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CDU-Kandidat lässt Partei auf Wahlplakat weg

Bürgermeisterwahl in Stahnsdorf CDU-Kandidat lässt Partei auf Wahlplakat weg

Da fehlt doch was. Ein Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) geht mit einem kuriosen Plakat auf Stimmenfang. Daniel Mühlner lässt darauf die Partei weg. Absichtlich. Der Politiker orientiert sich an einem großen Wahlkampf-Vorbild.

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„Bürgermeister“ Mühlner

Quelle: H. Helwig

Stahnsdorf. Für den Bürgermeisterkandidaten Daniel Mühlner ist der Kampf um den Chefsessel im Stahnsdorfer Rathaus offenbar schon vor der Wahl am 17. April gewonnen. „Daniel Mühlner“ und „Bürgermeister“ steht schlicht auf den unterschiedlichen Doppel-Wahlplakaten in der Gemeinde, so, als ob sich die Stahnsdorfer den Weg in die Stimmlokale von vornherein sparen können. Dass der freundliche Mann auf dem Foto von der CDU in den Ring geschickt wird, erfährt der Wähler erst, wenn er der angegebenen Internetadresse folgt und auf Mühlners persönlicher Webseite landet.

Wo ist der Hinweis auf die CDU

Wo ist der Hinweis auf die CDU? „Im Design“, sagt Daniel Mühlner.

Quelle: Heinz Helwig

Kein Fehldruck, sondern bewusstes wahlkampfstrategisches Kalkül, kommentiert der kürzlich wiedergewählte CDU-Ortsverbandschef und Fraktionsvorsitzende seine Werbung. „Jeder weiß, woher ich komme und wo ich meine politische Heimat habe. Es ist ja auch eine Personenwahl ohne eine Zweitstimme.“ Der Titel und das Stahnsdorfer Logo würden symbolisieren, „was ich in den nächsten acht Jahren gern machen und für wen ich mich einsetzen möchte.“ Im gesamten Design, in den Farben und der Schrift würde CDU drinstecken, meint Mühlner. Dann muss man das natürlich auch nicht extra draufschreiben.

CDU nimmt „ein paar Anleihen“ bei amerikanischen Wahlkämpfen

CDU-Fraktionssprecher Wolfgang Brenneis spricht von „neuen Wegen“ im Wahlkampf, mit denen der Ortsverband „die Leute ein bisschen frischer“ ansprechen will. „Ein paar Anleihen“ habe die CDU bei Wahlkämpfen in den USA genommen, wo auf den Plakaten der Kandidaten auch nicht immer die Partei stehe. Mit dem Mühlner-Poster wolle der Ortsverband eine Botschaft aussenden, die sich „in den Köpfen einprägen“ soll, so Brenneis. „Wir haben das beste politische Angebot und den besten Mann am Start, der das auch machen möchte. Wir sind genauso überzeugt, dass unser Plakat den besten Inhalt hat.“ Brenneis bestätigt, dass das Wahlkampfteam das Design vom Landesverband der CDU übernommen hat. Das Plakat habe auch im Ortsverband unterschiedliche Reaktionen ausgelöst, sei aber letztendlich doch überwiegend positiv aufgenommen worden.

Eine gesetzliche Vorschrift über den Inhalt von Wahlplakaten gebe es nicht, sofern Bild und Text nicht volksverhetzend sind, sagt Potsdam-Mittelmarks Kreiswahlleiterin Kerstin Kümpel. Wahlplakate dürften nur nicht vor Kreuzungen und Einmündungen aufgehängt werden und in ihrem Design und ihren Farben nicht mit Verkehrszeichen verwechselbar sein.

Von Heinz Helwig

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