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Das Art-Event startet kämpferisch am 13. Mai

Kunstaktion in einer alten Stahnsdorfer Villa Das Art-Event startet kämpferisch am 13. Mai

Die aus dem Jahr 1910 stammende Fabrikantenvilla in der Ruhlsdorfer Straße 1 in Stahnsdorf wird demnächst von Künstlern besetzt. Zwei Wochen lang werden sie im Rahmen des „Art-Event“ ihre Werke zeigen. Die Bürger haben Gelegenheit, das Haus endlich kennen zu lernen. Es könnte die letzte Gelegenheit sein.

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Die Protestplakate gegen einen Verkauf der Villa sind bald nach Hängung wieder verschwunden. Die Verwaltung hatte wohl etwas gegen das Engagement von Künstlern und Kulturschaffenden.

Quelle: Privat

Stahnsdorf. Zum 17. Mal lädt die Künstlergruppe Art-Event zu ihrem jährlichen temporären „Kunst-Ereignis“ ein. Der Schauplatz ist aufregend und zugleich ein Aufreger in der Gemeinde: die 1910 erbaute, nun leerstehende Villa am viel frequentierten Ortseingang von Stahnsdorf. „Einst Glanzpunkt der Straße, ist das zunehmend verfallene Haus mit der Nummer 1 zum viel diskutierten Thema der Lokalpolitik geworden“, so die Organisatoren. Hintergrund ist die frühere Absicht der Gemeinde, die Villa an einen Privaten zu verkaufen. Dieser Plan ist erst einmal auf Eis gelegt worden, weil sich Künstler und Kulturschaffende der Region für eine öffentliche Nutzung der Villa in die Bresche warfen. Die Stahnsdorferin Frauke Schmidt-Theilig, die ihr Atelier am Dorfplatz hat, ist mit dabei: „Seit einer Woche bereiten wir in der Villa das Art-Event vor.

„Durchzug“ beginnt am 13. Mai

Das Art-Event 2017 hat den Titel „Durchzug“ und startet mit einer Vernissage in der Ruhlsdorfer Straße 1 in Stahnsdorf am 13. Mai um 15 Uhr.

Die Künstler sind Bildhauer, Maler, Konzept-, Performance- und Soundkünstler. Die enstehenden Werke werden zwei Wochen lang zu sehen sein.

Infos: www.art-event-gruppe.de

Das Haus ist fantastisch geeignet und die Bausubstanz ist keineswegs marode, sondern aus meiner Sicht solide.“ Immerhin haben es die Künstler erreicht, dass nun in der Gemeinde geprüft wird, ob das Haus als Kulturstätte und vielleicht sogar als Standort der Kreisvolkshochschule geeignet ist. Dass es auch Gegner eines solchen Wegs gibt, zeigt die jüngste Äußerung des FDP-Gemeindevertreters Christian Kümpel. Das Prüfverfahren werde „zu nichts führen“, sagt er und plädiert für den Verkauf, damit „etwas Vernünftiges entsteht“. Seine Argumente gegen eine öffentliche Nutzung sind die fehlenden Parkplätze am Haus und die hohen Sanierungskosten.

Die Villa kann vom Keller bis zum Dachboden besichtigt werden

Frau Schmidt-Theilig hält dagegen: „Wenn wir nach Kleinmachnow schauen, so ist es doch dort sowohl bei den einst abgeschriebenen Kammerspielen, als auch beim Kultraum im Zehlendorfer Damm 200 gelungen, lebendige Kulturorte zu schaffen, ohne dass man von vornherein mit Millionensummen jonglierte.“ Selbst das Problem mit den Parkplätzen lasse sich lösen, wenn der Wille da sei, das außergewöhnliche Haus für die Bürger offen zu halten. Das Art-Event biete jetzt die Chance, dass sich die Stahnsdorfer die Villa vom Keller bis zum Dachboden anschauen können, so Schmidt-Theilig. „Das kann hier ein Treffpunkt werden, den die Gemeinde bislang einfach nicht zu bieten hat.“

Von Jürgen Stich

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