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Potsdam-Mittelmark Die Eisbahn-Debatte liegt vorerst auf Eis
Lokales Potsdam-Mittelmark Die Eisbahn-Debatte liegt vorerst auf Eis
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16:56 26.02.2018
Auch Eishockey ist auf der Bad Belziger Bahn regelmäßig gespielt worden. Quelle: Dirk Fröhlich
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Bad Belzig

Die Debatte um die endgültige Schließung der Kunsteisbahn an der Martin-Luther-Straße in Bad Belzig ist aufgeschoben. Nach Kritik aus den Reihen von SPD und Linken, FDP und Grünen folgten die Mitglieder des städtischen Sozialausschusses dem Antrag von Ingo Kampf (SPD), die von der Verwaltung eingebrachte Vorlage von der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 26. Februar zu nehmen.

Die Bad Belziger Eisbahn hat zu ihren Hochzeiten zahlreiche Besucher angelockt und im Winter stets für viel Freizeitspaß gesorgt. Aufgrund einer Havarie musste sie 2015 jedoch geschlossen werden – und weil eine Reparatur zu teuer ist, steht die Freizeiteinrichtung nun wohl ganz vor dem Aus.

Eine Havarie der Kältetechnik hatte den Kufenspaß in der Stadt bereits im Dezember 2015 beendet. Seitdem bleibt die Anlage im Winter ungenutzt. Im Sommer wird über die Fläche das Wasser im benachbarten Schwimmbad erwärmt.

Runder Tisch am 6. März

Mitte April soll die Debatte um die Zukunft der im Land Brandenburg einmaligen und erst 1995 in Betrieb genommenen Anlage wieder aufgenommen werden. Bis dahin sollen noch einmal Rettungschancen für die Anlage ausgelotet werden. Bereits für den 6. März hat Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) zu dem durch ihn seit Dezember 2016 versprochenen Runden Tisch zur Eisbahnproblematik eingeladen.

„Der wird an den Fakten aber auch nichts ändern“, so der Verwaltungschef mit Blick auf laufende Betriebskostenzuschüsse und geplante Großvorhaben der Stadt. „Mit dem Bau der neuen Feuerwehr, der Sanierung der alten Geschwister-Scholl-Grundschule zum Soziokulturellen Zentrum und der Entwicklung des Grundschulstandorts „Geschwister Scholl“ haben wir uns viel vorgenommen“, sagt auch Jürgen Gottschalk (CDU).

„Es war eine schöne Zeit, aber jetzt ist Schluss“

„Es war eine schöne Zeit mit der Eisbahn, aber hier ist Schluss.“ Marco Borchardt, der als sachkundiger Einwohner der Christdemokraten dem Sozialausschuss angehört, vertritt sogar die Ansicht, dass Eissport „nicht mehr hip genug“ sei.

„Die Eisbahn ist ein Stück Qualität für die Stadt, auf die wir nur schweren Herzens verzichten könnten“, befindet dagegen Burkhard Kroll (Grüne). Die von ihm aufgeworfene Frage, wie der damit einhergehende Attraktivitätsverlust ausgeglichen werden könnte, blieb unbeantwortet.

Eisbahn in Fichtenwalde könnte Vorbild sein

Während Borchardt bereits einen Ideenpool anregte, in dem Wünsche der kleinen und großen Kurstädter zur weiteren Nutzung des Areals gesammelt werden könnten, plädierte Leisegang dafür, entsprechende Gedanken erst nach einer Schließung zu bündeln.

Während in der Verwaltung der Kur- und Kreisstadt eine intakte Kunsteisbahn als Touristenmagnet noch nicht erkannt ist, geht man im Beelitzer Ortsteil Fichtenwalde aktuell genau diesen Weg. Dort wird sich der Sportplatz vom 6. bis 11. März in eine Kunsteisbahn verwandeln. Möglich wird das durch ein Kunststoffeis der Firma Barnim ICE GmbH, das keine Kälteanlage erfordert.

Auf diese eventuelle Chance auch für die Bad Belziger wies dieser Tage Mathias Täge vom Vorstand der Potsdam-Mittelmärker Piraten hin.

Von Christiane Sommer

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