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Potsdam-Mittelmark Busfahrer lässt Schüler aussteigen
Lokales Potsdam-Mittelmark Busfahrer lässt Schüler aussteigen
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18:18 05.01.2018
Ein Schulbusfahrer hat Wildenbrucher Kinder vor die Tür gesetzt. Quelle: Archiv/ Symbolfoto DPA
Wildenbruch

Ein Busfahrer der Regiobus-Gesellschaft Potsdam-Mittelmark hat am Donnerstag in Wildenbruch drei Schüler und eine 16-jährige Praktikantin an der Haltestelle Waldheimstraße im Ort aus dem Schulbus wieder aussteigen lassen. Die Jugendliche und die drei Kinder waren um 14 Uhr an der Grundschule in den Bus eingestiegen. Sie wollten wie gewohnt in ihre Heimatorte Langerwisch beziehungsweise Wilhelmshorst zurückkehren. Als die Praktikantin überrascht feststellte, dass der Bus eine andere Route nahm, sprach sie den Fahrer darauf an. Dieser soll erklärt haben, nicht mehr nach Michendorf, Langerwisch und Wilhelmshorst zu fahren. Die Schüler sollten die reguläre Buslinie 608 nehmen. An der Haltestelle informierte die 16-Jährige, die als einzige ein Handy bei sich trug, den Schulhort von dem Vorfall. Der Hort wiederum bat die Eltern per Anruf, ihre Kinder von der Haltestelle abzuholen.

Thorsten Müller, Verkehrsleiter in der Regiobus-Gesellschaft, sagte dieser Zeitung auf Nachfrage, die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark, die für die Schülerbeförderung verantwortlich ist, habe zum Schulbeginn in diesem Jahr eine geänderte Schulbusroute bestellt. Demzufolge fährt der Sonderbus künftig nur noch durch Seddin zur Michendorfer Siedlung Six, die vom Linienverkehr nicht erreicht werden. Schüler nach Michendorf, Langerwisch und Wilhelmshorst sollen ab jetzt die öffentliche Linie 608 nehmen, die nur wenige Minuten vor dem bisherigen Schulbus fährt.

Die Kinder können den Linienbus allerdings nicht rechtzeitig erreichen, weil dieser schon drei Minuten nach dem Unterrichtsschluss von der Schule abfährt, sagen die Eltern. Für den einstündigen Hortaufenthalt bis zum nächsten Bus müssten sie die üblichen Beiträge entrichten. Die Eltern beunruhigt außerdem, dass auch fremde Personen den Linienbus nutzen oder die Kinder unwissentlich bis nach Potsdam fahren könnten.

Von Heinz Helwig

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