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Debatte um den Netto-Neubau geht weiter

Werder Debatte um den Netto-Neubau geht weiter

Einige Bedingungen sind an den Neubau des Netto-Marktes in der Eisenbahnstraße in Werder geknüpft – einer der wichtigsten ist das äußere Erscheinungsbild des Discounters. Er soll sich nach Ansicht des Bauausschusses in die Umgebung, geprägt von Wohnhäusern, eingliedern. Die Anwohner wehren sich seit fünf Jahren gegen den Bau vor ihrer Haustür.

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Netto kann auf der Fläche des alten Marktes nur die Hälfte der Produktpalette anbieten – eine weitere Filiale gibt es in der Berliner Straße.

Quelle: Detlev Huber

Werder. Seit fünf Jahren beschäftigt sich die Stadt Werder mit dem Umzug des Netto-Marktes in der Eisenbahnstraße. Gegenüber der Bushaltestelle Friedrichshöhe sollte eigentlich schon längst ein neuer, etwa doppelt so großer Discounter entstanden sein, der den alten in etwa 300 Metern Entfernung ersetzt. Nachdem es zunächst massive Einwände der Anwohner gab, äußerten erneut einige Mitglieder des Bauausschusses bei der jüngsten Sitzung am Donnerstag ihre Zweifel.

Für die Bebauung muss der Flächennutzungsplan, der ursprünglich Wohnhäuser auf dem brachliegenden Bereich vorgesehen hatte, geändert werden. „Weil ein beschleunigtes Verfahren nicht möglich war, mussten wir damals auf dieses zurückgreifen und es gibt jetzt keinen Anlass, von diesem B-Plan Abstand zu nehmen“, erklärte Werner Große (CDU). Joachim Lindicke sieht dies anders und betonte, dass die SPD-Fraktion von Beginn an gegen den Markt an dieser Stelle war. „Der Bedarf in Werder ist gedeckt, wir brauchen diesen Markt nicht“, sagte er. Auch die Grüne schloss sich dieser Meinung an: „Es gibt genug Nahversorgung, Wohnraum ist viel stärker nachgefragt“, so die Fraktionsvorsitzende Ilona Klapper.

Markt soll sich in die Umgebung einfügen

Aus Sicht des stellvertretenden Ausschuss-Vorsitzenden Peter Kreilinger (CDU) solle zunächst geklärt werden, wie der Markt aussehen soll und wie er sich in das Erscheinungsbild der umliegenden Wohnhäuser einfügt. Ähnlich wie auch vor dem Bau des neuen Aldi auf dem Strengfeld würde er sich wünschen, dass die Planer den neuen Markt anhand eines Modells vorstellen. „Wenn der Bau aber nicht im Interesse der Stadt ist, sollte man dagegen kämpfen“, warf Klaus Vehlow, sachkundiger Einwohner in die Diskussion ein. Bauamtsleiter Ralf Schwarzer zufolge würde der Investor bei einem Verfahrenswechsel das Vertrauen in die Stadt verlieren. Werner Große gab zu bedenken, dass eine Vertragsstrafe in Höhe von einer halben Million Euro drohen könnte. Der Bauausschuss hat die Abwägungen zum Bebauungsplan zunächst mehrheitlich weiterempfohlen. Entscheiden werden letztlich die Stadtverordneten.

Netto will einen neuen Markt bauen, weil der alte zu klein ist und zum Beispiel keine Laderampe für die Warenannahme hat. Der neue Markt soll 1100 Quadratmeter groß sein und von der Eisenbahnstraße aus befahren werden.

Von Luise Fröhlich

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