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Potsdam-Mittelmark Busfahrer beleidigt, gewürgt und beraubt
Lokales Potsdam-Mittelmark Busfahrer beleidigt, gewürgt und beraubt
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19:15 03.08.2016
Das Amtsgericht Potsdam ist im Justizzentrum an der Jägerallee untergebracht. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Teltow

Den jungen Mann, der ihn vor knapp einem Jahr angegriffen hat, chauffiert Richard B. noch heute regelmäßig von A nach B. Vor ein paar Tagen erst, sagt der Busfahrer, hätten sie beide bei so einer Gelegenheit über den Termin vor dem Potsdamer Amtsgericht gesprochen. Um so mehr sei er nun verwundert, dass Adrian B. zur Verhandlung nicht erschienen ist und sich auch nicht entschuldigt hat.

Die Anklagebank bleibt leer am Mittwochmorgen. Die Tatzeugen – insgesamt zwölf sind geladen worden – drehen wieder ab. Richterin Christine Rühl muss nun einen neuen Termin ansetzen, um zu klären, welche Strafe für das, was der 21-jährige Kleinmachnower verzapft hat, tat- und schuldangemessen ist.

Es ist kein Kavaliersdelikt, wofür Adrian B. angeklagt ist. Ihm werden tateinheitlich Raub, Körperverletzung, Beleidigung vorgeworfen.

Nach Ermahnung ausgerastet

Am 18. September 2015 ist er gegen 23.45 Uhr gemeinsam mit weiteren Jugendlichen in den 620er Bus vom S-Bahnhof Wannsee zum S-Bahnhof Teltow gestiegen. Weil einige der Jugendlichen im Bus Getränke konsumierten, forderte der Busfahrer sie mehrmals auf, dies zu unterlassen – die Angesprochenen reagierten aber nicht. Richard B. stoppte seinen Bus daraufhin an der Autobahnbrücke Stahnsdorfer Damm. In diesem Moment soll der Angeklagte zu ihm gegangen sein und ihm einen Schlag gegen den Kopf versetzt und gesagt haben: „Alter, du spinnst doch wohl!“ Laut Anklage hat Adrian B. den Busfahrer auch gewürgt. Er soll zudem derart kräftig gegen die Fahrerkabine getreten haben, dass ein Teil des Wechselgeldes aus der Kasse fiel. Adrian B. soll einen Teil davon vom Boden aufgeklaubt haben und damit verschwunden sein.

Erfolg im Täter-Opfer-Ausgleich

Vor dem Prozess hat bereits ein Täter-Opfer-Ausgleich stattgefunden – mit Erfolg. „Wir haben uns friedlich und vernünftig unterhalten“, sagt Richard B. vor Gericht. Der Angeklagte habe ihm zu erklären versucht, dass er psychische Probleme habe und deshalb zum Überreagieren neige. Er sei deshalb bereits in Behandlung. „Wir haben auch 14 Termine verabredet, an denen er zu mir kommt, um dabei zu helfen, den Bus sauber zu machen“, so Richard B. Der erste Arbeitseinsatz sei problemlos verlaufen. Einen zweiten habe man allerdings noch nicht vereinbart. „Offenbar“, so Richard B. „wollte er den Ausgang des Gerichtsverfahrens abwarten.“

Von Nadine Fabian

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