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Caputher Kirche gewährt Asyl

Junger Mann aus Eritrea soll abgeschoben werden Caputher Kirche gewährt Asyl

Er flüchtete aus Eritrea, lebte im Flüchtlingsheim in Potsdam und soll nun abgeschoben werden. Doch das Sporttalent wird vom Laufclub Potsdam unterstützt und bekommt Asyl in der Caputher Kirche. In den meisten Fällen von Kirchenasyl konnte den Flüchtlingen geholfen werde.

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Die Kirche in Caputh hat dem jungen Flüchtling aus Eritrea Asyl angeboten.

Quelle: privat

Caputh. Die evangelische Kirche in Caputh gewährt seit einigen Wochen einem 29-jährigen Mann aus Eritrea, dem die Abschiebung droht, Asyl. Das bestätigte am Montag der Gemeindepädagoge Hans-Georg Baaske auf Nachfrage der MAZ. „Ja, es stimmt, aber Auskünfte zum Schicksal des Afrikaners und zur Fluchtgeschichte geben wir nicht“, stellte Baaske klar. Der Mann aus Afrika soll zuvor im Flüchtlingsheim am Lerchensteig in Potsdam gelebt haben. Er ist ein talentierter Dauerläufer und wird als Mitglied vom Potsdamer Laufclub von Freiwilligen unterstützt.

Der Afrikaner soll nach dem Dublin-Abkommen nach Italien abgeschoben werden. Nach dieser Vereinbarung muss der Staat, in den der Asylbewerber nach Europa eingereist ist, das Asylverfahren durchführen. Die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ fordert indes für Betroffene mehr Rechtssicherheit. Nach Ansicht der AG sollten Bedürfnisse der Geflüchteten bei der Entscheidung, wo ihr Asylantrag bearbeitet wird, berücksichtigt werden. Der Arbeitsgemeinschaft sind gegenwärtig neun Kirchenasyle in Brandenburg bekannt. In der Vergangenheit konnten die meisten Fälle zugunsten der Flüchtlinge gelöst werden.

Kirchengemeinden gewähren Asyl, um bei Abschiebungsverfahren in besonderen Härtefällen Zeit zu gewinnen. Vielen ist inzwischen bekannt, dass laut Uno aus keinem anderen Land Afrikas so viele Menschen nach Europa fliehen wie aus Eritrea – aus Angst vor Folter und willkürlichen Verhaftungen.

Von Regine Greiner

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