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Das Seniorenheim Schmerwitz hat eine Zukunft

Lafim-DMA-gGmbH steigt ein Das Seniorenheim Schmerwitz hat eine Zukunft

Für die Seniorenresidenz Schloss Schmerwitz zeichnet sich eine Zukunft ab. Zunächst einmal per Geschäftsbesorgungsvertrag soll die Lafim-DMA-gGmbH die Betreuung der aktuell 25 Bewohner sichern. Langfristig ist die Übernahme der Einrichtung vorgesehen, die von den Aufsichtsbehörden fast geschlossen worden wäre.

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Alexandra Rostek ist die aktuelle Leiterin der Seniorenresidenz.

Quelle: Dirk Fröhlich

Schmerwitz. Der Fortbestand der Seniorenresidenz Schloss Schmerwitz scheint gesichert. Denn: Ab sofort zeichnet die Lafim-DMA (Dienste für Menschen im Alter) gGmbH, ein Tochterunternehmen des Landesausschusses für Innere Mission, federführend dafür verantwortlich.

Zu diesem Zweck wurde mit dem bisherigen Betreiber ein Geschäftsbesorgungsvertrag unterzeichnet, der am 1. Dezember in Kraft getreten ist. Das hat das Landesamt für Soziales und Versorgung jetzt auf MAZ-Nachfrage bestätigt. „Damit liegt die fachliche und organisatorische Führung des Heimbetriebes in den Händen eines renommierten Trägers von Pflegeeinrichtungen und Diensten im Land Brandenburg“, sagt Carola Koch. Auf dieser Basis sei der Weiterbetrieb zunächst gewährleistet. „In den kommenden Monaten wird eine Übernahme der Trägerschaft in die Wege zu leiten sein“, so die Mitarbeiterin der in Cottbus ansässigen Aufsichtsbehörde.

Übernahme wird in die Wege geleitet

Sie hatte im Sommer die Schließung des Domizils in Betracht gezogen. Mit der im Land Brandenburg bislang einmaligen Forderung sollten Konsequenzen gezogen daraus gezogen werden, dass es der ansässigen Betreibergesellschaft über drei Jahre lang nicht gelungen war, Mängel in der Betriebsführung zu beseitigen und dauerhaft genügend Fachpersonal zur Betreuung der Alten zu binden. Nach wie vor lässt deren Geschäftsführer jegliche Anfrage dieser Zeitung dazu unbeantwortet. Wolfram Jung äußerte sich auch nicht zum aktuellen Stand der Dinge.

Visitenkarte: Lafim-DMA gGmbH

Die Lafim-DM (Dienste für Menschen im Alter) A-gGmbh ist eine Tochtergesellschaft des Landesausschusses für Innere Mission.

Diese Gesellschaft verfügt über 1133 Mitarbeiter und 70 Auszubildende.

Sie ist Trägerin von 26 Evangelischen Seniorenzentren . In den Häusern bieten die DMA 1586 moderne stationäre Pflegeplätze, 48 Kurzzeitpflegeplätze und 378 im Bereich des betreuten Wohnens.

Im Bereich der Tagespflege gibt es insgesamt 122 Plätze an acht Standorten.

In Bad Belzig sind vor allem die Fliedner Werk- und Wohnstätten bekannt, die unter das Dach der Inneren Mission gehören.

Außerdem bewirbt sich die Wi-Lafim-GmbH als Schwesterunternehmen gerade um die Übernahme des Burghotels.

Immerhin ist die Lafim-DMA-gGmbH wegen der Berichterstattung auf die Notlage der Seniorenresidenz Schloss Schmerwitz aufmerksam geworden. Kurz vor Ablauf des Ultimatums im Oktober wurden deshalb zunächst intern und dann mit den Pflegekassen und Behörden die Möglichkeiten ausgelotet, berichtet Ulrike Bennewitz. Wie die Lafim-DMA-Geschäftsführerin ausführt, sei es zum einen das Anliegen, dass die Bewohner im gewohnten Umfeld bleiben und zum anderen, dass Arbeitsplätze erhalten werden könnten. Unstrittig ist, dass die Beschäftigten vor Ort womöglich nicht qualifiziert genug, aber doch engagiert bei der Sache waren.

15 freie Plätze

Gegenwärtig wohnen 25 Senioren in der zunächst weiter von Alexandra Rosteck geleiteten Einrichtung, deren Kapazität eigentlich bei 40 Plätzen liegt. Vermieter des Gebäudes neben dem Schloss ist und bleibt die Domus-Verwaltungs-GmbH aus Karlsruhe. Die Eigentümerin des Areals hatte das Geschäftsfeld vor zwölf Jahren für sich entdeckt, als die Bewohner des Seniorenwohnparkes Bad Belzig dort vorübergehend ihr Ausweichquartier gefunden hatten.

Das Heim in der Außenansicht

Das Heim in der Außenansicht.

Quelle: Dirk Fröhlich

Aktuell sind im Schmerwitzer Plattenbau vier Pflegefachkräfte beschäftigt. „Da jedoch rund um die Uhr die Anwesenheit von Pflegefachkräften gesichert werden muss, sind Leasingkräfte beschäftigt, die aber das Unternehmen seit längerem kennen“, sagt Ulrike Bennewitz. Während auf diese Weise zunächst der Betrieb des Pflegeheimes gesichert wird, soll nach der Bestandsaufnahme mit dem vorhandenen Know-how sowie weiterem Personal die Zukunft organisiert werden. Nach Stand der Erkenntnisse ist eine komplette Betriebsübernahme durch die Lafim-DMA-gGmbH angestrebt. Sie wird nicht zuletzt von den lokalen Verwaltungen in Bad Belzig und Wiesenburg wohlwollend begleitet.

Von René Gaffron

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