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Das ganze Feld ist ein Labor

Feldversuche bei Dahnsdorf Das ganze Feld ist ein Labor

Eine Staubwolke zog Mittwoch über den Versuchsfeldern nahe Dahnsdorf. Ursache waren rund 70 Landwirte, Studenten, Forscher und andere Interessierte, die zum Tag der offenen Tür auf die Dauerversuchsflächen des Julius-Kühn-Instituts gekommen waren, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen mit Hauptsitz in Quedlinburg.

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Schau mal, ob es krabbelt: Besucher des Dahnsdorfer Versuchsfeldes prüfen den Befall der Pflanzen durch Kartoffelkäfer.

Quelle: St. Specht

Dahnsdorf. Dort zeigten deren Mitarbeiter, womit sich das Institut in den vergangenen Jahren beschäftigt hat. „Will man den Sinn von Pflanzenschutzstrategien beurteilen, ist dies nur mit Dauerfeldversuchen möglich. Denn Langzeitwirkungen sind erst nach Jahren, häufig nach Jahrzehnten erkennbar“, sagt der wissenschaftliche Versuchsfeldleiter Jürgen Schwarz. Dazu hatte das Julius-Kühn-Institut vor 20 Jahren in Dahnsdorf eine Testfläche angelegt.

Auf 38 Hektar Acker führen der Wissenschaftler und seine Mitarbeiter Versuche zur Auswirkung von Pflanzenschutzmitteln, Umwelteinflüssen wie Wassermangel und verschiedene Arten der Bodenbearbeitung auf Ernteerträge durch. So wird beispielsweise eine Getreideart auf mehreren Feldstücken angebaut und anschließend unterschiedlich behandelt. Immer wieder protokollieren die Mitarbeiter, wie sich die Früchte beim konventionellen Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln entwickeln.

„Dann vergleichen wir die Ergebnisse mit den benachbarten Feldern, auf denen wir den Einsatz vermindern oder gar ganz einstellen“, so Jürgen Schwarz. Besonders freute er sich über den Besuch vieler Bauern aus der Region, hatte auch die gleich die Begründung parat: „Wir arbeiten sehr praxisnah. Darum sind die Ergebnisse besonders für Landwirte interessant.“

Mittlerweile ist es ruhig geworden um die Versuchsfelder des Instituts. Vor einigen Jahren war das noch anders. „Als wir mit genetisch veränderten Pflanzen gearbeitet haben, hatten wir ab und zu nachts Menschen hier, die Verwüstungen angerichtet haben. Doch die Zeiten sind vorbei“, sagt Jürgen Schwarz.

Von Stefan Specht

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