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Potsdam-Mittelmark Der Mann für alle E-Mobile-Fälle
Lokales Potsdam-Mittelmark Der Mann für alle E-Mobile-Fälle
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19:00 11.08.2016
Julian Affeldt an der E-Tankstelle am Rathaus Kleinmachnow. Quelle: Martin Steger
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Kleinmachnow

Julian Affeldt nimmt die Sache mit dem Klimaschutzprogramm ernst. Der 47-Jährige gehört nicht nur zur Lokalen-Agenda-Gruppe in Kleinmachnow, die die Schadstoffbelastung in der Gemeinde senken will, sondern auch zur IG Elektromobilität Berlin-Brandenburg und fährt selbst mit dem „E“ vorneweg. Er hat ein E-Bike, mit dem der Lehrer zum Unterricht nach Großbeeren radelt und seit 2008 auch ein strombetriebenes Auto. Zwei Solaranlagen auf dem Dach sorgen für Strom und warmes Wasser im Vier-Personen-Haushalt. Er hatte ja schon vor 20 Jahren „mit wenig Geld“ gebaut, heute gäbe es bereits andere Möglichkeiten, meint Affeldt.

Und genau um diese geht es dem Lehrer für Mathematik/Physik und Geografie, wenn er private Interessenten, Unternehmer oder Politiker beraten will. Die Gemeinde Kleinmachnow hat ihn offiziell als ehrenamtlichen Ansprechpartner in Sachen E-Mobilität eingesetzt. „Ich möchte ohne Fachchinesisch die Leute aufklären, was für ihr Profil am besten ist“, sagt Affeldt. Denn längst seien etwa die Zeiten der riesigen Solarflächen auf Privathäusern vorbei. „Es gibt kleine optimale, die zum Eigenbedarf passen; sogar Ost-West-Dächer eignen sich“, so Affeldt. Wenn jemand am Tage nicht zu Hause ist, dann müsste auch nicht in der Mittagszeit der meiste Strom erzeugt werden. Auch ein E-Auto passe nicht zu jedem. Affeldt ist neutral und „spricht nicht für ein Autohaus“. Dafür wirbt er für mehr Verständis für die energiesparenden Alternativen bei den Bürgern, klärt auf und will „aus dem Nähkästchen plaudern“. Seit 2008 fährt er selbst mit einem strombetriebenen Auto und gibt gerne seine Erfahrungen weiter, denn es gebe ja „so viele Mythen und Vorurteile“. Zum Beispiel: Wenn das Autoradio eingeschaltet ist, würde die Reichweite des Autobetriebes halbiert werden. Bei Interesse dürfe man auch mal mit seinem Renault ums Eck fahren. „Gut bekannt“ seien ihm 15 E-Autos in Kleinmachnow, „und es werden immer mehr“.

Problematisch allerdings ist noch die Ausstattung mit Ladestationen. Größtes Problem: Die Wohnungsgesellschaften müssten ihren Mietern gleich im Umfeld Angebote machen. Eigenheimbesitzer würden eh eigene Steckdosen auf dem Grundstück installieren. Zwingend nötig seien E-Tankstellen auch in Ausflugszentren. Seit kurzem gibt es eine auf dem Spargel- und Erlebnishof in Klaistow. Und auch an dem öffentlichen Parkplatz an der Caputher Uferpromenade. Kommunen wie Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow und Beelitz haben inzwischen E-Dienstfahrzeuge und Ladestationen. Affeldt wünscht sich da eine sorgfältigere Standort-Prüfung. So sei die Ladestation in Teltow an der Badstraße „eher etwas versteckt“, bei Real in der Oderstraße fände er sie effektiver. Dafür sind die zwei Pedelecs zur Test-Ausleihe in Kleinmachnow gut im Rennen. Wer einmal bis zum Potsdamer Platz nach Berlin gefahren sei, ohne durchgeschwitzt zu sein, findet schnell Gefallen an dem E-Bike. „Lassen Sie uns einfach mal drüber reden“, rät der Mann, „dafür bin ich ja da“.

Für Bürger und Unternehmer

Julain Affeldt berät kostenlos und neutral zum Thema Elektromobilität (u. a. Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur).

Er steht interessierten Privatpersonen, Unternehmen und Gewerbetreibenden, sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung für ihre Fragen zur Verfügung.

Affeldt kümmert sich um Erfahrungsaustausch und Vernetzung etwa zwischen Umweltgruppen, Lokale Agenda, Wohnungsbau, Nachbarkommunen und Landkreis. Er sichtet Förderprogramme und –möglichkeiten und hilft gegebenenfalls bei der Organisation von Veranstaltungen.

Auf der Homepage der Gemeinde soll er ein Informationsangebot aufbauen.

Kontakt: 0176-84204827, oder per Mail: e-mobil@kleinmachnow.de.

Von Claudia Krause

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