Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Das Amt Brück verteilt jetzt „Fege-Knöllchen“

Brück Das Amt Brück verteilt jetzt „Fege-Knöllchen“

Kuriosum im Fläming: Die Stadt Brück ermahnt Anwohner, die ihren Anliegerpflichten nicht nachkommen. Allerdings kommt die Kommune selbst ihren Aufgaben auf ihren Flächen oft selbst nicht nach, kritisieren nicht wenige verärgerte Bürger. Sie wehren sich mit Ironie

Voriger Artikel
Neun Verletzte bei Unfall mit vier Autos
Nächster Artikel
Architekten präsentieren besondere Bauten

Brück ermahnt Anwohner, die Anliegerpflichten nicht nachkommen. Diese wehren sich mit Ironie. 

Quelle: privat

Brück. Anlieger der Brücker Karl-Friedrich-Straße ärgern sich über mahnende Post aus dem Ordnungsamt der Amtsverwaltung. Darin werden einige aufgefordert, die Pflege der Gehwege und der Rinnsteine vor ihren Grundstücken ernster zu nehmen. Dabei zieht sich die Verwaltung den Zorn einiger Brücker zu.

Gleiche Maßstäbe sollte die Kommune nämlich auch für Flächen ansetzen, für die sie selbst zuständig ist, finden die Anwohner. Etwa rund um die Glascontainer in der Karl-Friedrich-Straße. Dort fragt ein unbekannter Zeitgenosse auf einem im hohen Gras aufgestielten Schildchen „Bekomme ich auch einen Strafzettel?“.

Ab und an Post vom Ordnungsamt

Sandy Kabelitz gehört zu den Anwohnern, die ab und an Post vom Ordnungsamt bekommen. Darüber ärgert sie sich. „Wir kehren schon regelmäßig, kratzen allerdings nicht jede Woche das Unkraut aus Fugen. Das schafft ja die Stadt auch nicht, wie wir sehen können“, sagt die erzürnte Anwohnerin.

„Verschickt werden wirkliche Bußgeldbescheide, die 25 Euro Kosten, meist nur, wenn mehrere Aufforderungen ignoriert werden und Anliegern ihren Reinigungspflichten über längere Zeit nicht nachkommen“, sagt Marion Jahn, Leiterin des Ordnungsamtes in der Brücker Amtsverwaltung. Für den Amtsbereich verlassen im Schnitt zehn Mahnschreiben pro Woche das Ordnungsamt.

Froh, wenn Bürger freiwillig mähen

„Die Pflege von Rasenflächen jedoch können wir von niemandem fordern, das wird oft missverstanden“, sagt Jahn. „Wir sind ja froh, wenn Bürger diese Aufgabe vor ihrer Haustür freiwillig übernehmen. Wo dies nicht geht, erledigt das unser Bauhof“, unterstreicht die Amtsleiterin im Gespräch mit der MAZ. Gut funktioniere dies in der Ernst-Thälmann-Straße. Dort waren nach der Straßensanierung mit vielen Anliegern Kooperationen vereinbart und die Art der Bepflanzung für die Rabatten abgestimmt worden.

Den ganze Ort herausgeputzt

Aktuell sei aus Anlass des Volksfestes „Titanen der Rennbahn“ der Ort noch einmal besonders herausgeputzt worden, erklärt Marion Jahn. Jedoch könnten die zwei Bauhofmitarbeiter sowie die zusätzlich gebundenen Helfer „nicht jede Woche überall im Stadtgebiet arbeiten“, räumt Amtsleiterin Marion Jahn ein.

Von Thomas Wachs

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg