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Potsdam-Mittelmark CVJM lädt zum Jugendgottesdienst ein
Lokales Potsdam-Mittelmark CVJM lädt zum Jugendgottesdienst ein
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02:15 26.02.2017
Jugendliche des Christlichen Vereins Junger Menschen Groß Kreutz bei einem Filmprojekt. Quelle: Privat
Götz

Ein Gottesdienst am Sonntag um 10.30 Uhr? „Da kriegt man keinen Jugendlichen aus dem Bett.“ Das sagt einer, der sich schon von Berufs wegen mit dem Biorhythmus von jungen Leuten auskennt: Sascha Hartwig ist Jugendreferent beim Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) in Groß Kreutz. Natürlich lädt er zum Jugendgottesdienst am Samstag in Götz dann ein, wenn Heranwachsende ohnehin los ziehen würden zu Partys – abends. Vier solcher Andachten gibt es im Jahr.

Zwischen 40 und 60 Jugendliche erwarten Hartwig und sein Team. „Und wenn ein Großvater mit seinem Enkel dazukommt, wäre das auch super schön.“ Die Angebote des CVJM richten sich an Jugendliche. „Häufig haben wir mit dem Vorurteil zu kämpfen, dass wir mit der Bibel kommen und die jungen Leute damit erschlagen“, sagt Hartwig. Dabei geht es ihm darum, den jungen Menschen zu zeigen, dass sie wertgeschätzt werden, Talente haben.

Der christliche Glaube helfe, ihnen Zutrauen zu geben, den eigenen Lebensweg zu finden. Die Jugendliche da abholen, wo sie sind – so lautet ein beliebter Satz bei Sozialarbeitern. Hartwig sagt es anders: „Wir können ihnen von Gott nicht etwas erzählen, wo sie sich und ihr eigenes Erleben nicht wiederfinden.“ Und so kommen bei den Jugendgottesdiensten immer Themen zur Sprache, die Jugendliche etwas angehen, sie berühren.

„Nase voll“ lautet die Überschrift der Predigt am Samstag. Es geht Abhängigkeiten, aber auch um Wut. Denn die spiele häufig mit rein, wenn man Drogen nehme, „man hat seinen Platz im Leben noch nicht gefunden“, so Hartwig.

Sascha Hartwig ist Jugendreferent des Christlichen Vereins Junger Menschen in Groß Kreutz. Der 39-Jährige organisiert die evangelische Jugendarbeit der Kirchengemeinden Groß Kreutz und Plötzin. Quelle: Marion von Imhoff

Die Predigt, die jugendgerecht kürzer ausfällt als in Sonntagsandachten, hält die Sozialarbeiterin Anita Schneider. Die 32-Jährige arbeitet mit je einer halben Stelle beim CVJM in Bad Belzig und bei der Evangelischen Abhängigkeitshilfe in Brandenburg. Möglicherweise wird Anita Schneider nach der Andacht Platz nehmen auf dem roten Sofa. Auch das unterscheidet den Jugendgottesdienst von anderen: Die Gäste werden von den Gottesdienstbesuchern interviewt. Dafür das rote Sofa.

Es wird ein Vaterunser geben. „Das ist uns wichtig“, sagt Hartwig. „Wir feiern ja einen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Heiligen Geistes und keine Party.“ Das Glaubensbekenntnis wird nicht hergesagt, sondern gesungen. Und in welchen Kirchen erklingen schon Songs aus den Charts? Beim Jugendgottesdienst des CJVM haben sie ihren Platz auf der Playlist, wenn wenn sie vom Text her passen.

20 Jahre CVJM in Groß Kreutz

Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) in Groß Kreutz feiert am 8. und 9. Juli mit einem Gemeindefest in Derwitz sein 20-jähriges Bestehen.

Sascha Hartwig ist in West-Berlin geboren. Seit neun Jahren ist er Jugendreferent beim CVJM Groß Kreutz. In Kassel absolvierte der Erlebnispädagoge und staatlich anerkannte Erzieher eine theologische Fachausbildung.

Der CVJM betreut in der Kirchengemeinde Groß Kreutz mit Schwergow, Krielow, Derwitz und Bochow und in der Kirchengemeinde Plötzin mit Göhlsdorf, Plessow, Götz und Damsdorf. Infos unter www.cvjm-gross-kreutz.de

Mit seinen Angeboten wendet sich der CVJM an Kinder und Jugendliche ab elf Jahren. Auch junge Erwachsene gehören zu den Besuchern. Sie kommen aus den umliegenden Orten. Der Verein ist Träger der evangelischen Jugendarbeit in den Kirchengemeinden Groß Kreutz und Plötzin.

Hartwig leitet in Derwitz die Konfirmandengruppe mit derzeit 30 Jungen und Mädchen. Er gestaltet den Religionsunterricht für die Fünft- bis Sechstklässler in der Erich-Kästner-Grundschule in Groß Kreutz und den Jugendkreis in Götz, der sich donnerstags um 18.30 Uhr in der Alten Schule trifft. Gäste und Neugierige sind willkommen. „Auch Angehörige andere Religionen, wir diskutieren gerne. Es ist auch egal, ob Katholik oder Protestant“, sagt Hartwig. Im März schon kommen knapp 80 Jugendliche zum Konficamp in Mötzow zusammen. Hartwigs Terminkalender ist voll.

Im April wird sein neuestes Projekt starten: Der 39-Jährige möchte eine Gruppe für junge Männer ins Leben rufen. „Männer gehen oft allein durch die Welt und kommen dann an ihre Grenzen.“ Es wird um Beziehungen gehen, Ehen, was passiert, wenn diese scheitern. Darüber an Lagerfeuern und beim Zelten zu sprechen, ist der Plan. „Was wünschen sich Frauen von Männer und wie stellt sich Gott den Mann vor? Da gibt es ja etwa König David, der auch Fehler machte.“ Wie ein Christ mit Rückschlägen umgeht, möchte Hartwig jungen Menschen nahe bringen. „Es ist nicht eine alte Religion. Sie hat sehr viel mit dem Leben zu tun.“

Von Marion von Imhoff

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