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Eine fruchtbare Kooperation

Burgwall-Gymnasium Treuenbrietzen Eine fruchtbare Kooperation

Der Seminarkurs „Erneuerbare Energien“ am Burgwall-Gymnasium Treuenbrietzen soll die Schüler auf Studium und Beruf vorbereiten. Den idealen Kooperations- und Ansprechpartner für ihre Fragen rund um das Thema erneuerbare Energien fanden die Schüler quasi vor der Haustür: das energieautarke Dorf Feldheim.

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Unterricht in der Natur und bei den Windrädern.

Quelle: NEFF

Treuenbrietzen. Wo liegen die Vor- und Nachteile von Kleinwindkraftanlagen und was ist eigentlich ein „Mitmachenergiehaus“? Diesen und anderen Fragen gehen die Schüler des Treuenbrietzener Burgwall-Gymnasiums in ihrem Seminarkurs „Erneuerbare Energien“ auf den Grund. Den perfekten Ansprech- und Kooperationspartner fanden Lehrerin Kathrin Fritsch und ihre Truppe quasi vor der Haustür: das energieautarke Dorf Feldheim mit seinem eigenen Strom- und Wärmenetz. Der Ort erhielt bereits mehrere Auszeichnungen für sein Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien.

„Wir haben vom Verein ’Neue Energien Forum Feldheim’ tolle Unterstützung erfahren“, sagt Kathrin Fritsch. „Es gab eine Einführungsveranstaltung und wir waren gemeinsam am Grünen Lausitzring, wo die weltgrößte Windenergieanlage ihrer Art steht.“ Auch, wenn sie mal jemanden für einen Vortrag brauche – beispielsweise über den Aufbau einer Solarzelle – werde das zuverlässig vom Verein organisiert, sagt die Bio- und Chemielehrerin.

Experten erläutern den Schülern die Energieformen

Experten erläutern den Schülern die Energieformen.

Quelle: NEFF

Ein weiterer wichtiger Kooperationspartner ist der Projektverbund „kobra.net“, eine in Brandenburg ansässige gemeinnützige Gesellschaft. Sie fördert unter anderem Schulkooperationen mit außerschulischen Partnern – wie im Fall der Treuenbrietzener mit dem Dorf Feldheim. Über „kobra-net“ hat der Seminarkurs nicht nur Fördermittel der Technologie Stiftung Brandenburg erhalten, sondern beispielsweise auch einen Wasserstoffkoffer. Damit konnten die Schüler erforschen, wie man Wasserstoff als erneuerbare Energie selbst herstellen kann.

Der Seminarkurs sei „sehr informativ“ und das Wissen über erneuerbare Energien könne man „auch für private Zwecke gut gebrauchen“, findet der 19-jährige Tobias aus Badenitz. „Ich finde, da lernt man Sachen, die man wissen muss“, sagt der Schüler. Ein Studium in diesem Bereich könne er sich aber nicht vorstellen.

Ähnlich geht es seinem Sitznachbarn Oliver aus Buchholz. Der 17-jährige kann sich jedoch vorstellen, nach der Schule in den erhöhten feuerwehrtechnischen Dienst einzusteigen und auch da sei es wichtig, Wissen über Wasserkraft oder Photovoltaikanlagen mitzubringen, glaubt der Schüler. „Es könnte zumindest sein, dass ich dort mit diesen Themen konfrontiert werde und dann ist der Kurs eine gute Vorbereitung“, sagt er.

Exkursion nach Feldheim

Exkursion nach Feldheim.

Quelle: NEFF

Seit dem Schuljahr 2014/2015 ist die Einrichtung von Seminarkursen, die der Studien- und Berufsvorbereitung dienen, an Gymnasien und Gesamtschulen verbindlich. Den Treuenbrietzener Kurs „Erneuerbare Energien“ gibt es seit dem Schuljahr 2012/2013. Er geht jeweils über zwei Schuljahre. Im zweiten Jahr müssen die Schüler eine Facharbeit zu einem selbstgewählten Thema schreiben und präsentieren.

„Hier soll vor allem die Methodik geschult werden“, erklärt Kathrin Fritsch. „Die Schüler müssen selbst recherchieren und sich informieren, wie sie eine wissenschaftliche Arbeit schreiben.“ Ausgehend von ihrem Partner Feldheim und dem Leben vor Ort sind in diesem Jahr beispielsweise Arbeiten zum Thema „Das Mitmachenergiehaus – Ein Haus für alle“ und „Potenziale von Kleinwindkraftanlagen“ entstanden. Der Bau des autarken Mitmachenergiehauses, welches nur aus Naturbaurohstoffen besteht, soll noch in diesem Jahr beginnen.

Von Josephine Mühln

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