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DDR-Plattenbauten werden aufgestockt

Wohnungsbau in Nuthetal DDR-Plattenbauten werden aufgestockt

Nuthetal mit dem Hauptort Bergholz-Rehbrücke wächst. Neue Wohnungen werden dringend benötigt. Die Kleinmachnower Wohnungsbaugesellschaft, die schon länger in dem Ort aktiv ist, tritt nun mit einem ungewöhnlichen Vorschlag hervor: Alte DDR-Platten sollen zusätzliche Stockwerke erhalten.

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Der Block im Mozartweg ist sanierungsbedürftig. Die Instandsetzung könnte mit einer Aufstockung um zwei Etagen verbunden werden.

Quelle: Christel Köster

Nuthetal. Für die Umsetzung der Nuthetaler Wohnungsbauoffensive gibt es erste konkrete Ideen. Die Kleinmachnower Wohnungsgesellschaft Gewog hat ein Konzept vorgelegt, wie in einem Viertel am Ortseingang in Bergholz-Rehbrücke Wohnraum geschaffen werden kann. Der Plan, der am Donnerstag im Ortsentwicklungsausschuss vorgestellt wurde, sieht vor, in der Beethovenstraße einen Plattenbau aus DDR-Zeiten von vier auf sechs Etagen aufzustocken. Allein dadurch würden 24 neue Quartiere geschaffen. Zudem könnte dort in einer Baulücke ein Neubau in Würfelform entstehen, in dem zwölf Drei- und Vier-Raumwohnungen Platz finden.

DDR-Wohnblock könnte vom Fünf- zum Siebengeschosser werden

Im benachbarten Mozartweg sieht die Gewog ebenfalls Potenzial. Dort gäbe es die Möglichkeit, den Wohnblock aus DDR-Zeiten von fünf auf sieben Etagen zu erhöhen und auf einer Fläche davor zwei Häuser mit zwei Geschossen plus ausgebauten Dachgeschoss zu errichten. Mit der Aufstockung und den beiden Neubauten könnten am Mozartweg 26 neue Quartiere Wohnungssuchenden zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt wären es in beiden Straßen 62 zusätzliche Wohnungen.

Sanierung und Aufstockung in Nuthetal: zwei Fliegen mit einer Klappe

Die Grundstücke und die Plattenbauten gehören der Gewog, die vor Jahren den kommunalen Wohnungsbestand der Gemeinde Nuthetal übernommen hatte. Die vorhandenen Wohnblöcke in Mozartweg und Beethovenstraße sind sanierungsbedürftig. Man könnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn eine Instandsetzung mit der Aufstockung verbunden würde, sagte Gewog-Geschäftsführer Carsten Fischer im Ausschuss. Mit zwei Liften könnte ein barrierefreier Zugang zu den Plattenbauten ermöglicht werden. Vorhandene Wohnungen würden so aufgewertet, ohne am sozial verträglichen Mietniveau Abstriche zu machen.

Entscheidung zum Wohnungsbau nicht vor März

Für die zwei Etagen, die aufgestockt werden könnten, sind höherwertige Quartiere im Gespräch. Der Ortsentwicklungsausschuss will in seiner nächsten Sitzung im März intensiver über das Konzept beraten. Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) sprach von einer ersten Idee, die in den Gremien und im Aufsichtsrat der Gewog noch diskutiert werden müsse. Sie hatte bei der Gewog angeregt, Möglichkeiten für neuen Wohnraum an dem Standort zu analysieren, der auch im wohnungspolitischen Strategiepapier Nuthetals eine Rolle spielt.

Die Gemeinde hätte gute Chancen, für das Projekt Fördermittel aus dem Mietwohnungsbau-Programm des Landes zu bekommen. Nuthetal gilt als Kommune mit „erhöhtem Wohnbedarf“.

Von Jens Steglich

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