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Countdown fürs Familienzentrum

Stahnsdorf bereitet Start der Begegnungsstätte für Eltern und Kinder im nächsten Jahr vor Countdown fürs Familienzentrum

Das dezentrale Familienzentrum in Stahnsdorf soll im nächsten Jahr an den Start gehen. Dafür bereitet die Gemeinde jetzt den erforderlichen Vertrag zwischen ihr, dem Landkreis und dem künftigen Träger der Begegnungs- und Beratungsstätte vor. Zentraler Anlaufpunkt für Eltern und Kinder soll das Jugendfreizeitzentrum „Clab“ in Stahnsdorf sein.

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Das Jugendfreizeitzentrum „Clab“ soll ab dem nächsten jahr zentraler Anlaufpunkt des neuen dezentralen Familienzentrums in Stahnsdorf werden.

Quelle: Archiv

Stahnsdorf. Für den Start des dezentralen Familienzentrums ab dem 1. Januar 2016 laufen in Stahnsdorf die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der dazu erforderliche Vertrag zwischen der Gemeindeverwaltung, dem Landkreis Potsdam-Mittelmark und dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) in Berlin wird derzeit in den Fachausschüssen der Gemeindevertretung diskutiert. Das EJF ist Träger des Jugend- und Freizeitzentrums „Clab“ in Stahnsdorf, in dem der zentrale Anlaufpunkt für die Familien eingerichtet werden soll.

Dem Konzept für die Begegnungs- und Beratungsstätte zufolge, das der Bereich Soziales in der Gemeindeverwaltung und die „Clab“-Leitung mit Unterstützung weiterer Fachleute erarbeitet haben, sollen auch die Bürgertreffs in den Ortsteilen Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf, sowie kommunale Einrichtungen, wie die Gemeindebibliothek oder die Kitas, direkt in die Arbeit des Familienzentrums integriert werden.

Das Familienzentrum soll allerdings nicht nur jungen Eltern und deren Kindern, sondern auch den Senioren der Gemeinde offenstehen, heißt es in der Konzeption. Unter den rund 15 000 Einwohnern (Stand: 2015) nimmt der Anteil der unter 15-Jährigen beziehungsweise der 15- bis 64-Jährigen tendenziell ab, wogegen die Gruppe der älter als 64-Jährigen größer wird. Die ältere Generation soll überdies unabhängig davon in der Lindenstraße 22 einen eigenen Treffpunkt erhalten.

Mit seinen Angeboten will sich das Familienzentrum vor allem an Eltern mit Kindern zwischen null und zwölf Jahren, an werdende Eltern, aber auch an Familien aus den beiden Übergangswohnheimen sowie an pädagogische Fachkräfte wenden, die in ihrer Arbeit unterstützt werden sollen. Schwerpunkte der Arbeit sind dabei unter anderem die Familienbildung, die gesundheitliche Entwicklung der Familien, die Unterstützung und Beratung für Eltern und Fachkräfte sowie Begegnungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Die Breite der Angebote reicht dabei von Eltern-Kind-Nachmittagen, Kreativkursen für Familien oder Elterntrainings über Sprachförderungen für Kinder mit der Sprachpädagogin Daniela Reder, Ernährungstipps für Babys und Kleinkinder sowie Beratungen zu verschiedenen Anlässen und Themen bis hin zu Angeboten für Tagespflegepersonen in der Gemeindebibliothek, Krabbelgruppen und Erste-Hilfe-Kursen für die Hilfe am Kleinkind.

Beim Aufbau seines Familienzentrums kann Stahnsdorf auf die reichhaltigen Erfahrungen und vorhandene Angebote des Jugend- und Freizeitzentrums zurückgreifen. So finden schon jetzt Informationsabende für Eltern beispielsweise zum Thema Pubertät oder Zusammenkünfte von Selbsthilfegruppen statt. In der Töpferwerkstatt oder der kleinen Küche im Haus werden Eltern-Kind-Kurse durchgeführt.

Um dem Familienzentrum den Start zu erleichtern, stellt der Landkreis Potsdam-Mittelmark etwa 5000 Euro für die Erstausstattung zur Verfügung. Die Gemeinde schießt im ersten Jahr annähernd 14 000 Euro dazu. Die Personalkosten für die Leiterin des Familienzentrums teilen sich ebenfalls Landkreis und Gemeinde. Die Trägerschaft über das Familienzentrum soll das EJF übernehmen.

Familienfreundliches Stahnsdorf

Weitere Familienzentren befinden sich in Teltow, Seddiner See, Nuthetal und Beelitz.

Am Nuthetaler Familienzentrum , das ebenfalls dezentral arbeitet, orientierten sich die Stahnsdorfer bei der Konzeption für ihre eigene Begegnungs- und Beratungsstätte.

In der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf gibt es bislang nur das Familienzentrum „Philantow“ in Teltow, das mit einem Mehrgenerationenhaus kombiniert ist.

In Stahnsdorf gibt es derzeit sieben kommunale Kitas, eine Einrichtung in freier Trägerschaft, 28 Tagespflegestellen, zwei kommunale Grundschulen, ein Gymnasium in Trägerschaft des Landkreises sowie das Jugend- und Freizeitzentrum „Clab“.

Alle zwei Jahre soll die Arbeit des Familienzentrums ausgewertet werden.

Von Heinz Helwig

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