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Chefin von 25 Kaninchen

Groß Kreutz Chefin von 25 Kaninchen

Die Bankangestellte Silke Schönfelder aus Groß Kreutz arbeitet in Berlin und züchtet Kaninchen. Und das sehr erfolgreich. Als Vereinschefin der Züchter in ihrem Ort ist sie Mitorganisatorin der Züchterschau am Wochenende. Dort muss sie sich mit ihren Tieren den Juroren stellen. Mehr als 100 Konkurrenten reisen an.

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Silke Schönfelder mit ihren Lieblingen.

Quelle: Privat

Groß Kreutz . Sie sind freundlich und lebhaft, die englischen Schecken, klein aber oho und auf Ausstellungen gehören sie oft zu den Schönsten. Für Silke Schönfelder sind ihre kleinen Kaninchen sowieso die Hübschesten und der ganze Stolz der 48-jährigen Züchterin aus Groß Kreutz. „Einige von ihnen knurren sogar, als wollen sie mir sagen, bitte streichle mich“, sagt die Bankangestellte. „Und das mache ich natürlich gerne. Ich arbeite in Berlin, da ist der Tag lang, wenn ich mich dann abends um die Kaninchen kümmere, ist das für mich die gewünschte Abwechslung“, erzählt die Züchterin. Und weil ihre Augen dabei leuchten, ihre Stimme entspannt, fröhlich und zufrieden klingt, glaubt man es der Vorsitzenden des Kleintierzüchtervereins aufs Wort. Mit drei Kaninchen für das Sonntagsessen hat Silke Schönfelder angefangen, weil Tiere auf dem Lande nun mal zum Hof gehören, sagt die. Inzwischen hoppeln 25 für die Zucht im Stall.

Der Verein mit 85 Jahren Tradition ist am Wochenende auf dem Gelände am Gutshof erstmals Gastgeber der Jungtierausstellung des Potsdamer Kreisverbandes. Auch für die Chefin Anerkennung und Herausforderung zugleich. Schließlich werden mehr als 100 Tiere verschiedener Rassen und Farben gezeigt. Silke Schönefelder freut sich, wenn ihre Lieblinge bei der Schau eine gute Figur machen und bewundert werden. Doch so wertvoll wie der Erfolg und die Preise bei Ausstellungen, ist der Züchterin die Zeit mit den Tieren. „Natürlich rede ich mit ihnen, auch wenn ich ihnen keine Namen gebe. Ich will nicht wissen, wenn Erna zum Menü auf dem Teller liegt“, sagt Silke Schönfeld. „Die Kleinen lassen sich gerne vollquatschen. Ich glaube, das tut ihnen und mir gut. Und sie widersprechen nicht, das entspannt.“ Die Züchterin kümmert sich aber auch um den guten Schmaus für die Lieben, ob Kartoffel, Luzerne oder Sellerie. Alles wird selbst angebaut und zubereitet. Die Kaninchen lassen sich das Futter gut schmecken und die Züchterin freut sich, wie sie wachsen und gedeihen.

Die Schecken aus dem Hause Schönfelder haben schon so manchen Pokal abgeräumt. Den Stall für die Kaninchen hat der Ehemann der Vereinsvorsitzenden höchstpersönlich gebaut. Damit sich beide nicht ins Gehege kommen, kümmert er sich um Hahn und Hühner. Die Tochter kann sich weder für Kaninchen noch Hühner begeistern.

„Ziel der Zucht ist vor allem der Erhalt der existierenden Rassen und damit von Erbmaterial für die Zukunft“, erklärt die Züchterin. Dabei sei wichtig, dass die Tiere vital, gesund und fortpflanzungsfreudig sind und beim Körperbau und in den rassetypischen Merkmalen nichts zu beanstanden ist. „Wer für die Zucht nicht geeignet ist, kann Familienmitglied werden – oder ist lecker“, sagt die Züchterin mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Von Regine Greiner

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