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Butzow feiert die Hubertusmesse in der Kirche

Potsdam-Mittelmark Butzow feiert die Hubertusmesse in der Kirche

Für Pfarrerin Johanna Martina Rief ist das letzte Berufsjahr angebrochen – und auch eine Zeit, in der sie viele Gottesdienste in ihrem Pfarrsprengel Päwesin zum letzten Mal versieht. Dazu zählte am Sonntag die Hubertusmesse in der Butzower Dorfkirche. Der Gottesdienst, dem der Schutzpatron der Jäger vorangestellt ist, wird seit fünf Jahren in Butzow gefeiert.

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Die Brandenburger Jagdhornbläser halfen bei der Gestaltung der Hubertusmesse in Butzow.

Quelle: Christine Lummert

Butzow. Für Pfarrerin Johanna Martina Rief ist das letzte Berufsjahr vor dem Ruhestand angebrochen und damit auch eine Zeit, in der sie viele besondere Gottesdienste in ihrem großen Pfarrsprengel Päwesin zum letzten Mal im aktiven Dienst versieht.

Dazu zählte am Sonntag die Hubertusmesse in der Butzower Dorfkirche. Der Gottesdienst, dem der heilige Hubertus, der Schutzpatron der Jäger, vorangestellt ist, wird seit fünf Jahren in Butzow gefeiert und soll auch in Zukunft weitergeführt werden. Die Initiative dazu kam aus dem Kreis des Fördervereins Butzower Dorfkern, dessen Vorsitzender Bernhard Weise mit der Idee an Pfarrerin Rief herantrat. „Bevor ich die Pfarrstelle in Päwesin angetreten habe, war ich immer nur in Stadtgemeinden aktiv und dort spielten Hubertusmessen keine Rolle“, erklärte Rief.

Deshalb musste im Vorlauf zum ersten Gottesdienst dieser Art in Butzow ein bisschen Inspiration her. „Wie die Bezeichnung Hubertusmesse schon sagt, stammt diese eigentlich aus katholischer Tradition und ist in vielen Variationen zu finden, unter anderem als Freiluftmesse oder im engen Verbund mit jagdlichen Veranstaltungen“, sagte Rief. In Butzow wird ganz klassisch in der Kirche Gottesdienst gefeiert, die zu diesem Anlass mit jagdlichen und Naturmotiven ausgeschmückt ist. „Die Beteiligung der Gemeinde steht im Mittelpunkt.“

Der gemeinsame Gesang zur Orgelbegleitung und das Austeilen eines ökumenischen Abendmahls in Form von Brot und Trauben, an dem sich auch Konfessionslose beteiligen konnten, bildeten den Rahmen. Im Anschluss an den Gottesdienst stand zudem ein gemeinsames Mittagessen mit Wildgulasch auf dem Plan.

Für die waidmännischen Anklänge sorgte die Jagdhornbläsergruppe Brandenburg, die den ganzen Gottesdienst nicht nur melodisch vor der Kirche einleitete und mit einem kleinen Programm beschloss, sondern auch mit liturgischen Liedern begleitete. Nicht zuletzt dieser musikalische Höhepunkt sorgte für eine volle Kirche, die bis auf den letzten Platz besetzt war.

In ihrer Predigt stellte Pfarrerin Rief unter anderem die Verantwortung eines jeden Menschen in den Mittelpunkt, wenn es darum geht, sorgsam mit Natur und Umwelt umzugehen.

Jäger stehen oft in der Kritik – oft auch zu Unrecht. Wer sich den heiligen Hubertus als Schutzpatron aussucht, der verbindet damit auch dessen Wandlung vom leidenschaftlichen Jäger, der ohne Rücksicht auf Verluste handelt, hin zum Waidmann, der Hege und Pflege der Natur und Geschöpfe in den Vordergrund stellt.

Die wenigsten sind heute mit dem Gewehr auf der Pirsch unterwegs, aber den Gedanken der Jagd, den Hubertus vor seine Wandlung verkörperte, leben viele heute noch, wenn sie auf Schnäppchenjagd im Supermarkt an der Fleischtheke stehen. Ein bisschen Besinnung auf das eigene Tun und der Respekt vor allen Kreaturen sollten dabei wieder mehr in Mittelpunkt rücken.

Von Christine Lummert

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