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Potsdam-Mittelmark Den Fläming von der besten Seite gezeigt
Lokales Potsdam-Mittelmark Den Fläming von der besten Seite gezeigt
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18:54 10.09.2017
Torsten Mädler (li.) und Andreas Stoof sind beim Flämingmarkt in Fredersdorf als Ausrufer unterwegs. Quelle: Christiane Sommer
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Fredersdorf

„Bekanntmachung, Bekanntmachung“, schallt es am Sonnabend und Sonntag immer wieder durch die Straßen von Fredersdorf. Die kräftigen Stimmen stammen von Andreas Stoof und Torsten Mädler. Sie haben während des 14. Flämingmarktes die verantwortungsvolle Aufgabe der Ausrufer übernommen und werden jeweils vom Anschlagen kleiner Glocken begleitet. So sind die beiden, obgleich nicht immer und überall zu sehen, gut zu hören.

Viel zu erleben im ganzen Dorf

Die vielen Besucher, die an beiden Tagen über den Markt und damit quer durch das Dorf bummeln, nehmen die von den Männer verkündeten zusätzlichen Informationen dankbar an. Schließlich gibt es viel zu erleben, zu sehen und zu genießen in der Kirche, entlang der Hauptstraße, auf dem Dorfplatz, am Schwimmbad und im großen Festzelt. Dort moderiert das Treuenbrietzener Sabinchenpaar Vivien Stolze-Lange und Hans-Jörg Stolze ein buntes, abwechslungsreiches und allen Altersgruppen gerecht werdendes Bühnenprogramm. Es wird gesungen, musiziert und getanzt.

Die Busse, die im Rahmen der Aktion „48-Stunden Fläming“ das Dorf im Halbstundentakt ansteuern, bescheren im steten Rhythmus ständig neue Besucher. Sie mischen sich munter ins Marktgetümmel und sind bereit, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Da gibt es frisch geriebene Kartoffelpuffer, Räucherfisch, Ziegenprodukte, Wildspezialitäten und sogar die ersten Lebkuchen. Die Fredersdorfer wiederum reichen das, was im Garten und auf dem Feld über den Sommer gereift ist.

Reinhard Helle bietet als Fredersdorfer Kartoffelkäfer (FKK) Dämpfkartoffeln an. Quelle: Christiane Sommer

Reinhard Helle beispielsweise bietet Dämpfkartoffeln mit Butter, Quark oder Leinöl. Genau so zubereitet, wie es die Altvorderen taten: Im Kartoffeldämpfer. „Probieren Sie ruhig“, sagt Helle zu einer dreiköpfigen Damengruppe, die etwas unschlüssig vor dem großen Maxikochtopf steht. Eine von ihnen lässt sich auf die Kostprobe ein. Prompt keimt die Erinnerung an die Kindheit, als Pellkartoffeln ein nicht wegzudenkender Teil des Speiseplans waren.

Guido Haseloff wiederum hat eigens für das Markttreiben eine Gurkenbowle angesetzt. „Ganz neu ist die Idee nicht. Wir haben sie zum Bettenrennen früher schon einmal angeboten“, verrät der Fredersdorfer. Die ungewöhnliche Zubereitung wird mit lobenden Worten bedacht. So wie auch die Kürbisbowle, die Joachim Muschert kreiert hat. „Schmeckt frisch und fruchtig“, stellt Lutz Müller aus Berlin fest.

Joachim Muschert bietet Gästen wie Astrid Schneider und Lutz Müller Kürbisprodukte. Quelle: Christiane Sommer

Es gibt kaum einen Fredersdorfer, der im Rahmen des Flämingmarktes nicht auf den Beinen ist. Zu verweilen, lohnt längst nicht nur in der Ortsmitte. Entlang der Hauptstraße sorgen Händler mit regionalen und traditionellen Angeboten für buntes Treiben und am Schwimmbad kommt der Nachwuchs auf seine Kosten. Heidi Siebert offeriert Führungen durch die alte Fredersdorfer Wassermühle, während Elke Sternberg als Wanderleiterin mit Interessierten über den Biberwanderweg pilgert. Die Besucher sind voll des Lobes. „Mir gefällt der Markt sehr gut“, findet Jana Gauß aus Medewitz. „In Fredersdorf war ich bisher noch nie, aber im Hohen Fläming“, erzählt Astrid Schneider aus Berlin. Die Entdeckungen durch das für sie bis dahin unbekannte Dorf umschreibt sie als wunderbare Erlebnistour.

Das Orchester Lwowek aus der polnischen Partnerregion spielt Märsche, Film- und Unterhaltungsmusik. Quelle: Christiane Sommer

Für das einzige Ärgernis des gelungenen Festes sorgen am Sonnabendnachmittag einige Besucher des Flämingmarktes selbst. Ihre im Kreuzungsbereich abgestellte Autos behinderten die Busse der Aktion und des Linienverkehrs. Für sie wird es im Gegenverkehr zu eng.

Von Christiane Sommer

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