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Potsdam-Mittelmark Christentum auf 100 Quadratmetern
Lokales Potsdam-Mittelmark Christentum auf 100 Quadratmetern
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17:47 11.10.2017
Die Macht der gedrucktren Worte: Kevin Kliemann an der Druckpresse nach Gutenberg, die Besucher selbst ausprobieren dürfen. Quelle: Victoria Barnack
Bad Belzig

An vielen Orten in Deutschland haben in den vergangenen Monaten Ausstellungen zu Martin Luther und seiner Reformation geöffnet. Nur in Bad Belzig suchte man sie fast gänzlich vergebens, lediglich sechs braune Stelen weisen im gesamten Stadtgebiet verteilt darauf hin. „Dabei soll Luther ja auch hier gewesen sein“, sagt Eberhard Böckmann von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde der Kur- und Kreisstadt. Im Monat des 500-jährigen Reformationsjubiläums war es also höchste Zeit für eine Ausstellung zum Glauben des berühmten Reformators aus Wittenberg. Interaktiv, überdacht und mit kompetenten Ausstellungsführern lockte „HisStory“, eine Erlebnisausstellung, seit einer Woche mehr als 100 Besucher an.

Der Titel der Schau „HisStory“, zu deutsch „Seine Geschichte“, bezieht sich trotz des alles überragenden Reformationsjubiläums nicht auf Martin Luther. „Mit Jesus fing alles an“, erklärt Böckmann, „so auch in dieser Ausstellung.“ Die 24 großen Infotafeln bilden in dem Raum mit nur knapp 100 Quadratmetern eine Reise durch die gesamte Geschichte des Christentum ab.

Spannend, interaktiv und informativ zu sein, war der Anspruch der Entwickler von der Arbeitsgemeinschaft im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Deshalb werden mit den Tafeln auch zahlreiche Exponate an die Ausstellungsorte geliefert. Seit Februar wandert sie durch ganz Deutschland und wurde bereits von über 10 000 Menschen besucht.

Kettenhemd, Pestmantel und alte Bibeln: Die Ausstellung bietet zahlreiche Exponate zum Anfassen. Quelle: Victoria Barnack

Auch die Bad Belziger haben offenbar nur darauf gewartet. „Täglich führen wir hier mindestens drei Schulklassen durch“, berichtet Lea Kliemann, die die Führungen im Rathaus seit der Eröffnung vor genau einer Woche leitet. Vor allem die Grundschüler zeigten überraschend großes Interesse. „Von Jesus und warum wir Weihnachten feiern, haben sie natürlich alle schon einmal gehört“, berichtet Lea Kliemann, „aber auch bei anderen Themen waren sie voll dabei.“

Denn die Ausstellung blickt nicht nur chronologisch auf die Geschichte der Weltreligion zurück. Auf 50 Würfeln wird auch der Einfluss der Kirche auf das heutige Leben beschrieben. „Viele Dinge, die früher durch das Christentum entstanden sind, gibt es heute noch genauso“, sagt Lea Kliemann. Der arbeitsfreie Sonntag ist eine dieser Errungenschaften. „Die Kirche setzte sich aber auch für viele andere Werte ein“, ergänzt Eberhard Böckmann, „Menschenwürde, die Befreiung aus der Sklaverei und Schulbildung für alle sind nur ein paar Beispiele dafür.“

Besonders gut kamen bei den Schülern aus Bad Belzig und den umliegenden Orten aber weder Infotafeln noch Würfel an. „Die Druckpresse von Gutenberg finden alle Kinder toll“, sagt die Schülerführerin.

Auf der Nachbildung können Besucher der Ausstellung selbst ein Flugblatt bedrucken. Auch ein echtes Kettenhemd liegt zum Anziehen bereit ebenso wie Bücher in altdeutscher Schrift aus Luthers Zeiten. Ein Animationsfilm über das Wirken des Reformators ergänzt das Angebot und schlägt die Brücke zum Jubiläumsfest in knapp zwei Wochen.

Ausstellung bis zum 12. Oktober in Bad Belzig

Der heutige Donnerstag ist der letzte Tag der Wanderausstellung in Bad Belzig.

Sie ist von 10 bis 18 Uhr im Ratsaal geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Führungen durch die Ausstellung gibt es auch für einzelne Interessierte.

Von Victoria Barnack

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