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Potsdam-Mittelmark Caputher wollen ein Gästehaus
Lokales Potsdam-Mittelmark Caputher wollen ein Gästehaus
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14:19 06.10.2015
Marianne Ohnesorge will sich bei der Ortsgestaltung einbringen. Quelle: Regine Greiner
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Caputh

Schon jetzt steht fest, im Jahr 2020 muss die Gemeinde Schwielowsee mit den Ortsteilen Caputh, Ferch und Geltow die Anerkennung als Erholungsort verteidigen, wenn sie den Titel nicht verlieren will. Eine Zwischenbilanz von Tourismusexperten bescheinigt der Gemeinde (10 260 Einwohner) jetzt zwar eine positive Entwicklung, nennt in der Auswertung aber Herausforderungen, die noch zu meistern sind. Dazu gehören unter anderem barrierefreie und mehr kulturelle Angebote, eine bessere Auslastung in Einrichtungen des Gastgewerbes in der Nebensaison und eine noch attraktivere Uferpromenade.

Die Anforderungen sind für Marianne Ohnesorge, die seit ihrer Geburt vor 63 Jahren in Caputh zu Hause ist, Anlass, sich jetzt erst recht für die weitere Profilierung des Ortes mit zu engagieren. Darum hat sich die gelernte Betriebswirtin und heutige Rentnerin in einem offenen Brief an die Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) gewand. „Caputh braucht ein Haus des Gastes als Begegnungsstätte, mit Tourismusinformation und Räumen, wo sich Gäste und Vereine treffen, Kulturschaffende regelmäßig ihre Werke präsentieren können“, sagt Ohnesorge. Beispielgebend sei das Haus des Gastes in Falkenberg (7400 Einwohner) im Landkreis Elbe-Elster. Die Caputherin will sich mit Frauen der Sportgruppe, Kunstfreunden, Mitgliedern des Faschingsvereins und Senioren für den Bau eines solchen Treffs stark machen. „Den Sporttreff unterm Dach des Familienzentrums in Caputh gibt es nicht mehr, der Raum war einfach zu klein. In der Turnhalle reicht der Platz schon lange nicht mehr aus. Zum Chorfasching muss sogar Unterricht in der Halle ausfallen“, sagt Ohnesorge. Sie erinnert sich gerne an die Zeit, wo Caputh noch eine Reihe Läden zum Schlendern hatte, fast kein Laden ist mehr da“, sagt die Caputherin.

Nicht nur Tourismusexperten vermissen laut Ohnesorge im Erholungsort mehr Kulturangebote. Auch vielen Urlaubern reiche Erholung am Wasser und die Kunsttour mit heimischen Künstlern an drei Wochenenden im Jahr nicht aus. „Die Bürgermeisterin hat zwar auf meine Anregungen in einem Brief geantwortet, zugesichert sich für die weitere Entwicklung der Gemeinde einzusetzen, aber konkrete Planungen für ein Gästehaus sollten nicht auf eine lange Bank geschoben werden“, sagt Ohnesorge. Sie sieht eine große Chance für ein neues Ortszentrum mit Gästehaus bei der Gestaltung von Caputh-Mitte. Investor Lothar Hardt hat den Baubeginn der Wohnhäuser im Frühjahr 2016 in Aussicht gestellt. Er schließt auch ein Lokal mit großem Saal als Begegnungsstätte nicht aus, weil sich sein Vorhaben Kulturbahnhof auf Geltower Seite bisher nicht wie geplant umsetzen ließ. Die Brandschutzauflagen für öffentliche Gebäude sind streng, im historischen Bahnhof kaum realisierbar, hatte Hardt im Ortsbeirat Caputh dargelegt. „Ein Kulturbahnhof auf Geltower Seite ist auch nicht die Lösung, wenn in Caputh Kulturstätten fehlen“, sagt Ohnesorge. Selbst Ferch wünsche sich bis 2020 ein Mehrzweckgebäude. Viele andere Dörfer in der Mark ohne Titel Erholungsort haben es bereits, betont Marianne Ohnesorge.

Von Regine Greiner

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