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Campingurlaub ist weiter beliebt

Werder/Schwielowsee Campingurlaub ist weiter beliebt

Mitte September ist der Ansturm auf den Campingplätzen vorbei. Mit der Saison sind die Campingplatzbetreiber im Raum Werder und Schwielowsee (Potsdam-Mittelmark) in diesem Jahr zufrieden, konnten teilweise sogar ihre Umsätze steigern. Einige haben viel in ihre Plätze investiert.

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Die Dauercamper sind zu einer festen Größe für die Tourismuswirtschaft der Region geworden.

Quelle: dpa

Werder/Schwielowsee. Langsam lichten sie sich und auch die letzten Feriengäste reisen wieder gen Heimat. Mitte September gehören die Campingplätze wieder sich selbst – und den Dauercampern. Jetzt nach der Hauptsaison heißt es für die Campingplatzbetreiber der Region Bilanzziehen. Beim Blütencamping Riegelspitze, dem Campingplatz Himmelreich in Caputh und dem Campingplatz Glindowsee fällt das Fazit positiv aus. Trotz zeitlicher Verschiebung der Sommerferien nach hinten sind in diesem Jahr wieder viele Camper nach Werder und Schwielowsee gekommen.

Roger Groß vom Campingplatz Himmelreich ist zufrieden mit der Saison. Obwohl das Wetter eher mäßig und die politische Lage für manche verunsichernd war, haben sich doch einige für den Campingurlaub entschieden. „Wir waren zu etwa 10 Prozent mehr ausgelastet“, sagt Groß. An einem Wochenende hat der Unternehmer bis zu 500 Menschen auf dem Platz und zählt zu den größten Tourismusgebern der Region. Der Platz direkt am See bietet insgesamt 200 Plätze. Erst kürzlich hat Groß auf dem Campingplatz eine große Gaststätte und eine neue Steganlage mit zehn Gastanliegerplätzen bauen lassen.

Zahlen aus dem Buga-Jahr konnten gehalten werden

Investiert wurde auch in den Vier-Sterne-Campingplatz Riegelspitze in Werder. Seit diesem Jahr bereichert das Frühstückscafé Apfelblüte das Gästeangebot. Dort bekommen die Camper täglich Frühstück mit frischen Brötchen. „In diesem Winter sind auch wieder viele Investitionen geplant, die aber in den nächsten Wochen erst noch konkretisiert werden müssen“, sagt Fanny Kinkel. Bis Ende Juli zählte die Leiterin etwa 24 000 Übernachtungen auf dem Platz. „Das heißt, wir konnten die guten Zahlen vom letzten Jahr, in dem ja auch die Buga stattgefunden hat, halten“, so Kinkel.

Die meisten Gäste kommen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen. Dieses Jahr kamen aber auch Touristen aus Kanada, der Ukraine, Israel, Polen oder Russland. Für das nächste Jahr braucht Kinkel dringend Unterstützung in der Rezeption. „Da wir auch in den Wintermonaten viel Arbeit und Vorreservierungen haben, wäre es sogar eine Ganzjahresstelle“, sagt sie. Auf dem Platz gibt es 120 Stellplätze für Saisoncamper und 130 für Touristen.

Stammpublikum am Glindowsee

Nicht nur die Campingplätze profitieren von stabilen oder steigenden Gästezahlen. Brandenburgs Gastgewerbe wächst in allen Bereichen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Landestatistikamtes hervor. Demnach lag das Umsatzplus bei Restaurants, Catering-Unternehmen und Hotels im ersten Halbjahr 2016 bei fünf Prozent. Dieses Plus registrierte auch Kerstin Hotzel, Geschäftsführerin von der Hogab-Gesellschaft, zu der auch der Campingplatz Glindowsee am Jahnufer gehört. Das Gelände umfasst 22 Touristen- und 120 Dauercamperplätze.

Zu 60 Prozent besteht das Klientel am Glindowsee aus Stammgästen, die schon lange im Voraus buchen. Sie kommen hauptsächlich aus Sachsen oder Sachsen-Anhalt. Ab und zu sind auch mal Holländer dabei. Die Camper bleiben im Durchschnitt für drei Tage, berichtet Hotzel. Einige verweilen aber auch ein bis zwei Wochen. „An den Wochenenden war der Campingplatz immer gut ausgelastet, aber der August war schon wesentlich ruhiger“, so die Chefin des Platzes. In anderen Monaten sei die Nachfrage dafür höher gewesen.

Müllplatz wird jetzt mit Video überwacht

Geld hat sie in diesem Jahr für die Videoüberwachung des Müllplatzes in die Hand genommen. Zuvor hatte es große Probleme mit illegaler Müllablagerung gegeben. „Seitdem die Kameras dort sind, traut sich niemand mehr einfach die Mülltüte abzustellen“, sagt Hotzel. Für die Zukunft seien Investitionen von über 10 000 Euro geplant, darunter fällt zum Beispiel die Erneuerung der Sanitäranlagen. Probleme sieht Hotzel beim Thema Nachwuchs. Derzeit ist sie auf der Suche nach interessierten jungen Menschen aus der Region für eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann oder – kauffrau, mit Schwerpunkt Tourismus.

Mehr als 2 Millionen Gäste

In der ersten Hälfte des Jahres konnten die Brandenburger Beherbergungsstätten und Campingplätze laut Landesamt für Statistik 2,1 Millionen neu angekommene Gäste begrüßen – 3,1 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen lag mit 5,6 Millionen um 4,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 2,6 Tagen unverändert.

Insgesamt waren in Brandenburg in der ersten Jahreshälfte 169 Campingplätze für Urlauber mit insgesamt 10 100 Stellplätzen geöffnet.

Von Luise Fröhlich

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