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Europarc: Datenschutz verbietet Überwachung

Kameras abgeschaltet Europarc: Datenschutz verbietet Überwachung

Nach einem Einbruch in einer IT-Firma im Europarc Dreilinden in Kleinmachnow hätte der Täterkreis mit Hilfe von Überwachungskameras eingegrenzt werden können. Doch die Geschäftsführung des Gewerbeparks musste die Videotechnik auf Anweisung des Landesamtes für Datenschutz abschalten. Ein Kleinmachnower hatte sich beschwert.

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Funktionstüchtig aber nicht funktionsbereit: Zwei solcher Überwachungskameras an der einfahrt in den Europarc Dreilinden in Kleinmachnow mussten wegen Datenschutzes abgeschaltet werden.

Quelle: DPA

Dreilinden. Geschäftsführer Philipp Wentzel hatte schon mit dem Arbeitstag abgeschlossen, als er an einem Abend kurz vor 22 Uhr von einem Wachmann angerufen wurde. Einbrecher waren in das Büro seiner Firma „prianda consult“ im Europarc Dreilinden in Kleinmachnow eingedrungen und hatten drei Laptops, eine Kamera sowie diverse Objektive gestohlen. Die Gesellschaft arbeitet im Online-Marketing und erstellt Internetauftritte. Der Sachschaden wurde auf bis zu 12 000 Euro geschätzt. Da noch ein Rechner mit dem Server verbunden war, konnte die Polizei die Tatzeit auf kurz nach 20 Uhr eingrenzen.

„Wären die beiden Überwachungskameras am Kreisverkehr zur Einfahrt in das Gewerbegebiet eingeschaltet gewesen, hätte man sicher auch den Täterkreis mehr einengen können“, ist sich Wentzel sicher. Ihr Fokus soll auf die Höhe der Kennzeichen der Autos ausgerichtet sein, die den Gewerbepark befahren beziehungsweise wieder verlassen. Doch die Kameras seien schon vor etwa zwei Jahren abgeschaltet worden – aus Gründen des Datenschutzes, teilte ihm der Wachmann mit.

Das Landesamt für Datenschutz habe diese Abschaltung angewiesen, bestätigt Sophia Lüschner, kaufmännische Leiterin der Europarc GmbH. Ein Kleinmachnower habe sich bei der Behörde beschwert. Die Technik sollte ursprünglich sogar abgebaut werden. Gemeinsam mit der Polizei habe der Gewerbeparkbetreiber aber erreichen können, dass es bei der Abschaltung bleibt. „Der Aufnahmewinkel reicht nicht einmal bis zur nahen Brücke über die Autobahn“, sagt Lüscher. Die Aufnahmen würden nach einer Woche wieder gelöscht. Der Gewerbeparkbetreiber habe sie seinerzeit installiert, weil frisch gesetzte Grünpflanzen immer wieder von Dieben gestohlen wurden. Mit diesen und weiteren Überwachungskameras im Gewerbepark wolle die Europarc GmbH den Firmen ein größeres Sicherheitsgefühl geben, meint Lüscher.

Nach Aussage der Polizei sind durch die abschreckende Wirkung der Kameras Einbrüche im Europarc nicht allzu häufig.

Von Heinz Helwig

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