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Potsdam-Mittelmark Der Hagelberg fasziniert die Besucher
Lokales Potsdam-Mittelmark Der Hagelberg fasziniert die Besucher
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12:48 11.09.2016
Wanderer Uwe Dzial aus Berlin macht Rast auf dem Hagelberg Quelle: Christiane Sommer
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Hagelberg

„Was, zehn Jahre steht das Gipfelkreuz schon auf dem Hagelberg?“. Da staunt Wolfgang Wagner. Er ist Ortsvorsteher von Hagelberg. Zum Ort gehört der Gemeindeteil Glien gehört. Angesichts des runden Jubiläums lässt er sich spontan zu einer Gipfelwanderung überreden.

„Man glaubt gar nicht, wie viele Touristen durch Hagelberg und Glien kommen“, erzählt er unterwegs. Über den Kunstwanderweg, der beide Orte und den 200,40 Meter hohen Hagelberg tangiert, sind die Dörfer bekannt geworden. Und so vergeht nach seinen Beobachtungen kaum ein Tag, an dem keine Wanderer anzutreffen sind. „Nur schade, dass der Gutshof geschlossen ist und es keine Möglichkeit der Einkehr mehr gibt“, bemerkt der Ortsvorsteher und weist damit auf ein großes Defizit hin. Wanderer Uwe Dzial aus Berlin lauscht gespannt.

Borussia-Denkmal erinnert bis 1945 an die große Schlacht. Quelle: Christiane Sommer

Dann geht es zügig weiter in Richtung Gipfel und Wagner rät schmunzelnd, mit den Kräften hauszuhalten. Angekommen, ist aus dem schmunzeln ein breites Grinsen geworden. Wie bestellt sitzt am Gipfelkreuz ein Wanderer.

Zwischen den beiden Männern entwickelt sich schnell ein Gespräch – über den geschichtsträchtigen Hagelberg und die Region. Wolfgang Wagner wird nicht müde, alles wissenswerte um den Ort zu erklären. Er erzählt von der Schlacht am Hagelberg im Zusammenhang mit den Befreiungskriegen und dass derselbe mit seinen 200,40 Metern nicht mehr der höchste Berg Brandenburgs ist.

Über eine GPS-Messung konnte 2004 die exakte Höhe ermittelt werden. In alten Karten ist der Fläminger Riese noch mit 201 Metern als höchster Berg Brandenburgs gelistet. Nach der Messung musste er dem Kutschenberg den Vortritt geben und rangiert nun als zweithöchster Berg im Land. Mittelgebirge darf er sich aber dennoch nennen – der 40 Zentimeter über den 200 Metern wegen.

Uwe Dzial hört interessiert zu und gesteht, den Hagelberg nicht zum ersten Mal erklommen zu haben. Er sagt: „Ich war schon öfter hier und mag die Gegend und den Fläming. Besonders die Nordroute des Kunstwanderweges“. In das Gipfelbuch trägt er sich an diesem Tag jedoch nicht ein. Die Plauderei hat Zeit gekostet und bis zum Bahnhof nach Bad Belzig, von wo aus er Richtung Berlin heimwärts will, ist es noch ein ordentlicher Fußweg.

So wird es wieder still auf dem Hagelberg. Eine gute Gelegenheit, einen Blick in das Gipfelbuch zu werfen. Der Bad Belziger Klaus Nichelmann ist die gute Seele der Gipfelbuchidee. Ist eines voll, trägt er es nach Hause und legt ein neues aus. Mittlerweile liegt bereits das achte Exemplar im knallrot lackierten Gipfelbriefkasten. Die voll geschriebenen Seiten verraten viele Geheimnisse.

Sie erinnern aber auch daran, dass am 2. Juli 1996 das Gipfelkreuz gerichtet wurde und erzählen von Empfindungen der Gipfelstürmer aus allen Teilen Deutschlands, der Schweiz, Frankreich und anderswo. Das erste Gipfelbuch hinterlegte Nichelmann am 16. September 2006. Die bei der Einweihung des Gipfelkreuzes vor zehn Jahren noch angegebene Höhe von 201 Metern beklagte ein Schreiber in einem der Bücher als „Etikettenschwindel“. Ein anderer notierte hingegen: Der „Hagelberg ist kein Berg sondern ein aufgeschütteter Sandkasten Hügel. Also ein Hagelhügel“. Was den Flachländer schmerzt.

Von Christiane Sommer

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