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Potsdam-Mittelmark Das ganze Dorf trödelt mit
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10:57 11.09.2017
Steffi Scheer wohnt seit drei Jahren in Bardenitz. Dort organisiert sie nun den zweiten Trödelmarkt. Selbst packt sie dafür Kindersachen parat. Quelle: Victoria Barnack
Bardenitz

„Des einen Mannes Schrott ist des andern Mannes Schatz“, sagt ein englisches Sprichwort. Auch in Brandenburg ist die Beliebtheit von Trödelmärkten ungebrochen. In Bardenitz ist das Feilschen seit kurzem Frauensache. Steffi Scheer organisierte im April den ersten Dorftrödel. 20 Nachbarn folgten ihrem Aufruf und bauten vor ihren Haustüren eigene Stände auf. Dabei ist Steffi Scheer weder gebürtige Bardenitzerin noch Mitglied in einem der zahlreichen Vereine im Ort. Mit den Trödelmärkten möchte sie trotzdem einen Teil zur Dorfgemeinschaft beitragen. „Das Trödeln soll eine Tradition werden, bei der Besucher in alle Ecken des Dorfes gelockt werden und wir unter Nachbarn und Freunden eine gemütliche Zeit verbringen“, sagt sie.

Erst vor drei Jahren ist die 36-Jährige mit ihrem Mann und dem ersten Sohn von Malterhausen nach Bardenitz gezogen. Bei der Suche nach einem eigenen Haus fiel die Wahl nicht ganz zufällig auf den Treuenbrietzener Ortsteil. „Das Haus gehörte den Großeltern meines Mannes, die waren froh, dass es im Familienbesitz bleibt“, erklärt Steffi Scheer. Zwei Jahre lang bauten sie das Haus um, bevor sie einzogen und auch den in der Zwischenzeit geborenen, zweiten Sohn mit in ihr neues Heim brachten. Die umtriebige Dorfgemeinschaft, viel Jugend, die Kita im Ort – schwer fiel es der jungen Familie nicht, sich einzuleben. „Die Bardenitzer machten es uns von Anfang an einfach, uns hier wohl zu fühlen“ sagt sie.

Wohlfühlmomente für die Dorfgemeinschaft

Der Hoftrödel, den die Nachbarn direkt gegenüber regelmäßig aber allein veranstalteten, war einer dieser Wohlfühlmomente für Steffi Scheer. „Gereizt hat mich das irgendwie schon immer“, sagt sie. Wenn sie mit der Familie am Wochenende unterwegs ist, halte sie gern auf Trödelmärkten an. Bisher hieß es dort aber immer nur gucken und nicht selbst verkaufen. Im vergangenen Jahr fasste sie dann den Entschluss und durchstöberte die eigenen Kisten und Kleiderschränke. „Jeder hat doch etwas rumzustehen, das er nicht mehr braucht“, sagt sie. Die Resonanz im Dorf war so positiv, dass im April der erste Trödel stattfand. Künftig soll er zweimal im Jahr – immer im Frühjahr und Herbst – starten, stets gemeinsam mit einer weiteren Veranstaltung im Ort, wie zum Beispiel dem Pilzfest am bevorstehenden Wochenende.

Am Sonntag lädt Steffi Scheer gemeinsam mit knapp 40 anderen Bardenitzern also zum zweiten Mal zum Dorftrödel ein. Sie selbst hat mit den Kindern alte Kleidung und Spielzeug aussortiert, das verkauft werden soll. „An anderen Ständen gibt es Antikes. Einige haben viele Haushaltsutensilien, die sie loswerden wollen“, berichtet die 36-Jährige. Auch der eigene Nachwuchs trödelt mit und sorgt für die Verpflegung der Besucher. Steffi Scheers ältester Sohn möchte Waffeln backen, berichtet sie. „Die Einnahmen sollen als Spenden dem Kindergarten zugute kommen, den unser Kleiner besucht“, erklärt die Mutter. Auch sie selbst will sich beim zweiten Dorftrödel endlich die Zeit nehmen, an den anderen Ständen vorbeizuschauen. Bei der Premiere im April hatte sie das noch nicht geschafft. „Vor einem Jahr habe ich beim Hoftrödel unserer Nachbarn zwei Kuchenplatten gefunden“, erinnert sie sich, „mal sehen, was jetzt dabei ist.“

Von Victoria Barnack

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