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Potsdam-Mittelmark Borkwalde als Lebenswerk
Lokales Potsdam-Mittelmark Borkwalde als Lebenswerk
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07:08 24.11.2014
Christian Szerwinski (l.) blickt mit Borkwaldern zurück. Quelle: A. Trunschke
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Borkwalde

Wegen eines geplanten Zusammenschlusses zweier Maler aus Ost und West kommt der gelernte Kaufmann Szerwinski Anfang der 1990er- Jahre erstmals nach Borkwalde. Der Ort wollte gerade eine Kaufhalle errichten. Da sich kein Investor fand, übernahm der Student und Vater eines Kindes diese Aufgabe und baute das erste Haus seines Lebens. „Ich weiß heute nicht mehr, woher ich das Gottvertrauen nahm. Wir waren damals alle euphorisch“, erklärt sich Szerwinski den Entschluss. Der Kaufhalle folgt bald das Ensemble der „Schwedenhaussiedlung“ um den Astrid-Lindgren-Platz. Weitere Mehrfamilienhäuser und die Eigenheimsiedlung kommen hinzu. Möglich wird das alles durch schnelles Handeln und unglaubliche Zufälle. „Ich habe immer zur richtigen Zeit die richtigen Leute getroffen“, erzählt Szerwinski. Geschossbauten in Holz waren damals wie heute ungewohnt in Deutschland.

Ursprünglich sollte die Schwedensiedlung eine Polensiedlung werden. Doch Partner erwiesen sich als unzuverlässig und eine schwedische Hausfirma suchte gerade Partner in Deutschland, berichtet Szerwinski. Im Sommer 1994 wird die Eröffnung der neuen Siedlung groß gefeiert. Sogar Astrid Lindgren ist eingeladen, wie ein Brief zeigt, mit dem Szerwinski die Gäste überrascht. Die berühmte schwedische Kinderbuchautorin wünschte viel Glück. „Für Borkwalde bedeutete Szerwinskis Engagement einen Glücksfall“, sagt die alt eingessene Reni Brabetz: „Ohne die Holzhäuser wäre Borkwalde verkümmert.“

Auf Holzhäuser gesetzt

Mit 100.000 Markt Eigenkapital aus dem Verkauf einer Immobilie bewegte Investor Christian Szerwinski nach der Wende 70 Millionen D-Mark.
Heute gibt es in Borkwalde Holzhäuser von Firmen aus neun Ländern.

Doch neben dem Erfolg gab es viele verpasste Chancen. Szerwinski zerstritt sich mit den beiden ersten Bürgermeistern nach der Wende, als er sich von ihnen ausgenutzt fühlte. Als er später Pläne für ein Kulturhaus, für einen Kindergarten in der neuen Siedlung, für einen Sportplatz samt Umkleidekabinen und für ein Pflegeheim in der Tasche hatte – manchmal sogar mit Aussicht auf Förderung – lehnten die Gemeindevertreter ab. Verzweifelt kandidierte er 2008 selbst als Bürgermeister, erfolglos. Trotzdem ist Szerwinski nicht verbittert. Er sei mit Deutschlands größter Holzhaussiedlung nicht reich geworden. Aber neben dem Wald, der durch Ausgleichspflanzungen für die Siedlung entstand, und neben seinem aktuellen Projekt bei Greifswald, erfülle ihn Borkwalde „mit Stolz und Zufriedenheit“. Christian Szerwinski hofft, dass es gelingt, das Wunder Holzhaussiedlung zu bewahren.

Von Andreas Trunschke

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