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Caputher Verein engagiert sich

Sportkurse für Flüchtlingskinder Caputher Verein engagiert sich

Sportspiele mit Flüchtlingskindern gehören seit März dieses Jahres mindestens einmal in der Woche zum Programm in der Erstaufnahmestelle in Ferch. Der Caputher Sportverein und der Fercher Trainer Manfred Beger haben es möglich gemacht. Wenn sie die Fußballtore aufbauen, kommen die Kinder wie von selbst angestürmt. Für die richtige Ausstattung sorgt auch der Landessportbund.

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Mit großer Begeisterung waren die Flüchtlingskinder bei den Sportspielen in Ferch dabei.

Quelle: Köster

Ferch. Die Jungen zappeln schon aufgeregt hin und her. Die kleinen Mädchen warten erst mal ab. Doch als der Fercher Trainer Manfred Beger und Sportlehrer Saad aus Aleppo am Dienstag mit dem Aufbau der Fußballtore beginnen, stürmen sie auf die Spielwiese an der Erstaufnahme für Flüchtlinge in Ferch. Ob Mädchen oder Junge, Groß oder Klein, die Kinder helfen ganz eifrig mit, die mobilen Tore zusammenzustecken, damit es endlich losgehen kann mit dem Ballspielen. Die anderen Familienmitglieder hält es nun nicht mehr in den beheizbaren Zelten und Wohngebäuden. Sie wollen ihre Sprösslinge in Aktion fotografieren oder beim Fußballspielen anfeuern. Die Begeisterung scheint keine Grenzen zu kennen. Selbst Sportlehrer Saad (27) aus Syrien lächelt, obwohl er sich jeden Tag Sorgen um seine Familie im Kriegsgebiet macht.

„Mit Saad sind Sprachhürden schnell überwunden“, sagt Uwe Koch vom Landessportbund, der neben dem Sportverein Caputh mehr als 50 Sportvereine im Land Brandenburg bei der Gemeinschaftsarbeit mit Flüchtlingen unterstützt. „Darüber hinaus fördern wir im Integrationsprojekt auch die Ausbildung von Übungsleitern und Schiedsrichtern.“

Vereine helfen

Um Flüchtlingen den Einstieg in den Verein zu erleichtert, ist laut Landessportbund eine aktive Hilfestellung durch Trainer und Mitspieler wichtig.

Der Landessportbund hat zusätzlich Unfall- und Haftpflichtversicherungen für Flüchtlinge abgeschlossen, die sich am Vereinssport beteiligen.

Auch „geduldete“ Spieler können an Auswärtsspielen ihrer Mannschaft teilnehmen.

Bereits seit März dieses Jahres führen der Sportverein Caputh gemeinsam mit dem Fercher Trainer Manfred Beger mindestens einmal in der Woche Sportspiele für die annähernd 80 Kinder durch. Mal spielen sie auf der Wiese an der Erstaufnahme, mal wirbeln sie beim Sport im Verein mit. Die Mädchen und Jungen strahlen und ihre Eltern klatschen, weil sie ihre Kinder so glücklich sehen. Um die Sportangebote und die Betreuung der Kinder noch ausbauen zu können, hat sich der Caputher Sportverein an den Landessportbund gewandt. Und der hat nicht lange gefackelt, gemeinsam mit der F.C. Flick-Stiftung 1500 Euro für die Sportspiele in Ferch und die Integrationsarbeit des Vereins zur Verfügung gestellt. Susanne Krause-Hinrichs von der Geschäftsführung der Stiftung konnte sich am Dienstag davon überzeugen, wie gut das Geld angelegt war. Ständig war sie umrundet von lachenden Kindern, die mit ihren Eltern vor allem aus Krisengebieten geflüchtet sind. Die Stiftung fördert neben weiteren Projekten allein den Straßenfußall für Toleranz jährlich mit 40 000 Euro.

Mit dem Erfolg der Sportkurse für Flüchtlinge will der Caputher Sportverein weitere Helfer für eine Mitwirkung motivieren. „Bei diesen gemeinsamen Sportspielen kann eigentlich nur jeder gewinnen“, sagt Trainer Manfred Beger.

Von Regine Greiner

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