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Christian Großmann hat einen neuen Job

Amt Brück Christian Großmann hat einen neuen Job

Der ehemalige Amtsdirektor von Brück, Christian Großmann, kehrt mit einem neuen Job Brück den Rücken. Er ist jetzt in Ludwigsfelde zum Ersten Beigeordneten des Bürgermeisters gewählt worden. Der bisherige Brücker Verwaltungsschef wartete mit seinem Schritt somit nicht den Ausgang eines juristischen Streits um seine dritte Amtszeit in Brück ab.

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Christian Großmann Mitte ist nun Vize- Bürgermeister in Ludwigsfelde. Hier mit Rathauschef Andreas Igel und der Stadtratsvorsitzenden Bettina Lugk.

Brück/Luwigsfelde. Das monatelange Ringen um die Neubesetzung der Stelle des Brücker Amtsdirektors hat eine überraschende Wende genommen. Der bisherige Amtsinhaber, Christian Großmann, ist am Dienstagabend von den Stadtverordneten in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) zum neuen Ersten Beigeordneten an der Rathausspitze gewählt worden. Somit wird der Verwaltungswissenschaftler aus Linthe nun in Ludwigsfelde Vize-Rathauschef nach Bürgermeister Andreas Igel (SPD). Großmann erhielt am Dienstag von 24 anwesenden Stadtverordneten 21 Ja-Stimmen. Drei Volksvertreter votierten gegen ihn. Am 13. Dezember soll Großmann vereidigt werden und am 1. Januar sein neues Amt in der zurzeit 25 500 Einwohner zählenden Stadt antreten.

Selbst einen Schlussstrich gezogen

Mit diesem Schritt beendet Großmann für sich die zuletzt in politischen Streitigkeiten und juristischen Auseinandersetzungen gipfelnden Rangeleien im Brücker Amtsausschuss um die Nachbesetzung seiner im September regulär ausgelaufenen Stelle. Er war 2008 und 2016 als Amtsdirektor in Brück wiedergewählt, jedoch dieses Jahr noch nicht ernannt worden. Ein neues Auswahlverfahren läuft noch.

„Ich habe einen Schlussstrich gezogen“, sagte Großmann in Ludwigsfelde zu den überraschenden Entwicklungen. Für ein Rentnerleben sei es für ihn zu früh, so der 47-Jährige. „Und Gartenarbeit liegt mir nicht“, erklärte er nach der Wahl in Ludwigsfelde. Diese Stadt habe aus seiner Sicht in den zurückliegenden Jahren eine Entwicklung mit großer Dynamik erfahren. Für die Fortsetzung wolle er seine Erfahrung gemeinsam mit dem Bürgermeister, der Verwaltung und den Stadtverordneten einbringen.

Jahrelange Hängepartie beendet

Mit dieser Wahl ist in Ludwigsfelde eine jahrelange Hängepartie beendet und die Rathausspitze ab dem Jahreswechsel wieder voll besetzt. Der bisherige Erste Beigeordnete hatte die Funktion aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen. In Ludwigsfelde war ihm bisher der Fachbereich II zugeordnet. Der Wahlbeamte leitete somit die Bereiche Soziales, Familie, Sport und Kultur. Wie die neue Verwaltungsstruktur im Rathaus aussehen soll, will Bürgermeister Andreas Igel (SPD) gegen Ende des Jahres bekanntgeben.

In der Verwaltung aufgestiegen

Christian Großmann, geboren 1969 in Bad Harzburg, errang den Abschluss als Diplom-Verwaltungswissenschaftler in Konstanz mit den Schwerpunkten Kommunal- und Regionalpolitik/Politik und Verwaltung.

1992-1996 parallel zum Studienabschluss Tätigkeiten in einem Bundesamt und der Wirtschaft

1997 - 2000 Leiter der Kämmerei der Gemeinde Wiesenburg/Mark

2000 – 2016 Amtsdirektor Amt Brück.

Der 47 Jahre alte Großmann war am Dienstagabend einziger Kandidat und Vorschlag von Bürgermeister Igel. Beworben hatten sich insgesamt 17 Personen auf die übers Internet, in Printmedien und im Bundesanzeiger ausgeschriebene Stelle. Fünf Männer und eine Frau waren in die letzte Bewerbungsrunde gestartet und hatten sich in einer zweitägigen Vorstellungsrunde sowohl im Rathaus intern als auch in einer Kurzform vor den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern präsentiert.

Lars Nissen sieht Amtsmodell gefährdet

Für das Amt Brück und die rund 40 Mitarbeiter zählende Amtsverwaltung erwartet Lars Nissen, der Leiter der Ressorts Soziales und Verwaltung, weiterhin „spannende Wochen“ bis zur Neubesetzung der Stelle des Amtsdirektors. Nissen ist einer von drei Stellvertretern, die derzeit die Geschäfte führen. „Bei drei langzeiterkrankten Mitarbeitern und ohne Amtsdirektor geht das schon an die Substanz“, sagte Nissen am Mittwoch der MAZ. Er rechnet nach Abschluss des erneuten Ausschreibungsverfahrens frühestens Ende Januar mit einem neuen Amtsdirektor. 28 Bewerbungen liegen vor. „Ich hoffe, dass dann hier wieder Frieden einkehrt“, so Nissen. „Es geht nur miteinander – ansonsten sehe ich das Amtsmodell für uns gefährdet“, sagt der amtierende Amtsdirektor.

Von Jutta Abromeit und Thomas Wachs

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