortiment.

Besichtigt werden kann die Ausstellung im ehemaligem Gasthaus „Lindenhof“ an der Bahnhofstraße zu den Öffnungszeiten des Fleischereigeschäftes, montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie Sonnabend von 7 bis 12 Uhr.

Der Eintritt kostet per Kasse des Vertrauens zwei Euro pro Person.

„Nur zum Karneval und anderen Veranstaltungen müssen wir unsere Vitrinen und Exponate mal entfernen“, erzählt Axel Al-Rubaie. Das aber sei kein Problem. Immerhin sind die stattlichen Lego-Ausstellungsstücke auf leicht beweglichen Paletten und in Vitrinen montiert, die sich per Lastwagen flott zu den jeweilige Auftraggebern transportieren lassen. Das aktuell im Zentrum der Niemegker Ausstellung in 20 Vitrinen zu sehende Mittelalter-Thema zum Beispiel kam gerade aus einem Einkaufszentrum in Jena zurück. Jetzt warten die Schaustücke im Museums-Saal auf interessierte Besucher.

Von Thomas Wachs

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