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Potsdam-Mittelmark Cammer: Nistkasten für die Holländermühle
Lokales Potsdam-Mittelmark Cammer: Nistkasten für die Holländermühle
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02:15 06.12.2015
Wie auf diesem Bild lag Eberhard Rosenmüller plötzlich ein kleines Falken-Wollknäuel in den Händen . Quelle: Uta Köhn
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Cammer

Wenn die Turmfalken im Frühjahr nach Cammer zurückkehren, erwartet sie ein komfortables Zuhause. Mitarbeiter der Naturwacht haben kürzlich einen eigens für den Turm der Holländermühle konstruierten Falkenkasten unter dem Dach angebracht. In der Mühle hatte bereits eine Falkenfamilie gebrütet.

Aufgefallen war das dem Müllermeister Eberhard Rosenmüller erst, als eine Tages ein Küken am Eingang seiner Mühle lag. „Es war goldig, wie ein kleines Wollknäuel lag es in der Hand“, erinnert sich der Hofbesitzer. Er rief die Naturwacht. Die Experten halfen bei der Rettung. Der Jungvogel wurde behutsam wieder ins Nest am Sims des Mühlbaus gelegt. „Das ist kein Zustand, da muss ein richtiger Falkenkasten hin“, entschied Katrin Mielsch.

Hartmut Pohlitz passt unter dem Dach der Holländermühle zu Cammer den von ihm gebauten Brutksten für Turmfalken ein. Quelle: Andreas Koska

Die Rangerin beschloss zu warten, bis das Gelege wieder freigezogen war. Im dritten Stock der Mühle, direkt unter dem Dach des Rundturms, wurde sodann die Wölbung vermessen. Breite, Tiefe und Höhe des Brutkastens waren festzulegen. Den Holzkasten fertigte dann Hartmut Pohlitz in seiner Werkstatt an. Der 64-jährige ist seit Jahren für die Naturwacht ehrenamtlich tätig. Er ist als ausgebildeter Tischler und Schlosser für solche Arbeiten bestens geeignet. Schließlich kletterte der Bastler unter das Mühlendach. Trotz aller Berechnungen erwies sich die Aufgabe aber als nicht ganz so einfach. Die Deckenbalken standen im Weg.

Brutquartier auch im Kirchturm

Turmfalken brüten auch in vielen Kirchtürmen der Fläming-Region, die dazu mit speziellen Nistkästen ausgestattet wurden.

Experten des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) würdigen derartiges Engagement von Initiativen mit der Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“.

Mitarbeiter der Naturparke kümmern sich ebenfalls um die Greifvögel in der Region.

Für den Naturschutz werden auch nicht mehr benötigte Trafo-Türme übernommen. Diese werden zu Nistplätzen für Falken, Eulen und andere Vögel umgebaut, die schützenswert sind.

So musste erst etwas vom Mauersims des rund 180 Jahre alten Baus abgenommen werden. Der Kasten wurde zerlegt und erst wieder zusammengesetzt als er in die Lücke passte. Danach musste noch ein Einflugloch am Dachüberstand freigestemmt werden. „Was nicht passt, wird passend gemacht“, so da Motto der Akteure. Nach zwei Stunden Arbeit war auch dies erledigt. Katrin Dörrwand von der Naturwacht zeigte sich zufrieden.

„Ich hoffe, dass die Falken auch im kommenden Jahr wiederkommen“, so Dörrwand. Das hofft auch Hausherr Eberhard Rosenmüller. „Ich werde die Rückwand des Kastens rausschneiden und eine Plexiglasscheibe einsetzen“, berichtet der Müller. Ihn hat das Ornithologen-Fieber gepackt, er will die Greifvögel aufwachsen sehen. Seinen Gästen will er das Brutquartier nun noch mit Sägespänen wohnlich gestalten. „Da sich die Falken immer wieder hier haben blicken lassen und es fast so ausschaut als wenn sie uns grüßen würden, glaube ich an den Erfolg“, sagt Eberhard Rosenmüller lächelnd.

Von Andreas Koska

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