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Christian Großmann bleibt Amtsdirektor

Brück Christian Großmann bleibt Amtsdirektor

Christian Großmann bleibt für weitere acht Jahre Verwaltungschef des Amtes Brück. Im zweiten Wahlgang erreichte er die notwendige Mehrheit von acht Stimmen. Für seinen Herausforderer Marko Köhler votierten sieben Mitglieder des Amtsausschusses. Das Gremium bleibt wohl bei der Beurteilung der Personalie weiter gespalten.

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Spannender Moment im Brücker Amtshaus: Die Wahlkommission um Michael Klenke hatte ein knappe Ergebnis zu verzeichnen..

Quelle: Andreas Koska

Brück. Christian Großmann bleibt für weitere acht Jahre Verwaltungschef des Amtes Brück. Im zweiten Wahlgang erreichte er die notwendige Mehrheit von acht Stimmen der Amtsausschussmitglieder. Für seinen Herausforderer Marko Köhler votierten sieben Mitglieder des Gremiums, das bei der Sitzung am Montagabend vollzählig war. Gefragt vom Vorsitzenden Katl-Heinz Borgmann, ob er die Wahl annähme, sagte der alte und neue Hauptverwaltungsbeamte: „Ich muss das ja schriftlich erklären. Aber die Tendenz geht zu einem Ja.“

Vor der Abstimmung hatte Ines Lahn einen Brief der Mitarbeiter verlesen. „Wir sind stolz auf das unter der Führung von Herrn Großmann, bisher in allen Gemeinden des Amtes Brück erreichte“, sagte die Personalratsvorsitzende. Dabei setzte sie hinzu, dass alle Beschäftigten gern im Amt Brück arbeiten und die Entwicklung bislang nur gemeinsam mit dem überdurchschnittlichen Fachwissen und der Erfahrung des Amtsdirektors geschafft worden sei. „Wir würden es begrüßen, weiterhin mit Herrn Großmann zusammen zu arbeiten“, lautete Lahns Schlusswort unter dem Beifall der zahlreich erschienenen Mitarbeiter. Alle Beschäftigten hätten den Brief ohne Druck unterschrieben. Es gebe anonyme Schreiben an Lokalpolitiker, in denen das bezweifelt wird, beklagte Ines Lahn.

Für den ersten Wahlgang wurden seitens der Amtsausschussmitglieder alle fünf Kandidaten vorgeschlagen, die sich in der Vorwoche vorgestellt hatten. Der Golzower Bürgermeister Ralf Werner schickte Großmann ins Rennen, dem Vernehmen nach unterstützt von Golzow, Borkheide und Borkwalde. Der Brücker Abgeordnete Roland Hoffmann hatte Marko Köhler vorgeschlagen. Köhler war Favorit in Linthe, Planebruch und Brück.

Einzeln betraten die 15 Abgeordneten eine im Standesamt eigens eingerichtete Wahlkabine. Als die beiden der Wahlkommission angehörenden Michael Klenke und Andreas Kreibich verkündeten, dass im ersten Wahlgang Großmann und Köhler je sieben Stimmen auf sich vereinigt haben und Bewerber Michael Conrad, Jurist aus Dahlewitz, mit einer bedacht worden ist, war das Erstaunen bei den Anwesenden groß. Im zweiten Wahlgang standen nur noch Köhler und Großmann, der übrigens als einziger aus dem Quintett anwesend war, zur Wahl. Nach der Verkündung des Ergebnisses zu Gunsten des Amtsinhabers gab es anhaltenden Beifall der Angestellten, während andere aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl machten.

Als der Amtsausschussvorsitzende, Brücks Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann, ein Schlusswort hielt, verließ Michael Klenke den Sitzungssaal. „Ich rufe jetzt zur Geschlossenheit auf und biete allen die Zusammenarbeit an. Die individuellen Kämpfe sollten ein Ende haben“, sagt Borgmann. „Es geht hier nicht um einen persönlichen Streit, sondern um die mangelhafte Zusammenarbeit der Verwaltung mit der Stadtverordnetenversammlung, in der die meisten Mitstreiter meiner Meinung sind“, erklärte Klenke.

Ulf Dingelstaedt zeigte sich ebenfalls enttäuscht. „Die Spaltung in zwei Lager wird fortgeführt. Hier wurde das Votum der Bürger nicht beachtet“, zürnte der Bürgermeister der Gemeinde Planebruch, Nach seiner Aussage hätten sich in Golzow viele Leute für eine Neubesetzung ausgesprochen. Doch Amtskollege Ralf Werner gilt als Getreuer an der Seite des Verwaltungschefs. Volkmar Paul und Ottheiner Kleinerüschkamp aus Linthe zeigten sich als faire Verlierer. „Nach der Wahl muss man gratulieren, unabhängig vom eigenen Votum, das ist Demokratie“, sagte Paul nach der Abstimmung. Für Christian Großmann freute sich Lebensgefährtin Katja Artz besonders. „Ich habe für ihn Daumen gedrückt. Offenbar hat es geholfen. Jetzt wünsche ich dem Amt Brück unter seiner Führung ein gutes Gelingen“, sagte Artz.

Von Andreas Koska

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