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Potsdam-Mittelmark Wohnpark bekommt neue Nachbarn
Lokales Potsdam-Mittelmark Wohnpark bekommt neue Nachbarn
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11:07 12.10.2018
Der Wohnpark Havelland gehörte zu den ersten neuen Wohnbausiedlungen nach der Wende im Altkreis Brandenburg. Nach vielen Jahren des Stillstandes bekommen die Bewohner neue Nachbarn. Quelle: Frank Bürstenbinder
Damsdorf

 Sie heißen Ginsterweg, Veilchenweg und Anemonenweg. Viele Jahre standen diese noch vom ehemaligen Kommunalpolitiker Bodo Puschner ins Spiel gebrachten Straßennamen nur auf dem Papier. Doch bald bekommen die Damsdorfer im Wohnpark Havelland neue Nachbarn. Ein Investor haucht der vor rund 20 Jahren zum Stillstand gekommenen Entwicklung des Bebauungsgebietes neues Leben ein. In drei Abschnitten sollen Parzellen für 85 neue Häuser entstehen.

Nachfrage ist groß

„Die Gemeinde Kloster Lehnin hat mit dem Projektentwickler einen städtebaulichen Vertrag abgeschlossen. Ich bin zuversichtlich, dass die Vermarktung im Wohnpark wieder Fahrt aufnehmen wird. Denn weil die Nachfrage groß ist, brauchen wir neue Bauplätze“, sagte Bürgermeister Uwe Brückner der MAZ. Hinter dem Neustart steckt die in Teltow ansässige Wohnpark Havelland GmbH mit Projektleiter Jörg-Peter Graap, die nach eigenen Angaben bis Ende des Jahres die Erschließung für einen ersten Bauabschnitt vorantreiben will. Dann wäre der Weg für 23 Hausgrundstücke frei. In den folgenden Etappen sollen 39 beziehungsweise weitere 23 Parzellen auf den Markt kommen.

Die weitere Erschließung des Wohnparks Havelland in Damsdorf erfolgt in drei Bauabschnitten. Quelle: Frank Bürstenbinder

Mit der Fortführung des Wohnparks Havelland erlebt Kloster Lehnin gerade das größte Wohnbauprojekt in der Gemeinde. Dabei hält sich der Investor an die Grenzen des bestehenden Bebauungsplans. Damsdorf gehörte nach der Wende neben Brielow, Schenkenberg, Briest und Pritzerbe zu den ersten Kommunen, die eine neue Wohnsiedlung entwickelten. Weil der Erstbesitzer jedoch in die Insolvenz schlitterte, war nach gut 50 Doppelhäusern Schluss. Auch zur geplanten Errichtung von Gebäuden für die Nahversorgung kam es nie.

Auch die Gemeinde hat Pläne

Gebaut wird auf der Brachfläche, die sich dem bisher bebautem Areal anschließt. Begrenzt wird das Baufeld im Norden von der Bergstraße, südlich davon von der Neuen Bochower Straße. Sämtliche Planungs- und Erschließungskosten sind vom Vorhabenträger zu finanzieren. Wurden in den 1990er-Jahren Doppelhäuser errichtet, geht der Trend jetzt zu freistehenden Einfamlienhäusern. „Wenn das alles umgesetzt wird, sind wir dankbar“, so Kloster Lehnins Bürgermeister Brückner. Immerhin kann die Kommune mit rund 200 neuen Damsdorfern rechnen und käme damit auf eine Einwohnerzahl von etwa 1800.

Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner ist froh über den Fortgang der Erschließung im Wohnpark Havelland. Quelle: Frank Bürstenbinder

Mit dieser Entwicklung wäre über die nächsten Jahre hinaus die Grundschule und die Kita gesichert. Schon jetzt zwingt der Zuzug junger Familie die Kommunen zu Erweiterungen. Bekanntlich erhält die Damsdorfer Kita einen Anbau. Damit können dauerhaft 150 Mädchen und Jungen betreut werden. In der Schule wird durch Umbaumaßnahmen zusätzlicher Unterrichtsraum gewonnen. Doch die Gedanken in Kloster Lehnin in Sachen Damsdorf gehen schon weiter.

So soll eine gemeindliche Fläche an der Mühlenstraße mit einem Bebauungsplan überzogen werden. Ein Aufstellungsverfahren ist in Gang gesetzt. Der Damsdorfer Ortsbeirat hatte sich bereits im Mai dafür ausgesprochen. Dabei geht es um ein 9000 Quadratmeter großes Waldstück, das nach seiner Rodung Platz für etwa zehn Eigenheime bieten würde. Im Gegenzug will die Untere Forstbehörde eine gleichgroße Erstaufforstungsfläche zur Verfügung stellen. Beide Flächen unterliegen keinen Einschränkungen bezüglich der Neufestsetzung des Wasserschutzgebietes Damsdorf, das vom Kreistag in dieser Woche beschlossen wurde. Die vier Brunnen des Wasserwerkes Damsdorf versorgen die rund 2000 Einwohner in Damsdorf und Trechwitz mit Trinkwasser.

Von Frank Bürstenbinder

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