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Potsdam-Mittelmark Damelang: Drei Tage lang durchs Dorf gefeiert
Lokales Potsdam-Mittelmark Damelang: Drei Tage lang durchs Dorf gefeiert
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16:16 14.02.2016
Norbert und Wilfried Marx aus Ketzür heizten als Musikanten der Damelanger Fastnachts-Gesellschaft ein. Quelle: Andreas Koska
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Damelang

Es war ein hartes Wochenende für Lara Friedrich, Luca Borgwardt, Justin Schwäbe und Pascal Wilke. Die vier hatten in diesem Jahr zum ersten Mal die Ehre, als Platzdamen und Platzmeister die Damelanger Dorfbewohner zum Fastnachtstreiben einzuladen. Zwar ist angeblich am Aschermittwoch alles vorbei, aber nicht im Fläming und in der Zauche. So klingelten die Vier am Freitag an jeder Tür im Ort und sagten den traditionellen Spruch auf: „Wir laden ein, um mitzumachen, zum Singen, Tanzen, Lachen, von Freitagmittag bis Sonntagnacht, zur Damelanger Fasenacht“. Die Einladung verfehlte ihre Wirkung nicht. Schon am Freitagabend war die Gaststätte „Wiesengrund“ bis auf dem letzten Platz gefüllt. Bis um fünf Uhr morgens wurde gefeiert. Und nur knapp vier Stunden später ging es wieder los.

Tänzchen auf der Dorfstraße

Rund 60 Jugendliche und Junggebliebene zogen unter blauen Himmel und Sonnenschein beim Zimpern von Tür zu Tür durch das ganze Dorf. Manch ein älterer Bürger wagte ein Tänzchen mit der Platzdame oder einem der Platzmeister. Inge Schulze und Ehemann Helmut erwarteten die Schar schon ungeduldig. Als Norbert und Wilfried Marx aus Ketzür in die Gitarrensaiten griffen, zuckte es förmlich in den Beine der Dame und ein Tänzchen mit Luca Borgwardt wurde auf der Straße hingelegt.

Ausstellung zur Geschichte

Der Damelanger Fastnachts- und Freizeitverein (DFFV) wurde im Jahr 1995 gegründet. Seitdem veranstaltet der Verein das Fastnachtstreiben.

Normalerweise bildet die Damelanger Fastnacht den Abschluss der Saison im Fläming. In diesem Jahr ist man jedoch früher dran. So finden am kommenden Wochenende noch weitere Veranstaltungen statt – unter anderem in Linthe.

Eine Ausstellung zur Geschichte des Treibens seit 1982 hatte der DFFV in einem Nebenraum der Gaststätte aufgebaut. Gezeigt wurden auch Fotos aller bisherigen Platzmeister. Die Schau stieß die auf großes Interesse.

Fast überall warteten geschmierte Stullen, Süßigkeiten und vor allem Flüssiges, vom Saft bis zum Kräuterlikör, auf die fröhliche Jugend. „Je nach Stimmung haben wir auch Lukretia oder Annemarie im Angebot“, erklärt die 17-jährige Luca.

Lara Friedrich, Luca Borgwardt, Justin Schwäbe und Pascal Wilke (v.l.) führten als Platzmeister-Paare die Damelanger Fastnacht an. Quelle: Andreas Koska

In Damelang wird seit 1982 wieder gezimpert. Nachdem das Treiben Anfang der 60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts eingeschlafen ist, haben Ralf Säger und Lutz Seedorf die Tradition damals wiederbelebt. Seitdem ist es nicht wegzudenken. Auf dem Marsch durchs Dorf, zwischen Rundling und Siedlung Theerofen, wurden die Schritte der Zimperer bald schwerer und unsicherer. Lena Gick, Sarah Geigert und Heidi Krüger genossen den Rundgang. „Es macht Spaß“, sagte Gick. Rico Benthin war an dem Samstagvormittag als Heino unterwegs und unterstützte mit seiner vollen Stimme die Gitarrenklänge. Für ihn lohnt sich der Spaziergang doppelt. Neben dem Spaß, nutzt der erst vor kurzem in Dorf Gezogene die Gelegenheit, um seine neuen Nachbarn kennenzulernen.

Programm mit Schlachttruf „Damelang Helau“ bejubelt

Kondition und Trinkfestigkeit schienen wichtig, immerhin dauerte es gut sechs Stunden, bis auch der letzte Damelanger zu seinem Recht gekommen ist. Da hatte parallel schon das Kinderprogramm im Saal begonnen. Für die Zimperer ging es eher ins Bett. Wollten doch die meisten von ihnen am Abend zum Tanz wieder fit sein. Ob Männerballet, die Aufführung der Jungstörche, die Leibgarde oder der Kindertanz – alles wurde mit dem Schlachttruf „Damelang Helau“ bejubelt. Die Condor-Band heizte der Stimmung zusätzlich ein. „Es sind drei harte Tage, meine volle Bewunderung für die Platzmeister“, lobte der Damelanger Mario Richter. Denn während die meisten den Sonntag für einige Mußestunden nutzen durften, hieß es für die Repräsentanten auf zur Rentnerfastnacht.

Von Andreas Koska

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