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Potsdam-Mittelmark „Das war wie eine zweite Familie für mich“
Lokales Potsdam-Mittelmark „Das war wie eine zweite Familie für mich“
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15:59 14.02.2016
Kleine Ballerinas: Nadine Hoffmann mit (von hinten links) Fiona (7 Jahre), Mathilda (9 Jahre), Theresa (8 Jahre), Alena (7 Jahre), (von links vorne) Greta (6 Jahre), Emily (6 Jahre) und Amelie (6 Jahre). Quelle: Johanna Uminski
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Borkheide

„Plié und strecken“, weist Nadine Hoffmann ihre Tanzschüler im kleinen Bewegungsraum des AWO-Mehrfamilienhauses in Brück an. Sanft rückt sie die Füße der sechsjährigen Amelie zurecht, um sie in die richtige Ballettposition zu bringen. Auch die anderen sechs Kursteilnehmerinnen bemühen sich, die Fuß- und Beinstellungen exakt auszuführen – und dabei noch graziös auszusehen. Nichts entgeht den wachsamen Augen der Tanzpädagogin. Seit einem Vierteljahr bietet die Wahl-Borkheiderin Ballett für Schulkinder und kreativen Kindertanz für Drei- bis Sechsjährige in Brück an. Ein Angebot, das bei den Brücker Kindern sehr gut ankommt.

Tanzen ist die große Leidenschaft von Nadine Hoffmann. Die gebürtige Merseburgerin hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Besucht hat die Tanzpädagogin und Diplom-Bühnentänzerin die weltbekannte Palucca Hochschule für Tanz in Dresden. Trotz einer 40-Stunden-Woche im Tanzinternat erinnert sich die 35-Jährige auch heute noch gerne an diese Zeit: „Das war wie eine zweite Familie für mich.“ Nadine Hoffmann weiß, dass es ihren Eltern damals schwerfiel, ihr einziges Kind gehen zu lassen. „Sie wären nicht all zu traurig gewesen, wenn ich die Aufnahmeprüfungen nicht bestanden hätte“, erinnert sich Hoffmann. Doch es sollte anders kommen. Das Ausnahmetalent aus Merseburg schaffte als zehnjähriges Mädchen den Sprung in die Tanzelite und machte mit 19 Jahren ihren Abschluss als Diplom-Bühnentänzerin.

Es folgten Auftritte als Tänzerin und Darstellerin in verschiedenen Produktionen. Schnell merkte die junge Frau, dass sie mehr erreichen wollte – und begann ein Tanzpädagogikstudium an der Ballett- und Tanzakademie in Iserlohn. „Ich wollte mir ein zweites Standbein aufbauen“, sagt die Gründerin des Unternehmens „lostanzen“. Gerade auch, weil Tänzerinnen mit 35 Jahren schon als „Rentner“ gelten, weiß Hoffmann. Nach dem Studium gründete sie 2006 mit anderen Kolleginnen die Tanzbasis in Berlin, wo sie noch immer Kurse anbietet.

Der Umzug nach fast zehn Jahren von Berlin nach Borkheide im vergangenen Jahr fiel der Tänzerin nicht schwer. „Ich fühle mich hier sehr wohl – es ist wie im Urlaub“, sagt die zweifache Mutter, die auch wegen ihrer Kinder aus der Großstadt aufs Land ziehen wollte. Den Drang sich zu bewegen und zu tanzen verspürte Nadine Hoffmann schon als kleines Kind. „Mit Tanzen kann man ohne Worte seine Gefühle ausdrücken“, sagt sie. Ein besonderer Schatz, den die Tanzpädagogin auch an ihre Schüler weitergeben möchte. „In diesem Alter sind die Kinder noch sehr kreativ und neugierig und möchten viel ausprobieren“, betont Hoffmann.

Stillstand kommt für sie nicht in Frage. Hoffmann bildet sich regelmäßig weiter. Aktuell arbeitet sie mit ihren Brücker Tanzschülern an einem Ballettstück, das im Sommer aufgeführt werden soll. Die Choreographie stammt von ihr selbst. Der größte Traum der Bühnentänzerin: „Ich hoffe, dass ich noch lange mit Kindern und Jugendlichen arbeiten kann.“

Weitere Infos zu Tanzkursen von Nadine Hoffmann unter www.lostanzen.de.

Von Johanna Uminski

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