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Der Mann hinter der Kamera

Borkwalde Der Mann hinter der Kamera

Christian Friedrichs Leidenschaft fürs Fotografieren begann in jungen Jahren. Als Kind lieh er sich die Kamera der Eltern, zur Konfirmation wünschte er sich die erste eigene Spiegelreflexkamera. So wurde im Laufe der Jahre aus Spaß auch Ambition. Der 39-Jährige leitet inzwischen die Fotogruppe in seinem Wohnort Borkwalde und liebt Experimente mit der Kamera.

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Experimentierfreudig: Fotograf Christian Friedrich (39) aus Borkwalde im Selbstporträt.

Quelle: Christian Friedrich

Borkwalde. „Mich reizt das Motiv ebenso wie der Workflow am Rechner“, sagt Christian Friedrich über seine Leidenschaft für die Fotografie. Der 39-Jährige wurde in Coburg geboren. Als Kind hatte er mit der Kamera der Eltern noch mehr gespielt als wirklich fotografiert. Zur Konfirmation wünschte er sich eine gute Spiegelreflexkamera und begann anschließend, sich intensiver mit dem neuen Hobby zu beschäftigen. Das frei zugängliche Fotolabor in seinem Gymnasium tat ein Übriges.

Nach dem Schulabschluss standen dann zunächst andere Dinge für Christian Friedrich im Vordergrund. „Mein Interesse an der Fotografie erwachte allerdings neu, als Anfang der 2000er Jahre brauchbare Digitalkameras erschwinglich wurden“, sagt er.

Im Jahr 2013 stieß Friedrich, der inzwischen in Borkwalde wohnt und im Berliner Bundestag als IT-Experte arbeitet, zur ortsansässigen Fotogruppe Blende 8. „ Mir gefällt die Herausforderung, anderen etwas zu zeigen und im Gegenzug deren Bildideen und Herangehensweisen kennen zu lernen“, erzählt er, „so entwickelt man sich auch weiter.“ Seit einem Jahr leitet er die Fotogruppe, an der ihm neben der Fachsimpelei auch die Geselligkeit zusagt.

Friedrichs Interesse gilt neben der Ästhetik des Motivs dem gesamten Vorgang des Fotografierens. Denn was früher die Dunkelkammer war, ist heute der Rechner. Auch ein digitales Bild sei noch nicht wirklich fertig, wenn der Auslöser gedrückt wurde. Besonders reizen Friedrich abstrakte oder technische Motive und Architekturfotos. Auf seine Anregung hin besuchte die Fotogruppe zum Beispiel das Bauhaus in Dessau.

Ein weiterer Fokus des ambitionierten Hobbyfotografen liegt im Dokumentarischen: „Das Foto ist ein wunderbares Medium, um Momente der Zeit auf leicht zugängliche Weise einzufangen“, sagt Friedrich. Um das im Kopf bereits fertige Bild umzusetzen, experimentiert der Borkwalder: „Wie erreiche ich das gewünschte fotografische Ergebnis mit den vorhandenen Mitteln?“, lautet seine Frage stets an sich selbst. In einer seiner Fotoreihen ist etwa ein scheinbar frei schwebendes Streichholz beim Abbrennen zu sehen.

Oft sind Friedrichs Fotos schwarz-weiß: „Klare Strukturen und deutliche Kontraste bestimmen dann die Ästhetik.“ Häufig ist er nur mit einer Festbrennweite unterwegs: „Das kann ich sehr empfehlen. Man bekommt einen anderen fotografischen Blick.“

Neuerdings arbeitet er auch mit einer Drohne: „ Die Technik macht Spaß, aber die Rahmenbedingungen machen es schwer“, sagt der Borkwalder. Damit meint er nicht nur die gesetzlichen Regelungen sondern auch die Vorbehalte vieler Menschen. Immerhin: Der traditionelle Kalender der Fotogruppe für 2018 mit Luftaufnahmen von Borkwalde wird sehr gut angenommen.

Von Andreas Trunschke

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