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Denkmäler im Park erhalten Frischekur

Treuenbrietzener Altstadt Denkmäler im Park erhalten Frischekur

In Treuenbrietzen darf das Sanierungsgebiet der Altstadt wachsen. Es soll auf Wunsch der Kommune jetzt auf den südlichen Teil der Parkanlage an der Nieplitz ausgeweitet werden. Nur so wird es überhaupt möglich, auch die darin stehenden Denkmäler und den Ehrenhain noch mit Fördergeld umfassend zu sanieren. Sie haben dies ebenso nötig wie die Wege und das Grün.

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Mit einem Theaterstück wiesen die „Stadtgaukler“ bereits 2015 auf den schlechten Zustand des Treuenbrietzener Himmel-Denkmals hin.

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen. Zertrampelte Rasenflächen, Pfützen auf Spazierwegen, verwilderte Sträucher und mehrere marode Denkmäler prägen das Bild im südlichen Teil des Stadtparkes an der Treuenbrietzener Nieplitz. Abhilfe für dieses unschöne Bild rückt jetzt näher. Die Kommune darf das Sanierungsgebiet der Altstadt um den Bereich zwischen Badeanstalt, Jüterboger Straße und Parkstadion ausweiten. Das Landesamt für Bauen und Verkehr gab dafür jetzt grünes Licht. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadt- und Ortsteilentwicklung billigten das Vorhaben einstimmig.

Ohne Fördergeld geht gar nichts

Immerhin ist es der Kommune nur so möglich, die umfangreichen Sanierungsarbeiten in dem Bereich überhaupt noch zu realisieren. „Ohne Fördergeld können wir uns das gar nicht leisten“, sagt Bauamtsleiter Christoph Höhne. Denn in dem Park gibt es nicht nur Grünanlagen mit zum Teil wertvollem Baumbestand. Vor allem machen die Denkmäler Sorgen, die dort seit Jahrzehnten immer baufälliger werden.

Erheblich sanierungsbedürftig

Erheblich sanierungsbedürftig: Die Gedenksäule für den Deutsch-Französischen Krieg.

Quelle: Thomas Wachs

Rund 250 000 Euro könnten nötig werden, um das Areal – ähnlich wie nördlich der Nieplitz geschehen – herzurichten. Dafür darf dann Fördergeld von Land und Bund im Rahmen des Programms zur Altstadtsanierung fließen. Das war bisher nicht möglich. Denn derzeit endet das vor 20 Jahren ausgewiesene Sanierungsgebiet nördlich der Nieplitz. Versuche, andere Förderquellen anzuzapfen, scheiterten bislang. „Denn dafür wären immer zusätzliche Eigenanteile der Stadt nötig gewesen“, so Höhne. Für den Anteil zur Altstadtsanierung hat die Kommune indes ohnehin jährlich 220 000 Euro im Haushalt vorgesehen.

Noch gut in Schuss

Noch gut in Schuss: Skulptur im Ehrenhain für Opfer des Ersten Weltkrieges.

Quelle: Thomas Wachs

Von der Ausweitung des Sanierungsgebietes sind keine Gebäude erfasst. Eine zwischenzeitlich erhoffte Förderung für die Sanierung auch der historischen Badeanstalt ist nicht möglich. „Hier geht es nur um den Park mit den Wegen, Grünbestand und die Denkmäler“, erläuterte Christoph Höhne.

Details sind noch nicht geklärt

Die Sanierung des Ehrenhaines für tote russische Soldaten des Zweiten Weltkrieges direkt an der Jüterboger Straße erfolgte bereits vor gut zehn Jahren. Am Übergang vom russischen zum deutschen Teil der historischen Anlage sind zudem Gedenksteine für im Zweiten Weltkrieg gefallene deutsche Soldaten aus der Sabinchenstadt hergerichtet. Die dahinter liegenden, historischen Gedenkstätten für deutsche Opfer des Ersten Weltkrieges sowie des Deutsch-Französischen-Krieges (1870/71) harren indes bis heute ihrer Restaurierung. Sie soll nun mit Hilfe des Fördergeldes möglich werden. Auch das Denkmal für den Komponisten Friedrich Heinrich Himmel (1765 bis 1814) im Park ist Gegenstand dieses Projektes.

Feste Grenze seit 22 Jahren

Das Sanierungsgebiet „Historische Altstadt Treuenbrietzen“ war per Satzung der Stadt am 2. Mai 1994 förmlich festgesetzt worden. Seither erfolgte keine Änderung.

Gegeben waren damit die Voraussetzungen dafür, dass für die Kommune sowie für private Bauherren Fördergeld fließen konnte. Zudem sind Investoren steuerliche Sonderabschreibungen möglich.

Abgeschlossen werden sollen das Förderprogramm zur Altstadtsanierung in Treuenbrietzen spätestens im Jahr 2020.

Die nun vorgesehene Erweiterung des Sanierungsgebietes betrifft eine Gesamtfläche von 1,3 Hektar.

„Details zum Umfang der Sanierung müssen wir aber noch beraten“, sagt der Bauamtsleiter. „Landschaftsplaner Gunnar Lange aus Bad Belzig hatte Vorarbeiten bereits im Zuge der Sanierung des russischen Ehrenhains geleistet“, so Höhne. Er geht davon aus, dass im kommenden Jahr zunächst die umfangreich nötigen Abstimmungen mit verschiedensten Behörden erfolgen müssen. Neben dem Denkmalschutz für die historische Anlage sind nämlich auch Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen. Denn der Bereich der Nieplitzufer steht als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) unter besonderem Schutz. „Die eigentlichen Bauarbeiten selbst dürften dann 2018 innerhalb eines Jahres zu erledigen sein“, sagt Christoph Höhne.

Von Thomas Wachs

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