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Potsdam-Mittelmark Café und Wohnungen in der alten Fleischerei
Lokales Potsdam-Mittelmark Café und Wohnungen in der alten Fleischerei
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08:52 20.11.2015
Sanierungsstart: Thomas Bergmann vor der früheren Fleischerei.
Beelitz

Die Auslage ist schon seit zwei Jahren leer, der Verkaufsraum verwaist. Wo einst Generationen von Beelitzer Bürgern ihre Fleisch- und Wurstwaren bezogen, wirbelt heute nur noch der Staub durch die Luft. Doch jetzt zeichnet sich wieder eine Zukunft ab für die ehemalige Fleischerei im Herzen der Altstadt: Das über 160 Jahre alte Gebäude in der Berliner Straße 196 hat neue Eigentümer – die es sanieren und wieder mit Leben füllen wollen.

Thomas Bergmann und Liane Carstens waren gezielt auf der Suche nach einem Objekt, das sie für ihre Altersvorsorge sanieren und vermieten können. „Die Beelitzer Altstadt hat uns sehr beeindruckt – mit ihrem hohen Sanierungsstand, aber auch mit den Menschen, die hier leben und arbeiten“, erzählt Bergmann.

Der 57-Jährige trägt Arbeitssachen, hat vor kurzem angefangen, das Haus zu entkernen – ein erster Schritt auf einem noch langen Weg: 2017 soll alles fertig sein, mit sieben Wohnungen zwischen 65 und 100 Quadratmetern sowie drei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Im Moment arbeitet der Architekt an den Entwürfen, der Bauantrag wird vorbereitet, so Bergmann. Er stammt aus Oldenburg, wo er als Dachdeckermeister gearbeitet hat und seit vielen Jahren als Geschäftsführer die Geschicke eines mittelständischen Handwerksbetriebes lenkt.

Diese Aufgabe will er nun abgeben und einen lang vorbereiteten Neustart wagen. Seine Frau ist gebürtige Potsdamerin, beide sind vor einiger Zeit in die Landeshauptstadt gezogen. In Rathenow haben sie bereits eine Stadtvilla saniert und vermietet, ähnlich wollen die beiden Privatinvestoren nun in Beelitz ans Werk gehen  –  mit einem Unterschied: „Es wird ein Café geben, das wir dann vielleicht sogar selbst betreiben werden“, so Thomas Bergmann.

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Ein bisschen, das merkt man, hat es ihm die Spargelstadt schon angetan: „Man spürt die Nähe zu Potsdam und ist doch irgendwie auf dem Lande“, schwärmt Bergmann, der auch die Kreativität der örtlichen Gewerbetreibenden und deren Zusammenhalt beachtlich findet. Das merke er auch am großen Interesse an der Zukunft der alten Fleischerei: „Wenn ich vor Ort bin, kommen die Leute und fragen, was daraus werden soll.“

Auch ein Beelitzer Ur-Gestein stand schon vor der Tür: Fleischermeister Richard Becker freut sich, dass die Wirkungsstätte seiner früheren Berufskollegen wieder belebt wird. „Beelitz war mal eine Fleischerstadt“, berichtet der 89-Jährige stolz: „Drei große Fleischereien gab es hier.“ Eine davon, noch heute gegenüber der Kirche, hatte er selbst betrieben, bevor sie der Sohn übernommen hat.

Mit Paul Dathe war er befreundet, die Lehre hatten sie gemeinsam absolviert. „Die Fleischerei in der Berliner Straße ist 1856 errichtet worden und war Arbeitsort vieler Generationen von Fleischern, die zunächst zur Familie Dathe gehörten“, weiß Stadtsprecher Thomas Lähns. 1975 pachtete dann Hans-Joachim Kuse den Handwerksbetrieb im Erdgeschoss und leitete ihn bis nach der Wende. Allein unter seiner Ägide wurden hier fast 60 Lehrlinge ausgebildet.

Noch heute kann man anhand der Größe des Objekts erahnen, welch ein Gewimmel einst geherrscht haben muss zwischen Verkaufs-, Lager- und Schlachträumen, zwischen Ställen auf dem Hof und den Wohnungen und Lehrlingszimmern im Obergeschoss. Das Leben soll hierher zurückkehren, verspricht Thomas Bergmann.

Von MAZ-online

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