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Potsdam-Mittelmark Bußgeldstreit: Ex-Justiziar muss nichts zahlen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bußgeldstreit: Ex-Justiziar muss nichts zahlen
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16:37 08.04.2016
Joachim Dyllick an der Fußgängerampel, die zu einer Bushaltestelle führte, die es seit fast sieben Jahren nicht mehr gibt. Quelle: J. Steglich
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Wilhelmshorst

Vorläufiges Ende einer kuriosen Geschichte: Der Wilhelmshorster Joachim Dyllick muss kein Bußgeld für zu schnelles Fahren auf der B 2 zahlen. Der frühere Justiziar Potsdam-Mittelmarks war am Sago-Gelände geblitzt worden, ging gegen den Bußgeldbescheid vor und förderte bei seinen Recherchen auch Kurioses zutage. Seine Verteidigungsstrategie stützte er auf die Annahme, dass die Tempo-70-Schilder für den Bereich wegen einer Fußgängerampel aufgestellt wurden, die wiederum Leuten den gefahrlosen Gang über die B 2 zu einer Bushaltestelle ermöglichen sollte. Die Haltestelle gibt es aber seit sieben Jahren nicht mehr, die Ampel führt ins Nirgendwo.

Das Potsdamer Amtsgericht, wo der Streit landete, stellte nun fest, dass es für die Tempo-70-Schilder gar keine verkehrsrechtliche Anordnung gibt. Zumindest ist keine zu finden. Das Gericht stellte das Verfahren diese Woche ein:  Dyllick muss kein Bußgeld wegen Tempo-Überschreitung zahlen, die Kosten des Verfahrens trägt die Landeskasse. „Für die Schilder müsste erst einmal eine Anordnung erlassen werden, theoretisch könnten sie dort 100 fahren“, sagte er.

Von Jens Steglich

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