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Potsdam-Mittelmark Dem Kindheitstraum ein Stück näher
Lokales Potsdam-Mittelmark Dem Kindheitstraum ein Stück näher
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17:11 17.08.2015
In drei Jahren soll aus dem Maßstab 1:87 Maßstab 1:1 werden, hoffen Emmely Dorn und Kay-Florian Lucke zusammen mit ihrem Ausbilder Waldemar Bulitz. Quelle: Uwe Klemens
Bad Belzig

Manch einer träumt als Kind davon, Polizist oder Feuerwehrmann zu werden. Manch eine vom Friseurinnen- oder Erzieherinnenjob. Bei Emmely Dorn und Kay-Florian Lucke war das nicht so. Schon im Grundschulalter träumten die beiden heute 16-jährigen davon, eines Tages hinter dem Lenkrad eines großen Reise- oder Linienbusses zu sitzen. Nun sind die beiden diesem Traum ein großes Stück näher gerückt.

Denn am Montag war für die beiden frischgebackenen Kraftfahrer-Azubis der erste Arbeitstag bei der Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB), wo sie nicht nur ihre Ausbildungsverträge unterzeichneten, sondern als kleines Begrüßungsgeschenk neben einem VGB-Poloshirt auch einen Miniaturbus im Maßstab 1:87 erhielten. „Wenn ihr euch anstrengt, kann daraus in drei Jahren ein Bus im Maßstab 1:1 werden“, sagte VGB-Chef Hans-Jürgen Hennig.

VGB bildet zum ersten Mal selbst aus

Dass Lehrlinge am ersten Tag nicht nur vom Chef und von der Belegschaft, sondern sogar vom Minister für Bildung, Jugend und Sport begrüßt werden, ist sicherlich nicht die Regel. Dass Günter Baaske (SPD) trotzdem kam, hatte natürlich einen besondern Grund. Denn zum ersten Mal in der 22-jährigen Unternehmensgeschichte bildet der VGB damit nun seine künftigen Busfahrer selbst aus. „Und wird es sicherlich nicht zum letzten Mal tun“, so Baaske. Zusammen mit Michael Paduch, Geschäftsführer des Bad Belziger Technologiezentrums (TGZ), lobte der Minister die Bemühungen des Verkehrsunternehmens, für ein mitarbeiterfreundliche Betriebsklima und gute Arbeitsbedingungen zu sorgen. Dass der VGB auch in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels noch immer in der Lage ist, sich seine Mitarbeiter auszusuchen, sei dafür der Lohn.

Dass nun auch ein weiblicher Azubi den Weg in die Männerdomäne einschlagen konnte, sei auch heutzutage noch keine Selbstverständlichkeit, so Baaske, werde aber in der Regel laut Statistik mit überdurchschnittlichen Leistungen und einer Verbesserung des Betriebsklimas belohnt. Mit Emmely hinterm Steuer würde sich der Anteil der Busfahrerinnen bei der VGB verdoppeln. Denn bislang sind 79 der 80 Busfahrer männlich.

Schulbusfahrer als Vorbild

Da die Ausbildung naturgemäß auch den Erwerb des Busführerscheins beinhaltet, musste vor Lehrbeginn eine weitere Hürde genommen werden: Das hierbei geltende Mindestalter von 21 Jahren. „Die entsprechende Ausnahmegenehmigung ist für beide Azubis inzwischen erteilt“, freut sich Hans-Jürgen Hennig.

Sowohl bei Emmely, als auch bei Kai-Florian ist jeweils eine ganz konkrete Person „Schuld“ an ihrem Traum. „Bei mir war es mein Vater, der Lkw-Fahrer ist und mich schon als Kind oft mitfahren ließ“, sagt die aus Lindow bei Jüterbog stammende, junge Frau. „Aber ich wollte nicht nur Silage, sondern Menschen transportieren“.

Kay-Florians Vorbild ist sein Schulbusfahrer. „Der war so freundlich und so beliebt, dass manche Schüler lieber einen Bus länger warteten, um mit ihm mitzufahren“, sagt der aus Brandenburg an der Havel stammende Azubi. Auch an den Vornamen und an das Aussehen seines Vorbildes erinnert er sich noch heute. „Wie nannten ihn immer nur ’Henry’. Und er hatte einen grünen Bart.“ So einen will sich der 16-Jährige nicht stehen lassen. Aber so freundlich zu sein und so sicher zu fahren wie Henry, hat er sich fest vorgenommen.

Von Uwe Klemens

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